Stets schneller, leichter, dünnerMacBook Pro: Tests, Tipps und Kaufberatung

Das MacBook Pro ist Apples Notebook für alle, die mehr verlangen als „nur“ Surfen und E-Mail. Die Produktlinie begleitet die Redaktion von Mac Life seit zwei Jahrzehnten, auf dieser Seite bündeln wir, was wir zum Thema zusammengetragen haben: ausführliche Tests, ehrliche Kaufberatung und Tipps, die aus der täglichen Arbeit mit und am Gerät stammen.

Wir schreiben über das MacBook Pro nicht, weil ein Datenblatt es nahelegt, sondern weil jedes wichtige Modell bei uns auf dem Schreibtisch stand – oft länger als nur die Dauer einer Testleihgabe, denn für viele im Team war und ist das MacBook Pro täglicher Begleiter, privat und im Job. Vom ersten Intel-Gerät bis zu den aktuellen Chips mit Apple Silicon kennen wir die Stärken aus dem Dauereinsatz – und die Kompromisse, über die das Marketing lieber schweigt. Genau diese Einordnung finden Sie hier, jenseits der üblichen Superlative.

Eine Beziehung mit Vorgeschichte

Streng genommen begann meine Geschichte mit einem PowerBook G4 – dem Vorfahren, in dem Design, Kompaktheit und Leistung ebenfalls so selbstverständlich zusammenfanden, dass man kaum noch darüber nachdachte, an einem Notebook statt einem Desktop-Rechner zu arbeiten. Mein erstes „echtes“ MacBook Pro war dann tatsächlich das erste seiner Art, im Prinzip ein PowerBook G4, indem statt PowerPC-Chip ein Intel-Prozessor steckte. Geblieben ist bis heute beides: die Begeisterung und das Gerät. Auch diese Zeilen tippe ich auf einem MacBook Pro – mit nur wenigen Unterbrechungen meinem Arbeitsmac seit 2006. // Stefan Molz

Vom PowerBook zum Apple Silicon: eine kurze Geschichte des MacBook Pro

Die Geschichte des MacBook Pro beginnt vor seinem Namen. Der direkte Vorfahr hieß PowerBook: ein Aluminium-Notebook, das Design und Leistung erstmals so selbstverständlich vereinte, dass es Maßstäbe setzte. 2006 folgte der Bruch, denn Apple wechselte von PowerPC- auf Intel-Prozessoren, und das erste Gerät dieser neuen Ära trug den Namen MacBook Pro. Es war schneller, kühler und mit der übrigen Computerwelt erstmals reibungslos kompatibel, denn Mac OS X lief nun auf einer x86-Plattform.

Im MacBook Pro finden sich Alleinstellungsmerkmale gegenüber den anderen MacBook-Produktlinien – eine zeitlang war das die bei Anwendern eher verhasste Touch Bar.
Im MacBook Pro finden sich Alleinstellungsmerkmale gegenüber den anderen MacBook-Produktlinien – eine zeitlang war das die bei Anwendern eher verhasste Touch Bar. (Bild: Stefan Molz)

Den zweiten großen Umbruch erlebten wir 2020, als Apple mit seinem eigenen M1-Chip die Intel-Ära beendete. Mit Apple Silicon kamen Laufzeiten und eine Leistung pro Watt einher, die zuvor undenkbar schienen. Das große Redesign von Ende 2021 brachte schließlich zurück, was Profis schmerzlich vermissten: zusätzliche Anschlüsse, eine helle Mini-LED-Anzeige und das Ende der ungeliebten Touch Bar.

Welches MacBook Pro passt zu mir?

Die ehrlichste Antwort lautet: Für die meisten Menschen ist das MacBook Pro zu viel (und zu teuer) – und genau das macht eine Kaufberatung interessant. Wer vorwiegend schreibt, surft und Mails beantwortet, ist mit einem MacBook Air bestens bedient und spart spürbar. Vielleicht reicht sogar ein MacBook Neo.

Das Pro lohnt sich, sobald Sie regelmäßig Fotos in voller Auflösung bearbeiten, Videos in hoher Auflösung schneiden oder generell mit großen Projekten hantieren. Dann zahlen der aktive Lüfter, das hellere Display und die Pro- oder Max-Variante der Apple-Chips auf jede Arbeitsstunde ein. Wie groß der Sprung der jüngsten Generation ausfällt, zeigt unser Test des MacBook Pro mit M5-Chip im Detail. Beim Bildschirm gilt: 14 Zoll machen sich unterwegs prima, die 16-Zoll-Variante indes ist etwas für alle, die das Gerät als Desktop-Ersatz begreifen – und dafür dann auch das Mehrgewicht in Kauf nehmen.

MacBook Pro im Alltag: Was sich wirklich lohnt

Nach Jahren mit dem Gerät sind es selten die großen Zahlen, die im Alltag den Unterschied machen, sondern die leisen Tugenden. Der Lüfter läuft im Büroalltag fast nie hörbar. Wer aus dem Intel-Zeitalter kommt, empfindet diese Stille als kleine Befreiung. Die Akkulaufzeit reicht bei den Apple-Silicon-Modellen problemlos durch einen Arbeitstag, das Netzteil bleibt daher erstaunlich oft in der Tasche.

Wer von einem MacBook Air wechselt, das wir ebenfalls in der aktuellen Variante ebenfalls ausführlich im Test hatten, sollte das Mehrgewicht nicht unterschätzen: Das Pro ist ein Arbeitsgerät, kein Fliegengewicht. Beim Arbeitsspeicher empfiehlt es sich, eine Nummer großzügiger zu wählen, als das Datenblatt suggeriert – nachrüsten lässt sich hier später nämlich leider nichts. Und die SSD? Lieber einmal ausreichend dimensioniert kaufen, als sich später mit ausgelagerten Dateien zu behelfen. Wer das beherzigt, hat lange Freude an seinem Gerät. Im Kreise der Redaktion sind immer noch Bekannte und Verwandte mit einem Gerät aus der Intel-Ära unterwegs und brauchen ehrlich gesagt auch nicht mehr – und wenn dann doch ein neues MacBook Pro angeschafft wird, ist der Leistungssprung nach vielen Jahren der Nutzung tatsächlich astronomisch.

Im MacBook Pro stecken stets Apples leistungsstärkste Chips, um so Leistung auf Workstation-Level zu liefern.
Im MacBook Pro stecken stets Apples leistungsstärkste Chips, um so Leistung auf Workstation-Level zu liefern. (Bild: Stefan Molz)

Zubehör und mehr fürs MacBook Pro

Ein MacBook Pro spielt seine Stärken erst im richtigen Umfeld aus. Ein guter externer Monitor verwandelt das Notebook am Schreibtisch in ein vollwertiges Set-up, die aktuellen Modelle treiben problemlos mehrere Bildschirme zeitgleich an. Eine externe Tastatur und ein Trackpad schonen Haltung und Handgelenke, wenn das Gerät länger am Schreibtisch im Einsatz ist. Und ein ordentliches Thunderbolt-Dock erspart das tägliche Umstöpseln von Peripherie, auch wenn Apple zuletzt wieder mehr Anschlüsse spendiert hat.

Auf der Software-Seite gilt: Das MacBook Pro ist nur so gut wie die Werkzeuge, die darauf laufen. Für die meisten reicht macOS mit den hauseigenen Programmen erstaunlich weit. Wer kreativ arbeitet, holt mit den passenden Anwendungen das Letzte aus jedem der CPU- und GPU-Kerne heraus.

Stefan Molz // Chefredakteur
Stefan Molz

Stefan beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Computern – angefangen beim „Brotkasten", dem C64, und Amiga 500, lange bevor Apple-Geräte seinen Alltag bestimmten. Der eigentliche Einstieg in die Mac-Welt führte über die Musikproduktion: Über die Magazine Keyboards, Keys und Beat führte ihn sein Weg schließlich zur Mac Life, deren Website er seit 2007 verantwortet. Seit 2023 ist er zudem Chefredakteur des gedruckten Magazins.

Besonders faszinieren ihn die Schnittstellen zwischen Technik und Kreativität – vom Mac als Werkzeug für Musik, Foto und Video hin zu neuen Apple-Technologien wie Vision Pro oder KI-Funktionen. Wenn Stefan nicht gerade neue Apple-Hardware testet, fotografiert er mit Vorliebe aus ungewöhnlichen Perspektiven, gerne per Drohne oder seiner Mittelformatkamera.

Neben der Redaktion ist er außerdem Host des Apple-Podcasts „Schleifenquadrat". Seine Begeisterung für Musik & Sounds begleitet ihn bis heute. Kein Wunder, denn Anfang der 2000er-Jahre etwa wirkte er unter anderem an Samples mit, die Teil von Logic Pro wurden.

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