In diesen Tagen vor 20 Jahren stellte Steve Jobs das MacBook Pro vor – ein Meilenstein in der Geschichte von Apples professionellen Notebooks. Am 10. Januar 2006 präsentierte er das Gerät als „One More Thing“ am Ende seiner Keynote auf der Macworld San Francisco. Seitdem hat sich das MacBook Pro von einem PowerBook-Nachfolger zu einem der leistungsstärksten Laptops auf dem Markt entwickelt.
- Am 10. Januar 2006 präsentierte Steve Jobs das MacBook Pro als Nachfolger des PowerBook mit Intel-Prozessoren.
- In 20 Jahren brachte Apple Innovationen wie MagSafe und Retina-Display, aber auch Fehlschläge wie die Butterfly-Tastatur.
- Für Ende 2026 oder Anfang 2027 wird ein Redesign mit OLED-Display und Touchscreen-Unterstützung erwartet.
Vom PowerBook zum MacBook Pro: Der Anfang einer Ära
Das MacBook Pro markierte nicht nur einen Namenswechsel, sondern vor allem den Übergang von PowerPC-Chips zu Intel Core-Prozessoren. Zunächst war das Gerät nur in einer 15-Zoll-Variante erhältlich, einige Monate später folgte ein 17-Zoll-Modell. Im Oktober 2008 debütierte ein 13-Zoll-Aluminium-MacBook, das bereits nach einer Generation 2009 in die MacBook-Pro-Reihe integriert wurde.
Die ursprüngliche Ausstattung klingt aus heutiger Sicht bescheiden: Das Einstiegsmodell für 1.999 US-Dollar verfügte über einen 1,67 Gigahertz Core Duo-Prozessor, 512 Megabyte RAM und eine 80 Gigabyte Festplatte. Das High-End-Modell für 2.499 US-Dollar bot einen 1,83 Gigahertz Core Duo-Prozessor, ein Gigabyte RAM und eine 100 Gigabyte Festplatte. Beide Konfigurationen waren mit einem 15,4-Zoll-Breitbilddisplay mit einer Auflösung von 1.440 mal 900 Pixeln ausgestattet.
Als das MacBook Pro einen Monat später in den Handel kam, hatte Apple die Prozessoren bereits auf 1,83 Gigahertz im Basismodell und zwei Gigahertz in der High-End-Konfiguration aufgestockt. Zusätzlich führte das Unternehmen eine Build-to-Order-Option mit 2,16 Gigahertz ein.
Zwei Jahrzehnte voller Innovationen und Kontroversen
Apple Silicon bezeichnet die von Apple selbst entwickelten Prozessoren für Mac-Computer, beginnend mit dem M1-Chip im Jahr 2020. Im Gegensatz zu den zuvor verwendeten Intel-Chips ermöglichen diese eine engere Integration zwischen Hardware und Software. Das Ergebnis sind deutlich höhere Leistung, bessere Energieeffizienz und längere Akkulaufzeiten.
In den vergangenen 20 Jahren durchlief das MacBook Pro zahlreiche Veränderungen. Zu den positiv aufgenommenen Neuerungen gehörten die integrierte Webcam, der MagSafe-Stromanschluss, die Unibody-Konstruktion aus Aluminium und hochauflösende Retina-Displays. Diese Features setzten Standards in der Laptop-Industrie und machten das MacBook Pro zu einem begehrten Arbeitsgerät für Kreative und Profis.
Nicht alle Innovationen stießen jedoch auf Begeisterung. Die Touch Bar, die traditionelle Funktionstasten ersetzte, polarisierte die Nutzenden. Noch problematischer war die Butterfly-Tastatur, die anfällig für Ausfälle war und zu einem erweiterten Reparaturprogramm sowie mehreren Sammelklagen führte. Apple musste schließlich zur Scherenmechanik-Tastatur zurückkehren.
Apple Silicon: Der Wendepunkt
2020 markierte einen weiteren Wendepunkt in der Geschichte des MacBook Pro. Als eines von drei Apple-Produkten – neben dem MacBook Air und dem Mac mini – erhielt das 13-Zoll-MacBook Pro den M1-Chip. Dieser Generationswechsel befreite Apple von der Abhängigkeit von Intel und ermöglichte eine engere Integration zwischen Hardware und Software. Die Folge waren deutliche Leistungs- und Effizienzsprünge, die das MacBook Pro erneut an die Spitze des Laptop-Marktes brachten.
Die M-Serie entwickelte sich rasant weiter. Mittlerweile sind wir bei der fünften Generation angelangt: Im Oktober 2025 stellte Apple das 14-Zoll-MacBook Pro mit M5-Chip vor, das die bestehenden Modelle mit M4 Pro und M4 Max ergänzt. Die Leistungsfähigkeit moderner MacBook-Pro-Modelle übertrifft die der ersten Generation um ein Vielfaches.
Die Zukunft: OLED, Touchscreen und mehr
Die nächste große Revolution steht möglicherweise schon bald bevor. Gerüchten zufolge plant Apple für Ende 2026 oder Anfang 2027 ein umfassendes Redesign der höherwertigen MacBook-Pro-Modelle. Die erwarteten Neuerungen umfassen OLED-Displays, Touchscreen-Unterstützung und möglicherweise eine Dynamic Island ähnlich der iPhone-Variante. Außerdem soll Apple an dünneren und leichteren Designs arbeiten, um die leistungsstärksten Laptops noch portabler zu machen.
Diese Entwicklung würde das MacBook Pro erstmals seit 2021 grundlegend verändern. Die Gerüchte sprechen von einem der größten Updates seit Jahren – mit Features, die das Arbeiten am MacBook Pro erneut revolutionieren könnten. Ob Apple tatsächlich den Touchscreen einführt, bleibt abzuwarten. Jahrelang hatte das Unternehmen diese Funktion bei Macs kategorisch abgelehnt.
Ein Blick zurück und nach vorn
Das MacBook Pro hat in zwei Jahrzehnten eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen. Von den ersten Intel-Prozessoren über die kontroverse Touch Bar bis hin zu den bahnbrechenden Apple-Silicon-Chips – das MacBook Pro war stets ein Experimentierfeld für neue Technologien. Nicht alle Versuche waren erfolgreich, aber die kontinuierliche Weiterentwicklung hat das MacBook Pro zu dem gemacht, was es heute ist: das weltweit beste professionelle Laptop.
Mit den für 2026 oder 2027 erwarteten Neuerungen könnte Apple erneut zeigen, dass das Unternehmen bereit ist, etablierte Konzepte zu überdenken und neue Wege zu gehen. Die Integration von OLED-Technologie und Touchscreen-Funktionalität würde das MacBook Pro näher an das iPad heranführen und die Grenzen zwischen den Produktkategorien weiter verwischen.
Happy Birthday, altes Haus!







