Die Produktion der OLED-Panels für Apples nächstes MacBook Pro hat begonnen – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Launch der komplett überarbeiteten Notebooks. Jedenfalls berichtet das der Leaker yeux1122 auf Naver. Samsung Display fertigt die Displays in seiner südkoreanischen Produktionsstätte und hat offenbar die Qualifizierungs- und Zuverlässigkeitstests mit Apple abgeschlossen.
- Samsung Display hat die Massenproduktion von OLED-Panels für das MacBook Pro gestartet.
- Das neue MacBook Pro mit OLED, Touchscreen und M6-Chip kommt Ende 2026 oder Anfang 2027.
- OLED gibt es zunächst nur für die High-End-Modelle mit M6 Pro und M6 Max, nicht für das Basis-Modell.
Samsung produziert auf modernster Fertigungslinie
Samsung Display investierte massiv in eine 8,6-Generation-OLED-Produktionslinie am Standort Asan in Südkorea. Diese Fertigung nutzt deutlich größere Glassubstrate als die OLED-Linien für Smartphones, wodurch mehrere Laptop-Panels aus einem einzelnen Substrat geschnitten werden können. Das verbessert die Ausbeute und senkt die Kosten – genau das, was Apple braucht, wenn OLED die Mini-LED-Technologie im MacBook Pro ablösen soll.
Die Linie ist für starre OLED-Panels mit Oxid-TFT-Backplanes und fortschrittlichen Tandem-OLED-Strukturen konzipiert. Diese eignen sich besser für Laptops und bieten höhere Helligkeit, verbesserte Energieeffizienz und eine längere Lebensdauer im Vergleich zu herkömmlichen Single-Stack-OLED-Panels.
Touchscreen und dünneres Design erwartet
Laut Analyst Ming-Chi Kuo wird Apples erstes OLED-MacBook Pro auch über ein Touchscreen-Display verfügen. Bloomberg-Reporter Mark Gurman bestätigte diese Einschätzung und ergänzte, dass die Laptops „dünnere und leichtere Rahmen“ haben werden. Apple konzentriert sich offenbar darauf, das dünnstmögliche Gerät zu liefern, ohne Kompromisse bei der Akkulaufzeit oder wichtigen neuen Funktionen einzugehen.
Tandem-OLED ist eine Display-Technologie, bei der zwei OLED-Schichten übereinander gestapelt werden, statt nur eine zu verwenden. Dies verdoppelt die Lichtausbeute und ermöglicht höhere Helligkeitswerte bei gleicher Lebensdauer. Apple nutzt diese Technologie bereits im iPad Pro, um extreme Helligkeit und HDR-Darstellung zu erreichen.
Die überarbeiteten 14-Zoll- und 16-Zoll-MacBook-Pro-Modelle sollen außerdem eine Hole-Punch-Kamera am oberen Displayrand erhalten. Diese könnte möglicherweise in einer pillenförmigen Aussparung ähnlich der Dynamic Island des iPhone untergebracht werden – statt der Notch, die MacBook-Pro-Nutzende gewohnt sind.
M6-Chips und Launch Ende 2026 oder Anfang 2027
Gurman zufolge werden die Geräte mit M6-Chips ausgestattet und für einen Launch Ende 2026 oder Anfang 2027 vorbereitet. Dies würde auf die erwartete Einführung der 14-Zoll- und 16-Zoll-MacBook-Pro-Modelle mit M5-Pro- und M5-Max-Chips folgen, die in den nächsten Wochen erwartet werden.
Es wäre ungewöhnlich für Apple, zwei MacBook-Pro-Updates im selben Jahr vorzunehmen, aber es gibt einen Präzedenzfall: Apple aktualisierte die MacBook-Pro-Reihe zweimal im Jahr 2023 – zunächst mit M2-Pro- und M2-Max-Chips im Januar und dann mit M3-, M3-Pro- und M3-Max-Chips Ende Oktober.
Nur die High-End-Modelle erhalten OLED
Apple wird das OLED-Display-Upgrade zunächst den High-End-Modellen mit M6-Pro- und M6-Max-Chips vorbehalten, während das Basis-14-Zoll-MacBook Pro mit M6-Chip weiterhin einen Mini-LED-basierten Bildschirm haben wird. Diese Differenzierung macht angesichts der Hardware-Unterschiede Sinn, aber es besteht eine gute Chance, dass das günstigere Modell zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls OLED erhält.
Der Wechsel zu OLED bringt mehrere Vorteile: hellere Bildschirme, tieferes Schwarz mit höherem Kontrast, verbesserte Energieeffizienz für längere Akkulaufzeit und weitere Verbesserungen. Wer den Kauf eines neuen MacBook Pro in Betracht zieht, sollte nach Möglichkeit bis nächstes Jahr warten – die bedeutenderen Änderungen werden voraussichtlich erst mit den OLED-Modellen kommen.







