Wie sich Masayoshi Son die iPhone-Exklusivität sicherte

Softbank-Chef schlug Steve Jobs ein iPod-Smartphone vor

Softbank-CEO Masayoshi Son ist ein Selfmade-Milliardär, der schon im Alter von 19 mehrere  Millionen Dollar einnahm. Er pflegte auch den Kontakt zu Apple-CEO Steve Jobs und überreichte im eine Zeichnung, wie er sich ein Apple-Smartphone vorstellte und warb für sich als Vertriebspartner - ohne zu dem Zeitpunkt ein Mobilfunknetz zu besitzen.

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Sons Zeichnung war ein iPod mit der Fähigkeit, Telefongespräche zu führen. Als er Jobs die Zeichnung geben wollte, lehnte dieser jedoch ab, denn er habe seine eigene Zeichnung. Darauf sagte Son Jobs, dass er das Produkt gerne für Japan hätte, sobald Apple fertig sei. Jobs erwiderte darauf nur: "Masa, du bist verrückt.".

Zu dem Zeitpunkt war Softbank schon eine erfolgreiche Firma, mit einer Beteiligung an Yahoo! Japan. Son fehlte allerdings ein Mobilfunknetz. Das war auch Jobs nicht entgangen, der Son zwar das iPhone versprach, aber auf die Frage nach einem Vertrag antwortete, dass Masayoshi Son noch nicht einmal ein eigenes Mobilfunkunternehmen besitze. Son versprach, dies zu ändern.

2006 kaufte Softbank die japanische Zweigstelle von Vodafone für 15 Milliarden US-Dollar und wurde so auf Anhieb zur Nummer drei auf dem japanischen Markt. Vodafone verlor in den Jahren zuvor Kunden an die Konkurrenz und investierte kaum in Japan. Softbank verkaufte zunächst Japan-typische Featurephones und verpflichtete Schauspieler Brad Pitt, um diese zu bewerben.

Das erste iPhone kam nicht nach Japan, da es nicht 3G-fähig war. Erst Mitte 2008 wurde das iPhone eingeführt und erwies sich in den Jahren darauf als Neukunden-Magnet: Wer ein iPhone wollte, musste zu Softbank wechseln - und immer mehr Japaner wollten ein iPhone. Softbank ist heute zwar immer noch die Nummer 3, aber profitabel genug, um sich die Übernahme des US-Netzbetreibers Sprint für 21,6 Milliarden Dollar leisten zu können. Das iPhone ist inzwischen bei allen drei großen Mobilfunkunternehmen Japans erhältlich und dominiert den Markt.

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Kluger Mann

Na wollen wir mal wieder "findet die Rechtschreibfehler im Artikel" spielen? Fehler in der Rechtschreibung zeugen m.E. von der Qualität des Artikels im Ganzen.

Hinter "Na" fehlt ein Komma. Nur zur Information, da Sie nach der orthographischen Weltherrschaft streben.

Nein, miese Rechtschreibung ist kein Qualitätskriterium mehr! Schon früher konnten viele Redakteure nicht geradeaus schreiben, hatten aber eine nützliche Hilfe - die sogenannte Schlussredaktion. Die Jungs und Mädels überprüften das Geschreibsel Ihrer Kollegen, korrigierten und ließen diese damit gut aussehen! Heute im Online-Zeitalter leisten sich nur noch grössere Verlage Schlussredakteure, ein Blog, eine Website oder ein Online-Journal im Regelfall nicht. So treten heute, die mangelnden orthographischen Fähigkeiten der Schreiberlinge deutlicher zu Tage....;-)

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