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IP67, Verzicht auf Klinkenbuchse, Dualkamera und mehr

iPhone 7 - das erste wasserdichte Apple-Smartphone: Funktionen, Preise, Ausstattung

Das iPhone 7 kommt mit einer Reihe neuer (und weggelassener) Funktionen. Es ist jetzt wasserdicht und kommt mit einer deutlich verbesserten Kamera. Das iPhone 7 Plus hat gar eine Dualkamera für simulierte Tiefenschärfe und Fake-Bokeh. Dafür muss man ohne Klinkenanschluss auskommen, ein Adapter als Ersatz für die Kopfhörerbuchse existiert immerhin. Optisch hat sich eigentlich nur wenig und dennoch so viel getan: Neue Farben für das alte Gehäuse, etwa Schwarz und das Kratzer-empfindliche Diamantschwarz. Technisch ist der schnellere A10 Fusion Prozessor nur eines der Highlights.

iPhone 7: Altes Design, neue Farben

Das Gesetz der Serie ist durchbrochen. Beim iPhone 7 handelt es sich um die dritte Variante des iPhone 6, jedenfalls dann, wenn man das grundsätzliche Design betrachtet. In den Farben Silber, Gold und Roségold muss man schon genauer hinsehen, will man Unterschiede zum iPhone 6 und 6s erkennen. Am eindeutigsten ist dabei noch die Rückseite: Die neue Kamera und die veränderten Antennenstreifen sprechen eindeutig für das neue Modell.

Dafür gibt es zwei neue Farben. Spacegrau ist nicht mehr im Angebot. Dessen Platz nimmt das iPhone 7 in Schwarz ein. Darüber hinaus gibt es Diamantschwarz als komplett neue Option. Sie ist auf Hochglanz poliert und sieht aus, als wäre das Smartphone aus einem Stück gefertigt. Das Material bleibt dabei Aluminium. Apple empfiehlt dringend, das diamantschwarze iPhone mit einer Hülle zu schützen, weil die Oberfläche sehr anfällig für Kratzer ist.

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iPhone 7 auf seiner Verpackung
iPhone 7 auf seiner Verpackung (Bild: Stefan Molz)

iPhone 7 und iPhone 7 Plus mit Schutz vor Wasser nach IP67

Beim iPhone 6s hatte es sich schon angekündigt, dass Apple den Schutz vor eindringendem Wasser verbessern will. Beim iPhone 7 ist das nun offiziell ein Feature. Das Smartphone wurde nach IP67 zertifiziert, was bedeutet, dass es für 30 Minuten in einer Wassertiefe von einem Meter verharren kann. Eine Garantie für Wasserschäden gibt es dennoch nicht. Anscheinend hat Apple seine Hausaufgaben aber erledigt, denn Tests haben gezeigt, dass das iPhone noch viel mehr abkann. Erst bei einer Tiefe von 10 Metern drang Wasser sichtbar ins Gehäuse ein, was der Funktion aber noch keinen Abbruch tat. iFixit hat experimentell ermittelt, dass man das iPhone 7 auch stundenlang unter Wasser lassen kann. Der Test wurde nach gut acht Stunden abgebrochen. Von der Spezifikation her würde das Smartphone also auch IP68 genügen, aber Apple hat sich für eine konservativere Einschätzung entschieden.

(Bild: Stefan Molz)

Neue Kameras: Doppelt hält besser - zumindest im iPhone 7 Plus

Apples diesjähriges Smartphone kommt mit neuen Kameras. Die Selfie-Kamera nimmt Fotos mit 7 MP auf. Auf der Rückseite hat sich bezogen auf die Auflösung nichts getan, dort bleibt es bei 12 MP. Dafür wurde dem iPhone 7 in 4,7 Zoll ein optischer Bildstabilisator spendiert, der zuvor nur iPhone 6 Plus und 6s Plus vorbehalten war. Des Weiteren kommt die Kamera mit weniger Licht aus: Die Blende ist jetzt f/1.8 statt f/2.2.

Beim iPhone 7 Plus wurde sogar eine zweite Kamera verbaut. Eine ist dabei die Weitwinkelkamera, die auch beim kleineren iPhone 7 verwendet wird. Die andere hat ein Teleobjektiv. Damit erreicht Apple einen zweifach optischen Zoom, der im Grunde genommen aber nur von einer anderen Kamera stammt, da die Linsen nach wie vor unbeweglich sind. Mit der zweiten Kamera kann das iPhone zudem die Tiefe berechnen, was im neuen Portrait-Modus genutzt wird. Hierbei wird der Hintergrund verschleiert und der Vordergrund somit hervorgehoben. Die sogenannten Bokeh-Bilder stehen aber erst mit iOS 10.1 zur Verfügung.

(Bild: Stefan Molz)

Der Klinkenanschluss ist Geschichte

Bislang kam jedes iPhone mit einem Klinkenanschluss für Kopfhörer. Die Zeiten sind jetzt vorbei, Apple hat die 3,5-mm-Klinke ersatzlos gestrichen. Die Zukunft ist kabellos oder zumindest digital. Auf der Keynote stellte Apple AirPods vor, das sind kabellose Kopfhörer mit einer eigenen Funk-Technologie. In der Verpackung sind hingegen EarPods, die mit einem Lightning-Stecker versehen wurden. Daneben findet sich ein Adapter von Lightning auf die Klinke, damit Sie ihre vorhandenen Kopfhörer weiterhin verwenden können. Ganz ohne Probleme kommt diese Entscheidung aber nicht: Von den kontroversen Diskussionen, ob ein Klinkenanschluss noch zeitgemäß ist, abgesehen, gibt es noch den einen oder anderen Bug, der vor allem bei der Verwendung der Fernbedienung zu beobachten ist. Das schnell nachgereichte Update auf iOS 10.0.2 hat diesen Fehler behoben.

(Bild: Stefan Molz)

iPhone 7: Nicht ohne Kinderkrankheiten und Skandale

Kein neues iPhone ohne irgendeinen „Gate”. Beim iPhone 7 ist es der „Hissgate”: Diverse Nutzer beklagen ein Zischen, wenn eine App verwendet wird oder der Prozessor viel zu tun hat. Die Ursache dafür ist noch nicht abschließend geklärt. Theorien gehen in die Richtung, dass die Hitzeentwicklung zusammen mit der Versiegelung für den Schutz vor eindringendem Wasser das Zischen verursacht. Man kann die Geräusche allenfalls subtil wahrnehmen; schlimmer ist jedoch, dass sie bei Aufnahmen zu hören sind. Das betrifft etwa Videos oder Live-Fotos. Apple hat betroffene Geräte bislang via AppleCare umgetauscht.

(Bild: Stefan Molz)

Ein zweites Problem betrifft das neue LTE-Modem. Es wird, je nach Region und Kompatibilität, von Intel und Qualcomm hergestellt. Offenbar gibt es ein Problem, bei dem das Modem seinen Dienst versagt: Obwohl voller Empfang angezeigt wird, laufen keine Daten über das Handy-Netz. Die Standard-Lösung des Wechsels in den Flugmodus bringt nichts, danach findet das Smartphone kein Netz mehr. Apple hat das Problem unter der Hand bestätigt und will eine Software-Lösung dafür finden.

(Bild: Stefan Molz)

iPhone 7: Preise und Verfügbarkeit

Das iPhone 7 gibt es wie immer in zwei Größen. Das iPhone 7 kommt in 4,7 Zoll, das iPhone 7 Plus in 5,5 Zoll. Jedes der beiden Modelle kommt in fünf unterschiedlichen Farben: Diamantschwarz, Schwarz, Silber, Gold und Roségold. Daneben hat Apple die Speichergrößen verdoppelt. Sie können nun zwischen 32, 128 und 256 GB wählen, wobei Diamantschwarz nur in 128 und 256 GB zu haben ist.

(Bild: Stefan Molz)

Die Preise liegen bei 759, 869 und 979 Euro für das iPhone 7 in 32, 128 und 256 GB, bzw. bei 899, 1009 und 1119 Euro für die jeweilige Größe beim iPhone 7 Plus. Der Vorverkauf begann am 9. September 2016, der Verkaufsstart war am 16. September. Gerade am Anfang ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Selbst einen Monat nach Verkaufsstart sind die Plus-Modelle noch nicht auf Lager verfügbar. Beim iPhone 7 in 4,7 Zoll ist bei den schwarzen Optionen ebenfalls mit Wartezeiten zu rechnen. Apple will nicht einmal Verkaufszahlen vom ersten Verkaufswochenende veröffentlichen. Man geht davon aus, dass sämtliche hergestellten Geräte verkauft würden. Zudem sei es nicht so einfach, genau zu erfassen, was verkauft wurde, da man in diesem Jahr stärker denn je mit Partnern aus Mobilfunk und Retail-Geschäften kooperiert. Die Nachfrage war übrigens so groß, dass das Campen vor Apple Stores sinnlos war, wenn man ein diamantschwarzes iPhone oder ein iPhone 7 Plus in einer beliebigen Farbe haben wollte.

(Bild: Stefan Molz)

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