iPod touch

Jetzt mit bis zu 32 GB Speicher

Der iPod touch ist das innovativste Modell der iPod-Produktfamilie. Der mit WLAN und einem vollständigen Internet-Browser ausgestattete iPod ist seit Kurzem auch mit einer Speicherkapazität von 32 GB erhält. Außerdem steht für iPod-touch-Anwender ein kostenpflichtiges Update bereit, das dem Gerät neue Applikationen hinzufügt.

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Technische Daten

Im Lieferumfang des iPod touch sind neben dem Gerät selbst ein paar weißer Apple-Ohrhörer, ein USB-auf-Dock-Kabel, ein Dockadapter, ein Reinigungstuch, eine Halterung und eine gedruckte Dokumentation enthalten. Der iPod touch verfügt über ein 3,5 Zoll großes Multi-touch-Display, über das nahezu alle Eingaben erfolgen. Das gesamte Gerät besitzt nur zwei druckempfi ndliche Knöpfe: den Ein-Aus-Schalter auf der Oberseite und an der Vorderseite den „Home“-Knopf. Der Bildschirm mit 8,9-cm-Diagonale ist von hoher Qualität und bietet ein klares und mit 163 Bildpunkten pro Zoll scharfes Bild. Die erste Produktionsserie hatte hier noch mit einer zu dunklen Darstellung zu kämpfen. Die Abmessungen des iPod touch betragen 110 x 62 x 8 mm (Höhe x Breite x Tiefe), das Gewicht liegt bei 120 Gramm. Der iPod touch verfügt über WLAN-Funktionalität, wobei die beiden Standards 802.11b und g unterstützt werden. Systemvoraussetzung für eine Nutzung des iPod touch am Mac sind ein USB-2.0-Anschluss, Mac OS X 10.4.10 und iTunes 7.6 oder neuer. Für Windows- Anwender gilt: Windows Vista oder Windows XP Home oder Professional mit Service Pack 2 und iTunes 7.6 werden verlangt. Der Akku des iPod touch hält bei Musikwiedergabe 22 Stunden durch, Videos können fünf Stunden lang am Stück gespielt werden. Beansprucht man jedoch während der Musikwiedergabe häufi ger die WLANFähigkeit des Geräts, sinkt die Wiedergabedauer erheblich. Das Aufl aden geht recht schnell: Nach anderthalb Stunden Laden beträgt die Kapazität 80 Prozent; das vollständige Aufl aden benötigt insgesamt drei Stunden.

Die Internetfunktion

Die Benutzerobefläche des iPod touch ähnelt der des iPhone, augrund der nicht vorhandenen Telefon-Funktion unterscheiden sich allerdings die zur Verfügung stehenden Applikationen. Auf der unteren Hälfte des Startbildschirms befifi nden sich vier Menüpunkte: „Musik“, „Videos“, „Fotos“ und „iTunes“. Währen die ersten drei Punkte selbsterklärend sind, führt der Eintrag „iTunes“ zu einem exklusiven Feature des iPod touch.

Aufgrund seiner integriertem Wi-Fi-Antenne kann man mit dem Modell in Apples speziell entwickeltem iTunes Wi-Fi Store einkaufen. Betätigt, man den virtuellen iTunes-Knopf, so erscheint bei vorhandener Internet-Verbindung eine speziell auf das Display des iPod touch und iPhone angepasste Version des iTunes Store. Wir auch in der „Original“- Version, lassen sich alle Songs 30 Sekunden lang probehören und anschließend kaufen. Neben Einträgen wie „Kalender“ oder „Kontakte“ bietet das Display des iPod touch auch das für Mac- und mittlerweile auch PCAnwender bekannte „Safari“-Symbol. Der Internetseitenbetrachter Safari entspricht der von Mac OS X bekannten Variante, allerdings fehlt zurzeit die Unterstützung für Flash- und Java-Inhalte. Wie auch beim iPhone wird die zu besuchende Adresse über eine sich einblendende Tastatur eingegeben. An das Tippen mit der Softwaretastatur gewöhnt man sich schnell und macht viel weniger Fehler als erwartet. Insgesamt stehen derzeit 14 Tastaturlayouts zur Verfügung. Lediglich das Eingeben von Umlauten und deutschen Sonderzeichen ist etwas umständlich. Die geladene Seite lässt sich im Hoch- oder Querformat betrachten. Doppeltes Tippen auf einen Bereich vergrößert diesen, ein abermaliger Doppel-Tipp führt zurück zur vorherigen Ansicht. Auch mehrere Fenster lassen sich verwalten: Hat man mehrere Seiten offen, kann man unten rechts auf den entsprechenden Knopf tippen, und eine Übersicht der offenen Seiten erscheint. Zwischen den Seiten lässt sich umschalten, indem der Anwender mit dem Finger von rechts nach links oder umgekehrt fährt. Die Lesezeichen werden auf Wunsch mit Safari auf dem Mac abgeglichen.

Musik hören und Filme schauen

Auf die Musik greift der Anwender mit einem Tippen auf den „Musik“-Menüpunkt unten links auf der Oberfl äche zu. Anschließend stehen vier unterschiedliche Wege zur Musik zur Verfügung: Tippen auf „Listen“ zeigt die auf dem Gerät vorhandenen Wiedergabelisten an; die Punkte „Interpreten“, „Titel“ und „Alben“ führen zu den bezeichneten, alphabetisch sortierten Inhalten. Der Clou ist jedoch die seit iTunes 7 bekannte „Cover Flow“-Funktion, die das Blättern durch die auf dem touch enthaltenen Musikalben ermöglicht. „Cover Flow“ kommt zum Vorschein, wenn man den iPod innerhalb des Musikmenüs um 90° zur Seite kippt; ob nach links oder rechts spielt hierbei keine Rolle. Tippt man auf ein Cover, wendet sich dieses, und es erscheint eine Liste der Songs des Albums. Mit einem Tipp auf eines der Stücke startet die Wiedergabe. Die Lautstärke lässt sich aber in diesem Modus nicht ändern. Der touch besitzt keinen „Hold“-Knopf wie die anderen iPods. Damit die Wiedergabe nicht durch eine unachtsame Berührung versehentlich beeinfl usst wird, lässt sich der touch durch das Drücken des Ein- Auschalters in einen Pseudo-Schlafmodus versetzen: Die Musik spielt weiter, aber der berührungsempfi ndliche Bildschirm ist ausgeschaltet. In diesem Modus spart man außerdem Energie.

Entscheidet man sich dazu, auf dem touch einen Film zu schauen, genügt ein einmaliges Tippen auf den Menüpunkt „Videos“. So erhält man Zugriff auf die Filme und Video-Podcasts auf dem iPod. Wird ein Film gewählt, schaltet der touch automatisch ins Querformat. Filme können vor- oder zurückgespult, pausiert und in der Lautstärke verändert werden. Außerdem lässt sich zum vorangegangenen oder nächsten Film springen.

Auf seinem 3,5“-Bildschirm gibt der iPod touch Filme und Bilder in einer Aufl ösung von 480 x 320 Bildpunkten wieder. Er verarbeitet Videos in den beiden Formaten H.264 und MPEG4 bis zu einer Aufl ösung von 640 x 480 Pixeln mit 30 Bildern pro Sekunde. Der YouTube-Spieler bietet Zugriff auf diverse Filme auf dem Videoportal www.youtube.com. Allerdings kommen für die Wiedergabe sowohl auf dem touch als auch dem iPhone nur Filme im H.264-Format in Frage. Wählt man den Punkt „YouTube“ an, lädt der touch zunächst die „Highlights“. Unten befi nden sich darüber hinaus die weiterführenden Menüpunkte „Topvideos“, „Lesezeichen“, „Suchen“ und „Mehr“. Klickt man einen Film an, schaltet der touch wie bei der Standard-Filmwiedergabe ins Querformat. Über iTunes lassen sich auch Bilder auf den iPod spielen, wobei die Formate JPEG, BMP, GIF, TIFF, PSD und PNG unterstützt werden. Damit der Platzbedarf der Fotos nicht zu groß ist, optimiert iTunes vor der Bildübertragung die Dateien aufwändig. Das Betrachten der Bilder ist manuell oder als Diashow möglich, hierbei sind sowohl Hoch- als auch Querformat erlaubt. Legt man zwei Finger auf den Bildschirm und spreizt diese, vergrößert sich die Ansicht; führt man die gespreizten Finger wieder zusammen, verkleinert sich die Ansicht – wie erwartet – wieder.

Neue Funktionen für den iPod touch

Ursprünglich iPhone-exklusive Anwendungen gibt es nun auch für den iPod touch. Während sie auf allen neuen Geräten vorinstalliert sind, müssen ältere Geräte kostenpfl ichtig für 17,99 Euro aktualisiert werden. Die vom iPhone her bekannten Anwendungen sind Mail, Stocks (Börsenkurse), Wetter, Notizen und Google Maps. Wer sich für das Anwendungspaket interessiert, sollte beachten, dass bis auf Notizen alle Applikationen darauf ausgelegt sind, Zugang zum Internet zu haben. Ebenso wie beim iPhone wird die iPod-touch-Firmware 1.1.3 vorausgesetzt, welches freigeschaltete Geräte gleich wieder verriegelt. Im Funktionsumfang entsprechen die Anwendungen der iPhone-Version, Anpassungen musste Apple nicht vornehmen.

Die Spekulationen darüber, warum Apple von seinen Stammkäufern eine Gebühr für das Upgrade erhebt, sind vielseitig. Die einen vermuten, es hätte buchhalterische oder gar steuerliche Gründe, andere wiederum meinen, Lizenzgebühren, die Apple abführen müsse, seien Schuld. Beides dürfte nicht zutreffen. Vielmehr wird es Kalkül des Konzerns gewesen sein, zu wissen, dass iPod-touch-Anwender sich insbesondere über die E-Mail-Funktion freuen würden, die durch das iPhone so greifbar nahe und dennoch unerreichbar schien. Einen WiFi-Hotspot vorausgesetzt, lässt sich der Mp3- Player hierdurch nun zur Versendung und dem Empfang von Nachrichten nutzen, was auf Reisen durchaus nützlich sein kann.

Fazit

Der iPod touch ist eine konsequente und beeindruckende Weiterentwicklung der iPod- Serie. Seine Bedienung ist intuitiv, der Bildschirm scharf und klar und auch die Akkulaufzeit recht ordentlich. Das Bildschirmglas erweist sich als überraschend kratzfest, ist aber gegen Fingerabdrücke nicht gefeit. Ein paar Einschränkungen muss der Käufer des kostenintensiven iPod touch hinnehmen: Es fehlt die Möglichkeit, den iPod als externe Festplatte zu verwenden, wie es beim shuffle, nano oder classic erlaubt ist.

Apple-Manager Frank Casanova über das Januar-Update

„Das ist ziemlich cool!“

Testergebnis
ProduktnameiPod touch
HerstellerApple
Preis279 Euro (8 GB), 379 Euro (16 GB), 459 Euro (32 GB)
Webseitewww.apple.de
Pro
  • gute Akkulaufzeit
  • innovative Technologie
  • toller, kratzfester Bildschirm
Contra
  • kein Festplattenmodus
Bewertung
1.5
sehr gut
 

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