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iPad mini 4: Apple vernachlässigt Tablet zum zweiten Mal – wie steht es um die Zukunft des iPad mini?

Neben den neuen iPhones, der neuen Apple TV-Box und dem iPad Pro hat Apple gestern Abend auch ein neues iPad mini vorgestellt. Anders als die anderen Geräte bekam das iPad mini 4 jedoch so gut wie keine Aufmerksamkeit. Auch letztes Jahr ist das damals neue iPad mini 3 bei Apples Präsentation etwas unter den Tisch gefallen. Es stellt sich die Frage, was Apple mit diesem Gerät in Zukunft vorhat, zumal es am Mittwoch kein neues iPad Air gab.

Apple hat am gestrigen Mittwoch nicht nur sehr aufsehenerregend das iPad Pro präsentiert. So ganz nebenbei hat das Unternehmen aus Cupertino auch ein neues iPad mini vorgestellt. Das iPad mini 4 ging jedoch etwas unter und wurde eigentlich nur kurz angeschnitten, als Apple die nun aktuelle iPad-Produktreihe, bestehend aus dem iPad Pro, dem iPad Air 2, dem iPad Air, dem iPad mini 2 und dem iPad mini 4, präsentierte.

Dabei hat das iPad mini 4 ein neues Design erhalten. Das neue iPad mini besitzt nun die gleiche Design-Sprache wie das iPad Air und die neuen iPhones. Es ist mit 6,1 Millimeter auch deutlich dünner geworden und wiegt rund 30 Gramm weniger. Auch bei der Hardware gab es ein kleines Update: Das iPad mini 4 besitzt nun eine rückseitige iSight-Kamera mit einer Auflösung von 8 Megapixeln. Anstelle von Bluetooth 4.0 besitzt das neue iPad mini Bluetooth 4.2. Und auch der WLAN-Standard Wi-Fi 802.11 ac ist nun mit an Bord. Außerdem wird das iPad mini 4 nun von einem A8-Prozessor angetrieben, der mit 1,5 GHz taktet.

Trotz dieser Verbesserungen ist das iPad mini 4 bei der Präsentation unter den Tisch gefallen. Schon wieder, könnte man denken, denn dies ist dem iPad mini schon einmal passiert: Auch das iPad mini 3 war Apple im Oktober 2014 nur eine Erwähnung am Rande Wert – und zwar zurecht. Schließlich handelte es sich beim iPad mini 3 um ein iPad mini 2 mit Fingerabdruck-Sensor und der Option, es in der Farbe Gold zu kaufen. Nicht einmal den Prozessor hatte Apple aktualisiert. Sowohl das iPad mini 2 als auch das iPad mini 3 werden von einem A7-Prozessor angetrieben, den Apple im September 2013 zusammen mit dem iPhone 5s vorgestellt hatte.

Dass das iPad mini 3 gegenüber den iPad mini 2 kaum Verbesserungen haben würde, hatte sich bereits vor der offiziellen Präsentation abgezeichnet: Mehrere Experten und Medien, darunter auch wir, spekulierten darüber, ob Apple das iPad mini nicht einstellen würde. Zumal ungefähr zur selben Zeit auch die ersten Gerüchte über das iPad Pro aufkamen.

Nun gab es beim iPad mini 4 zwar einige Verbesserungen gegenüber dem iPad mini 3. Wir wissen beispielsweise auch noch nicht, ob Apple dem neuen iPad mini nicht mehr Arbeitsspeicher schenkt als dem iPad mini 3, das mit 1 GB auskommen muss. Allerdings halten wir dies für unwahrscheinlich. Schließlich hat Apple auch beim neuen Prozessor des iPad mini 4 nicht auf den neuen „Tablet-Prozessor“ A9X gesetzt, der im iPad Pro zum Einsatz kommt. Auch den A9-Chip des iPhone 6s erhält das iPad mini 4 nicht, ja nicht einmal der A8X des iPad Air 2 kommt zum Einsatz, sondern der A8-Chip des iPhone 6.

Apple hat demnach das iPad mini zwei Jahre in Folge vernachlässigt. Apple schlüsselt die Verkaufszahlen für die einzelnen Modell nicht auf, sondern veröffentlicht nur die Zahlen für eine Produktreihe. Das iPad Air 2 und das iPad mini 3 zusammengenommen hatten jedoch stagnierende bis sinkende Absatzzahlen. Wir wissen nicht, wie gut oder schlecht sich das iPad mini 3 verkauft hat. Es war aber wohl nicht gut genug, um eine größere Überarbeitung zu rechtfertigen und nicht schlecht genug, um das Produkt einzustellen oder zumindest soweit unter den Tisch fallen zu lassen, dass es auf den Event am vergangenen Mittwoch gar keinen Platz mehr bekommen hat. Apple aktualisiert schließlich auch andere Produktreihen ohne großes Aufhebens. Allenfalls eine Presseerklärung kommt bei uns an, wenn das Unternehmen einen neuen iMac auf den Markt bringt, der nur kleinere Updates erhalten hat.

Nun werden wir im kommenden Jahr sehen, wie gut sich das iPad mini 4 verkaufen wird. Apple wird uns wahrscheinlich wieder keine Zahlen nennen, sondern das iPad mini 4, das iPad Air 2 und das iPad Pro zusammenfassen. A propos iPad Air 2: Es gab gestern kein iPad Air 3 zu sehen. Möglicherweise wird Apple dieses Gerät erst nächstes Jahr vorstellen. Der Grund hierfür ist unklar. Vielleicht möchte Apple auch gar kein iPad Air 3 mehr auf den Markt bringen und den Tablet-Markt mit dem großen iPad Pro und dem iPad mini abdecken. Für das iPad Air gibt es zwischen diesen beiden iPads vielleicht einfach keinen Platz mehr. Schließlich wäre es denkbar, dass sich das iPad Air 2 schlechter verkauft hat als das iPad mini 3. Die Vernachlässigung des iPad mini könnte somit bald zu Ende sein, wenn Apple nur das iPad mini und das iPad Pro in seiner Produktpalette führt.

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bla, bla, bla

ist ja offensichtlich. Apple wollte dem iPad Pro nicht die Show stehlen und dem iPad Air und Mini mit dem gleichen Prozessor ausstatten! ich gehe davon aus, dass das Air und Mini immer eine prozessorgeneration hinter dem pro bleiben.

Das sehe ich genauso, obwohl das auch gegangen wäre wenn man ein iPad Air 3 mit einem A9 (nicht X) vorgestellt hätte.

Insofernhin wurde das Air vernachlässigt und zwar in jeder Hinsicht. Das Mini 4 wurde vorstellungsmäßig vernachlässigt, aber das Hardwareupdate geht absolut in Ordnung, entspricht es doch jetzt fast komplett einem Air 2. Wäre es mit entsprechendem Brimborium präsentiert worden, gäbe es gar nichts daran zu meckern.

In Ihrem Artikel machen Sie widersprüchliche Aussagen zum Prozessor des iPad mini 4.
Nach meinen Informationen wird es mit einem A8 Chip betrieben.
Sie schreiben einerseits in Ihrem Artikel, dass das iPad mini 4 mit einem A8 Chip betrieben wird, andererseits schreiben Sie jedoch wieder, dass das iPad mini 4 mit einem A7 Chip betrieben wird.
Welche Aussage ist zutreffend?

Ersteres. Da ist uns ein Tippfehler unterlaufen. An der Stelle ist das iPad mini 3 gemeint. Das iPad mini 4 besitzt einen A8-Chip.