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Apple will von Qualcomm eine Milliarde US-Dollar zurück

Apple verlangt von seinem Chip-Zulieferer Qualcomm rund eine Milliarde US-Dollar zurück. Mittlerweile gibt es auch eine Klage seitens Apple, weil Qualcomm, die für Apple Kommunikations-Chips herstellen, dazu nicht bereit ist.

Der Grund für Apples Forderung an Chipproduzent Qualcomm sind angeblich Rabatte, die nicht bezahlt wurden, schreibt das Wall Street Journal. Die Rückforderung ist mit einer Milliarde US-Dollar sehr üppig ausgefallen und soll sich auf Rückerstattungen aus Lizenzgebühren beziehen. Qualcomm ist seit Jahren wegen seinen Lizenzverträgen auch mit anderen Herstellern in der Kritik und besitzt zahlreiche Patente rund um das Thema Funkchips.

Qualcomm hatte Apple jahrelang günstigere Preise versprochen und im Gegenzug Exklusivität bei Funkchips gefordert. Apple meint, sich an die Vereinbarung gehalten zu haben und will das Geld bekommen.


Qualcomm rückt das Geld wohl auch aufgrund einer anderen Aktion von Apple nicht einfach so heraus. Apple hatte den südkoreanischen Wettbewerbsbehörden Informationen zu Qualcomm geliefert, die daraufhin Ende 2016 einen Millionenbetrag (rund 854 Millionen US-Dollar) als Strafe wegen wettbewerbswidrigen Verhalten gegen Qualcomm verhängt hatten. Der Umsatz von Qualcomm ist möglicherweise auch unabhängig vom Ausgang etwaiger Verfahren gefährdet. Kunden wie Samsung oder LG könnten Preise nachverhandeln wollen, heißt es bei der Agentur Bloomberg.

Die Vereinbarung zwischen Apple und Qualcomm hat die Wettbewerbshüter in den USA ebenfalls auf den Plan gebracht. Die Vergünstigungen sollen den Wettbewerb verzerrt haben. 

Bild: CoolcaesarCC-BY-SA 4.0

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