
Das iPad ist in verschiedenen Varianten zu haben. Neben dem Basismodell gibt es ein iPad mini, iPad Air sowie ein iPad Pro – die beiden letzteren in je zwei Größen. (Bild: Stefan Molz) 
Der Apple Pencil ergibt vor allem dann Sinn, wenn viel notiert, annotiert und gezeichnet wird. (Bild: Stefan Molz) 
(Bild: Stefan Molz) 
Das iPad gibt es seit 2010 und galt vielen erst als überdimensioniertes iPhone. Inzwischen hat es seinen Platz gefunden und ist mehr ein Computer als nur Tablet. (Bild: Stefan Molz)
Die Redaktion von Mac Life begleitet das iPad seit der ersten Generation. Jedes Modell durchläuft bei uns den Testparcours, jede iPadOS-Version den Redaktionsalltag – am Schreibtisch, auf dem Sofa und unterwegs. Diese Erfahrung fließt in jede Empfehlung ein: Wir sagen nicht nur, was neu ist, sondern auch, was sich davon tatsächlich lohnt – und was sich getrost überspringen lässt.
Der Spott von 2010, Apple habe bloß das iPhone aufgepumpt, hat sich gründlich erledigt. Ich persönlich bearbeite meine Fotos am liebsten auf dem iPad, denn mit Apple Pencil und Touchscreen fühlt sich das so viel unmittelbarer an als mit der Maus am Mac. Und wenn ich ehrlich bin: Vieles meiner Arbeit ließe sich längst bequem und niedrigschwelliger komplett auf dem iPad erledigen. Eleganter, portabler. Wäre ich zwanzig Jahre später geboren und hätte ich einen Job, in dem der Mac nicht mein zentrales Arbeitsmittel wäre, wäre das iPad vermutlich ganz selbstverständlich der Computer meiner Wahl. – Stefan Molz
Die iPad-Geschichte: vom belächelten Tablet zum Apple-Silicon-Rechner
Als Steve Jobs das iPad im Januar 2010 präsentierte, verortete er es ausdrücklich zwischen iPhone und Mac – eine dritte Gerätekategorie, deren Existenzberechtigung damals viele bezweifelten. Die Zweifel hielten sich nicht lange: Schon die erste Generation verkaufte sich millionenfach. 2012 folgte das kompakte iPad mini, 2013 das schlanke iPad Air. Den entscheidenden Richtungswechsel markierte 2015 das erste iPad Pro samt Apple Pencil – aus dem Konsumgerät wurde ein Werkzeug für Kreative und Profis. 2019 spendierte Apple dem Tablet mit iPadOS ein eigenes Betriebssystem, das sich seither Schritt für Schritt vom iPhone emanzipiert. Der vorerst größte Meilenstein: Seit 2021 arbeiten in iPad Pro und iPad Air dieselben M-Chips wie in den Macs. Mit Apple Silicon, üppigem Arbeitsspeicher und schnellem Festspeicher ist das iPad heute ein vollwertiger Rechner in Tablet-Gestalt – die Frage lautet längst nicht mehr, ob es genug kann, sondern wofür es zum Einsatz kommt.
Welches iPad passt zu mir? Die Kaufberatung
Apples iPad-Palette reicht vom Einsteigermodell für deutlich unter 500 Euro bis zum iPad Pro, das in Vollausstattung die Preisregion eines MacBook Pro erreicht. Die gute Nachricht: Ein schlechtes iPad gibt es nicht – nur das falsche für den jeweiligen Einsatzzweck. Wer hauptsächlich liest, surft und streamt, fährt mit dem Standard-iPad bestens; das iPad mini empfiehlt sich für alle, die ihr Tablet ständig dabeihaben wollen. Das iPad Air trifft den besten Kompromiss aus Leistung und Preis – warum, zeigt unser Test des iPad Air mit M4-Chip. Das iPad Pro lohnt sich vor allem für Kreative, die Display-Qualität und Rechenleistung tatsächlich ausreizen. Welche Speichergröße, welche Displaydiagonale und ob es Mobilfunk sein muss, klärt unsere große iPad-Kaufberatung – inklusive der ehrlichen Einordnung, wann das günstigere Modell schlicht die klügere Wahl ist.
Das iPad im Alltag: Tipps, die den Unterschied machen
Das iPad gibt sich auf den ersten Blick selbsterklärend – und verbirgt darunter erstaunlich viel. Mit dem Stage Manager lassen sich mehrere App-Fenster frei auf dem Bildschirm anordnen, per Splitscreen arbeiten zwei Apps nebeneinander, und handschriftliche Notizen wandelt das System auf Wunsch direkt in Text um. Auch die Dateien-App hat sich vom Feigenblatt zum brauchbaren Datei-Manager gemausert. Viele dieser Funktionen liegen brach, weil niemand von ihnen erzählt – genau dafür gibt es die Workshops der Mac Life. Und wenn etwas hakt, der Apple Pencil sich etwa nicht verbinden will oder iCloud nicht synchronisiert, helfen unsere Lösungen für Stage Manager, iCloud und Apple Pencil weiter. Die Erfahrung aus der Redaktion zeigt: Wer sich eine halbe Stunde mit den Multitasking-Gesten beschäftigt, nutzt sein iPad danach spürbar anders – nämlich häufiger.
Zubehör: Apple Pencil, Tastaturen und Hüllen
Kaum ein Apple-Gerät gewinnt durch Zubehör so viel hinzu wie das iPad. Der Apple Pencil macht aus dem Tablet ein Notizbuch und eine Leinwand – wer einmal Fotos mit dem Stift retuschiert oder Dokumente direkt auf dem Display unterschrieben hat, möchte nicht mehr zurück. Eine Tastatur wiederum verwandelt das iPad in ein kompaktes Schreibgerät: Apples Magic Keyboard ist die elegante, aber kostspielige Lösung; Alternativen von Logitech und anderen Herstellern leisten für deutlich weniger Geld erstaunlich viel. Eine Hülle gehört ohnehin dazu – das dünne Aluminiumgehäuse dankt es. Wichtig beim Kauf: Pencil-Generation und Tastatur müssen zum jeweiligen Modell passen, und Apple pflegt hier eine gewisse Unübersichtlichkeit. Unsere Tests nennen deshalb stets präzise, welches Zubehör mit welchem iPad harmoniert – bevor es die Kasse tut.
iPadOS und Software: Das System macht den Unterschied
Die beste Hardware nützt wenig ohne die passende Software – und hier spielt das iPad seine vielleicht größte Stärke aus. Der App Store hält für nahezu jeden Zweck herausragende Tablet-Apps bereit: Procreate fürs Zeichnen, LumaFusion für den Videoschnitt, GoodNotes für handschriftliche Notizen. Dazu kommen Apples eigene Produktiv-Apps, die nichts kosten und mehr können, als ihr Ruf vermuten lässt. Mit Apple Intelligence hält zudem Künstliche Intelligenz Einzug auf dem Tablet – von der Textüberarbeitung bis zur Bildbereinigung, verarbeitet direkt auf dem Gerät. Nicht jede dieser Funktionen erweist sich im Alltag als gleichermaßen nützlich; welche sich lohnen und welche eher Schaufenster-Charakter haben, ordnen unsere Artikel regelmäßig ein. So bleibt das iPad, was es sein soll: ein Gerät, das sich seinen Aufgaben anpasst – nicht umgekehrt.

Stefan beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Computern – angefangen beim „Brotkasten", dem C64, und Amiga 500, lange bevor Apple-Geräte seinen Alltag bestimmten. Der eigentliche Einstieg in die Mac-Welt führte über die Musikproduktion: Über die Magazine Keyboards, Keys und Beat führte ihn sein Weg schließlich zur Mac Life, deren Website er seit 2007 verantwortet. Seit 2023 ist er zudem Chefredakteur des gedruckten Magazins.
Besonders faszinieren ihn die Schnittstellen zwischen Technik und Kreativität – vom Mac als Werkzeug für Musik, Foto und Video hin zu neuen Apple-Technologien wie Vision Pro oder KI-Funktionen. Wenn Stefan nicht gerade neue Apple-Hardware testet, fotografiert er mit Vorliebe aus ungewöhnlichen Perspektiven, gerne per Drohne oder seiner Mittelformatkamera.
Neben der Redaktion ist er außerdem Host des Apple-Podcasts „Schleifenquadrat". Seine Begeisterung für Musik & Sounds begleitet ihn bis heute. Kein Wunder, denn Anfang der 2000er-Jahre etwa wirkte er unter anderem an Samples mit, die Teil von Logic Pro wurden.
























