Vor dem offiziellen Start der neuen iPad-Air-Modelle mit M4-Chip sind erste Benchmark-Ergebnisse aufgetaucht, die einen Einblick in die Leistungsfähigkeit der kommenden Tablets geben. Die Daten zeigen, wie sich das neue Modell im Vergleich zur Vorgängergeneration mit M3-Chip schlägt – und wo es im Vergleich zum iPad Pro einzuordnen ist.
- Das iPad Air M4 ist 17,3 Prozent schneller im Single-Core-Test und 7,9 Prozent schneller im Multi-Core-Test als das M3-Modell.
- Mit 8 CPU-Kernen und 9 GPU-Kernen bleibt es hinter dem M4 iPad Pro zurück, das bis zu 10 CPU-Kerne bietet.
- Vorbestellungen starten am 4. März, der Verkauf beginnt am 11. März bei gleichbleibenden Preisen ab 649 Euro.
Deutliche Performance-Steigerung gegenüber dem M3-Modell
Zwei auf Geekbench veröffentlichte Benchmark-Ergebnisse des 13 Zoll großen iPad Air M4 mit Wi-Fi + Cellular (iPad16,11) zeigen eine spürbare Leistungssteigerung. Im Single-Core-Test erreichte das neue Modell durchschnittlich 3.576 Punkte, was einer Verbesserung von 17,3 Prozent gegenüber dem iPad Air M3 entspricht. Bei der Multi-Core-Performance liegt der Zuwachs bei 7,9 Prozent mit durchschnittlich 12.591 Punkten.
Zum Vergleich: Das iPad Air M3 der vorherigen Generation kommt auf durchschnittlich 3.048 Punkte im Single-Core-Test und 11.667 Punkte im Multi-Core-Test. Die Leistungssteigerung ist somit messbar, auch wenn sie nicht spektakulär ausfällt.
Technische Unterschiede zum iPad Pro
Das iPad Air M4 ist mit einem 8-Kern-Prozessor ausgestattet, der drei Performance-Kerne und fünf Effizienz-Kerne kombiniert. Dazu kommt eine 9-Kern-GPU. Apple hatte den M4-Chip bereits im iPad Pro eingesetzt, allerdings dort mit bis zu zehn CPU-Kernen und einer 10-Kern-GPU. Entsprechend fällt die CPU-Performance des iPad Air etwas geringer aus als beim teureren Pro-Modell.
Geekbench ist eine plattformübergreifende Benchmark-Software, die die Prozessorleistung von Computern, Tablets und Smartphones misst. Das Tool führt verschiedene rechenintensive Aufgaben aus und vergibt Punktzahlen für Single-Core- und Multi-Core-Performance. Die Ergebnisse ermöglichen einen direkten Vergleich zwischen verschiedenen Geräten und Prozessorgenerationen.
Das 13 Zoll große M4 iPad Pro erreicht in den Geekbench-Tests einen Single-Core-Wert von 3.704 Punkten und einen Multi-Core-Wert von 13.805 Punkten. Damit liegt es 3,6 Prozent vor dem iPad Air bei der Single-Core-Leistung und 9,6 Prozent bei der Multi-Core-Performance. Der Unterschied ist also vorhanden, dürfte sich im Alltag für die meisten Anwendungsszenarien aber kaum bemerkbar machen.
Weitere Neuerungen des iPad Air M4
Neben dem leistungsstärkeren Chip bringt das neue iPad Air weitere Verbesserungen mit sich. Der Arbeitsspeicher wurde von acht auf zwölf Gigabyte erhöht, was besonders für rechenintensive Aufgaben und Apple Intelligence von Vorteil ist. Die Speicherbandbreite stieg von 100 Gigabyte pro Sekunde auf 120 Gigabyte pro Sekunde.
Mit Apples eigenem N1-Chip erhält das iPad Air zudem Unterstützung für Wi-Fi 7 und Bluetooth 6. Apple verspricht damit eine verbesserte Drahtlos-Performance, insbesondere bei Verbindungen zu 5-Gigahertz-Netzwerken. Auch Features wie AirDrop und der persönliche Hotspot sollen davon profitieren.
Die Cellular-Varianten setzen erstmals auf Apples hauseigenes C1X-Modem, das laut Hersteller bis zu 50 Prozent schnellere Mobilfunkverbindungen bei gleichzeitig 30 Prozent weniger Stromverbrauch ermöglichen soll.
Verfügbarkeit und Preise bleiben stabil
Das neue iPad Air M4 kann ab dem 4. März um 15:15 Uhr vorbestellt werden, der Verkaufsstart erfolgt am 11. März. Die Preisgestaltung bleibt unverändert: Das 11-Zoll-Modell startet bei 649 Euro, die 13-Zoll-Variante bei 849 Euro. Erhältlich sind die Tablets in den Farben Blau, Violett, Polarstern und Space Grau mit Speicheroptionen von 128 Gigabyte bis zu einem Terabyte.
Am Design hat Apple nichts verändert. Das iPad Air behält sein LCD-Display mit bis zu 500 Nits Helligkeit, die 12-Megapixel-Kameras vorne und hinten sowie den Touch-ID-Einschaltknopf. Kompatibilität besteht weiterhin mit dem Magic Keyboard und dem Apple Pencil Pro.







