Neue Statistiken über Geheimdienstanfragen

Apple und die NSA: Ein ganz klein wenig mehr Transparenz

Kurz nachdem sich Apple-CEO Tim Cook in einem TV-Interview öffentlich zum Thema NSA und Transparenz kritisch geäußert hat, gibt es jetzt neue Zahlen über die Geheimdienstanfragen. Nach einer Entscheidung des Justizministeriums ist ab sofort etwas mehr Transparenz bei der Offenlegung erlaubt. Apple hat deshalb neue Zahlen für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2013 veröffentlicht.

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Unter 249 Anfragen wurden im ersten Halbjahr 2013 von der NSA an Apple gestellt. Diese Statistik hat Apple nun auf der Website zur Verfügung gestellt:

Der gesamte Bericht kann bei Apple als PDF geladen werden (Download, 40 kb). Apple gibt darin an, unter 249 Anfragen erhalten zu haben - Nutzer sollen sich damit einen besseren Überblick über den tatsächlichen Umfang der Abfragen machen können.

Das Justizministerium hatte nach Klagen von Facebook, Google, LinkedIn, Microsoft und Yahoo erlaubt, Anfragen der Geheimdienste zur Offenlegung von Kundendaten über zwei verschiedene Metriken öffentlich zu machen: Entweder, ein Unternehmen berichtet in 250-Schritten über die eingegangenen Anfragen, oder in 1000-Schritten und dann mit weiteren Einzelheiten wie dem rechtlichen Ermittlungsgrund oder Nennung der anfragenden Behörde.

Mitte Januar hatte US-Präsident Barack Obama die neuen Richtlinien vorgestellt, an die sich Unternehmen halten müssen. Die Gag Order, das staatlich verordnete Redeverbot zu den Behördenermittlungen, ist damit gelockert. Behördenanfragen können jetzt zwar noch immer nicht konkret benannt werden. Sie werden aber durch die neuen Größenordnungen zumindest etwas genauer. 

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"Unter 249 Anfragen wurden im ersten Halbjahr 2013 von der NSA an Apple gestellt."

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