Online-Officelösung von Apple

WWDC 2013: „iWork für iCloud“ angekündigt, Beta-Test gestartet

iWork.com war zu wenig mehr als zum Betrachten von iWork-Dokumenten zu gebrauchen und schaffte es nie aus der Beta-Testphase. Mit iWork for iCloud startet Apples Office-Suite das Web-Comeback und ist diesmal wirklich im Browser angekommen.

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iWork für iCloud bietet die Bearbeitungsfunktionen, die bei iWork.com noch vermisst wurden: Neue Pages-Dokumente lassen sich erstellen, bestehende bearbeiten und Vorlagen nutzen. Bilder werden vom Desktop in den Browser gezogen, die iWork-Apps verhalten sich im Browser nicht anders als in ihrer ursprünglichen Form als Desktop-App.

Die Kompatibilität betonte Apple und zeigte, wie iWork Microsoft-Office-Dokumente öffnet. Die iWork-Webanwendung ist mit allen modernen Webbrowsern kompatibel und läuft auf dem PC wie auf dem Mac. Damit das noch deutlicher wird, ist auf der iWork-Website gleich dreimal ein Notebook zu sehen, das nicht von Apple stammt. Alle drei Programme - Pages, Keynote und Numbers - sind vertreten. Die iWork-Beta steht zunächst allen Entwicklern offen, später dürfen auch iCloud-Anwender teilnehmen.

Über iWork für den Browser wurde früher spekuliert, mit der Einstellung von iWork.com schien Apple sich aber bereits wieder ganz aus den Webdiensten zurückzuziehen, die ohnehin nicht unbedingt als Stärke des Mac-Herstellers gelten. Nun hat man sich aber doch entschlossen, den Markt für Online-Office-Anwendungen nicht Microsoft und Google zu überlassen. Google wirbt mit dem eigenen Online-Office aggressiv um Kunden und versucht die Chromebooks mit Niedrigpreisen in den Markt zu drücken.

Apple muss nun unter Beweis stellen, dass die iWork-Weiterentwicklung aktiv vorangetrieben wird. Sollte iWork für iCloud so gepflegt werden wie iWork für den Mac, dürfte es Apple schwer fallen, gegen die Konkurrenz zu bestehen. In jedem Fall wird die iCloud durch iWork deutlich gestärkt: Die Apple-Cloud ist in Zukunft mehr als Online-Backup, Fotostream oder Datensynchronisierung.

Die iWork für iCloud Beta startet im Herbst. Später möchte Apple Versionierung, Bearbeiten von Chart-Grafiken, Tabellen-Bearbeitung in Pages und Keynote und eine Druckfunktion nachliefern. Auch die Firefox-Unterstützung steht noch auf der To-Do-Liste, iWork for iCloud ist zum Start mit Safari 6, Chrome 27 und Internet Explorer 9 kompatibel.

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