Presseschau

So schneidet das iPad Pro 9,7 Zoll in ersten Tests ab

Das neue, kleine iPad Pro mit 9,7 Zoll großem Bildschirm kann zwar schon vorbestellt werden, doch erhältlich ist es noch nicht. Einige Testberichte aus aller Welt wurden dennoch bereits veröffentlicht, weil Apple einigen Medien das neue Tablet vorab zum Ausprobieren schickte. Neben positiven Meinungen gibt es auch Kritik.

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Das iPad Pro 9,7 Zoll wurde von der Presse überwiegend freundlich beurteilt. Allerdings handelt es sich bisher nicht um intensive Tests der Fachpresse sondern eher um Meinungen der Publikumspresse. Es wird sicherlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis tiefgreifende Tests erscheinen.

Alle Tester sind mit der technischen Leistung des Geräts sehr zufrieden. Mehrere Publikationen gingen auf die von Apple beworbene Funktion des Tablets als Computer-Ersatz ein.

iMore schreibt, dass im Pad Pro 9,7 alles konzentriert sei, was beim 12,9 Zoll großen Pro toll sei. Das neue Gerät sei aber genauso gut tragbar wie ein iPad Air 2. Die Kamera sei besser geworden als beim großen Bruder. Die Punktdichte sei beim kleinen und großen Pro gleich hoch (264 dpi), so dass der Bildeindruck in beiden Fällen stimmt.

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Das kleine Modell sei aber das erste iPad, das den DCI-P3-Farbraum abdeckt, den auch digitale Kinoprojektoren erfüllen. Auch der iMac mit 5K-Display kann das. Die Farben wirken lebendiger als beim iPad Air 2. Das True Tone Display sei besonders Clever, meint iMore. Es passt die Farbtemperatur des Displays der der Umgebung mit Hilfe von Sensoren an. Das Bild sehe dadurch immer gleich gut aus.

Die geringere RAM-Ausstattung von 2 GByte gegenüber dem iPad Pro wird jedoch als wenig zukunftsträchtig bemängelt. Derzeit wirke sich die geringere RAM-Ausstattung aber nicht spürbar aus. Wer mit dem Rechner häufig Daten austausche, werde zudem bemerken, dass beim kleinen iPad Pro keine USB 3.0-Schnittstelle verbaut wurde. Das leicht herausstehende Kameraobjektiv sorgte auch beim Zeichnen mit dem Apple Pencil nicht für Probleme etwa durch Kippeln, so iMore.

Interessant sei das Gerät für alle, die ein altes iPad besitzen und für diejenigen, die einen mehrere Jahre alten PC verwenden und ein Upgrade suchen.

ArsTechnica empfiehlt Besitzern des iPad Air und oder älterer Geräte  das Update, doch Nutzer des iPad Air 2 sollten sich überlegen, ob sie die Stifteingabe benötigen. Ansonsten sei eine Neuanschaffung rational eher nicht begründbar. 

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel schreibt in seinem iPad Pro-Test, das Gerät wolle so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau der Computertechnik sein. Auch in diesem Test wird die Leistungsfähigkeit des neuen Tablets positiv beurteilt.

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Die True-Tone-Technik des Bildschirms zum Anpassen des Weißabgleichs sorgt dafür, dass der Bildschirminhalt unabhängig von der Umgebungsbeleuchtung immer die gleichen Farben zeige. Als Unterwegscomputer könnte sich der Tester gerade in Kombination mit dem Smart Keyboard nichts Besseres vorstellen.

Kritisiert wurde aber der hohe Preis des Geräts. In der LTE-Ausführung mit 256 GByte Flashspeicher, Smart Keyboard und Apple Pencil liege der Preis bei 1477 Euro und damit höher als der des MacBook Air mit 13 Zoll.

Techradar hat sich das kleine Pro ebenfalls vorgenommen. Im Test wird kritisiert, dass beim Basismodell nur 32 GByte Flash-Speicher eingebaut wurden. Erst mit 128 GByte sei man gut bedient, doch diese Version sei nicht billig. Die vier Lautsprecher des kleinen Pro seien doppelt so laut wie die des vorhergehenden Modells. Das mache das Gerät zusammen mit dem verbesserten Display zur Medienmaschine schlechthin.
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Die hohe Prozessorleistung veranlasste die Tester zu einem Gedankenspiel: Wie schnell wäre wohl OS X auf diesem Tablet wohl? Die Publikation wünscht sich dringend ein Tablet, auf dem Apples Desktop-Betriebssystem läuft. Apple schließt das bisher aus.

The Verge hat das iPad Pro mit 9,7 Zoll großem Bildschirm ebenfalls kurz untersucht und kritisiert unter anderem das Design. Die Kunststoffrille auf der Rückseite, mit deren Hilfe der WLAN- und Mobilfunkempfang möglich wird, sei nun wahrlich nicht schön und ein Rückschritt. Auch das herausstehende Objektiv des iPad Pro findet keinen Anklang bei den Testern.

Kann das iPad Pro die Tablet-Verkäufe wieder ankurbeln? Diese Frage stellt sich The Verge auch und kommt zu dem Schluss, dass es offenbar leichter sei, die Millionen von Anwendern mit 5 Jahre alten PCs als neue Kunden zu gewinnen als Nutzer, die schon ein iPad besitzen. Ob das Apple hilft? Schließlich sanken die iPad-Verkäufe im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 21 Prozent.

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