Epic Games hat sich mit der US-amerikanischen Handelsmission FTC auf über eine halbe Milliarde US-Dollar Strafzahlungen geeinigt.
Epic Games hatte die Privatsphäre von Kindern absichtlich verletzt und und gegen den Children's Online Privacy Protection Act (COPPA) verstoßen. Zu den Verstößen gegen den Datenschutz für Kinder gehört, dass Kinder und Jugendliche beim Spielen von Fortnite über das Internet per Sprachkommunikation mit Fremden zusammengebracht werden konnten. Die Funktion war standardmäßig aktiviert, unabhängig vom Alter.
"Kinder und Jugendliche wurden schikaniert, bedroht, belästigt und gefährlichen und psychologisch traumatisierenden Themen wie Selbstmord ausgesetzt, während sie Fortnite spielten", behauptet die FTC. Das Unternehmen sammelte auch persönliche Daten von Kindern ohne elterliche Zustimmung.
Fortnite nutzte zudem die Interface-Technik Dark Pattern, um Spieler zu Käufen zu verleiten und ermöglichte es Kindern, ohne Genehmigung ihrer Eltern Käufe zu tätigen, und sperrte Konten von Spielern, die gegen die Abbuchungen vorgingen. Dem Vergleich nach muss Epic Games 245 Millionen US-Dollar an die so getäuschten Verbraucher zurückzahlen.
Solche Fälle von fehlendem Verbraucherschutz sind nicht ohne Beispiel. Wie <#LINK TEXT="9to5Mac" URL="https://9to5mac.com/2022/12/19/epic-games-at-war-with-the-app-store-fined-520m-by-ftc-for-violating-childrens-privacy/"> berichtet, wurde Apple schon 2014 von der FTC gezwungen, 32,5 Millionen US-Dollar an Kunden zurückzuerstatten, weil das Unternehmen in ähnlicher Weise Käufe im App Store ohne angemessene elterliche Kontrolle erlaubt hatte.
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