Tipps & Praxis

macOS-Crashkurs: Einstieg ohne Fachchinesisch

Das neue MacBook Neo zeigt: Apple wendet sich verstärkt an Mac-Neulinge. Doch wer neu am Mac ist, muss das System und seine Funktionen erst kennenlernen. Wir helfen Ihnen beim Umstieg auf den neuen Computer.

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Der erste Kontakt mit dem Mac kann eine schwierige Hürde sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Mac Ihr erster Computer ist oder ob Sie bereits Erfahrungen mit Windows gemacht haben. Wer ein iPhone nutzt, erkennt zwar viele Funktionen und Bezeichnungen wieder. Dennoch kann die Fülle an neuen Funktionen und Konzepten schnell überfordern. Mit unserem Crashkurs gibt es Hilfe. Wir erklären Ihnen die wichtigsten Funktionen und Konzepte.

1: Der Schreibtisch

Die erste Ansicht nach dem Einschalten und erfolgreichen Anmelden auf dem Mac ist der Schreibtisch. Hinter dieser Metapher verbirgt sich eine Ablage für Dateien und Ordner, die wie in der analogen Welt funktioniert. Zu Hause und im Büro tummeln sich (meistens) viele verschiedene Dinge auf dem physischen Schreibtisch. Auf dem Mac ist das nicht anders. Wer bereits einen Windows-PC nutzt, kennt das Konzept schon. Allerdings kennt der Mac-Schreibtisch einige Tricks, die es bei einem Windows-Computer nicht gibt. So können Sie mit einem Sekundärklick auf den Schreibtisch „Widgets bearbeiten …“. Dies sind kleine App-Fenster, die Sie auf den Schreibtisch „kleben“ können, um unter anderem das Wetter oder den Ladestand Ihrer AirPods zu verfolgen. Ebenfalls mit einem Sekundärklick können Sie das „Hintergrundbild ändern …“, um die Schreibtischunterlage zu ändern.

2: Das Dock

Auf der unteren Bildschirmseite des Schreibtisches finden Sie das Dock. Dieser Streifen ist bestückt mit App-Symbolen und funktioniert ähnlich wie das Dock auf dem iPhone. Hier können Sie schnell und einfach Ihre wichtigsten Anwendungen finden und öffnen. Auf der rechten Seite finden Sie App-Symbole hinter einer Trennlinie. Dies sind die zuletzt geöffneten Apps, die noch keinen festen Platz im Dock erhalten haben. Damit diese dauerhaft im Dock bleiben, ziehen Sie diese Symbole mit gedrückter Maustaste über die Trennlinie hinweg und lassen diese dann los. Weiter rechts finden Sie Ihre Downloads als Stapel wieder. Daneben können Sie einzelne Dateien oder weitere Ordner ablegen, um schneller auf diese zugreifen zu können. Ganz rechts im Dock finden Sie den Papierkorb.

3: Der Papierkorb

Der Papierkorb befindet sich ganz rechts im Dock und sammelt alle Dateien und Ordner, die Sie löschen möchten, aber noch nicht endgültig gelöscht haben. Um eine Datei oder einen Ordner in den Papierkorb zu legen, ziehen Sie diese einfach mit gedrückter Maustaste zum Papierkorb und lassen erst los, wenn die Datei oder der Ordner auf dem Papierkorb liegen. Ein Klick auf den Papierkorb öffnet diesen. Mit einem Sekundärklick auf einzelne Symbole im Papierkorb können Sie diese „Zurücklegen“, falls Sie sich geirrt haben. Mit „Sofort löschen …“ und der anschließenden Bestätigung auf dem roten „Löschen“-Knopf löschen Sie diese Dateien oder Ordner unwiderruflich. Falls Sie alle Dateien und Ordner im Papierkorb löschen möchten, können Sie das mit dem Knopf „Entleeren“ im Fenster rechts oben erledigen.

4: Die Menüleiste

Am oberen Bildschirmrand finden Sie die Menüleiste. Auf der linken Hälfte dieser unsichtbaren Randleiste finden Sie ein Apfel-Symbol und verschiedene Texteinträge. Mit einem Klick auf das Apfel-Symbol öffnen Sie das Menü zu verschiedenen Funktionen rund um Ihren Mac. Dort können Sie den Computer ausschalten oder den Bildschirm sperren. Rechts neben dem Apfel finden Sie den Namen der gerade aktiven App. In den weiteren Einträgen rechts daneben sehen Sie verschiedene Funktionen rund um diese App. Jeder Klick auf einen Eintrag öffnet ein Menü zu dieser Überschrift. Diese Menüs helfen Ihnen bei der Benutzung der jeweiligen Anwendung und liefern eine nützliche Übersicht der wichtigsten Funktionen. Es lohnt sich also, bei jeder App durch diese Menüs zu stöbern, um vielleicht versteckte oder bisher unbekannte Funktionen zu entdecken.

5: Das Kontrollzentrum

Auf der rechten Hälfte der Menüleiste finden Sie verschiedene Symbole. Diese hinterlegt der Mac für spezielle Funktionen, wie zum Beispiel WLAN-Verbindungen. Apps können dort ebenfalls eigene Symbole ablegen. Das Zeichen mit zwei Schiebereglern öffnet das Kontrollzentrum und ist ebenfalls vom iPhone bekannt. Sie finden das Symbol links neben dem Siri-Zeichen und der Uhrzeit. Mit einem Klick auf das Symbol öffnet sich ein Menü in der rechten oberen Ecke des Mac-Bildschirms. Hier finden Sie nun einzelne Schalter zu verschiedenen Apps und Systemfunktionen. Sie können unter anderem die Audiowiedergabe ändern, die Bildschirmhelligkeit anpassen oder Bluetooth deaktivieren. Der Knopf „Steuerelemente bearbeiten“ öffnet die Einstellungen für das Kontrollzentrum. Jetzt ziehen Sie einzelne Knöpfe auf die freien Flächen im Kontrollzentrum, um diese dort abzulegen und künftig wiederzufinden. Im linken Reiter navigieren Sie durch die einzelnen Funktionen und Apps, die eigene Knöpfe für das Kontrollzentrum anbieten.

6: Suchen mit Spotlight

Wer den Mac nutzt, wird sich Gedanken um die Ordnung und Ablage von Dateien machen. Damit Sie diese schneller wiederfinden, gibt es auf dem Mac eine umfangreiche Suchfunktion. Diese nennt sich „Spotlight“ und sitzt ebenfalls in der Menüleiste. Mit einem Klick auf das Lupensymbol öffnen Sie das Spotlight-Suchfenster. Hier tippen Sie ein, wonach Sie suchen. Das können Namen von Apps, Dateien oder Ordner sein. Die Spotlight-Suche kann darüber hinaus innerhalb von Dateien suchen und finden, unter anderem Text von PDF-Dateien oder Schilder auf Ihren Schnappschüssen. Die Spotlight-Suche kann ebenso Informationen aus dem Internet einbeziehen und beispielsweise Einträge in der Wikipedia finden. Ihre eigenen Dateien sendet der Mac dabei aber nicht ins Internet, sodass Ihre Daten geschützt bleiben.

7: Dateien nutzen mit dem Finder

Was auf dem Windows-PC als „Explorer“ vielleicht schon bekannt ist, nennt der Mac „Finder“. Mit dieser App navigieren Sie durch die verschiedenen Ordner und Verzeichnisse auf Ihrem Computer. Der Finder ist im Dock ganz links zu finden. Mit einem Klick auf das Symbol mit dem freundlichen Gesicht öffnen Sie ein Finder-Fenster. Hier finden Sie in der linken Spalte bei „Favoriten“ Ihre wichtigsten Ablagen. „Schreibtisch“ sammelt alle Dateien und Ordner, die Sie auf dem Schreibtisch abgelegt haben. „Programme“ zeigt alle Apps, die auf Ihrem Mac installiert sind. Bei „Dokumente“ können Sie eigene Ordner zur Ablage wichtiger Dokumente hinzufügen. Wie das geht, erklären wir im Workshop. Das „Downloads“-Verzeichnis sammelt alle geladenen Dateien, insbesondere Downloads vom Browser oder gespeicherte E-Mail-Anhänge.

So funktionieren Fenster auf dem Mac

(Bild: Screenshot)

Mit den drei Ampel-Knöpfen schließen, minimieren oder maximieren Sie jedes Fenster.
Mit den drei Ampel-Knöpfen schließen, minimieren oder maximieren Sie jedes Fenster. (Bild: Screenshot)

Ganz egal, welche App Sie öffnen, die verschiedenen Fenster besitzen Gemeinsamkeiten. Besonders wichtig dabei sind die drei Ampel-Knöpfe links oben in jeder Fensterecke. Damit verändern Sie das Fenster. Der rote Knopf mit dem X schließt das aktuelle Fenster. Dabei beendet der Mac die App nicht komplett, sondern lässt diese im Hintergrund weiterarbeiten. Lediglich bei einem Browser-Fenster kann es passieren, dass beim Schließen des Fensters der aktuelle Vorgang unterbrochen wird. Deshalb sollten Sie bei Apps wie Safari vorsichtig mit diesem Knopf arbeiten. Der gelbe Knopf mit dem Minus-Zeichen schrumpft das Fenster zusammen und legt es ganz rechts im Dock ab. Das ist besonders nützlich, wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt zur App zurückkehren und auf gar keinen Fall Prozesse beenden möchten. Denn während die App im Dock wartet, arbeitet die Anwendung weiter. Der grüne Knopf mit den zwei kleinen Dreiecken aktiviert den Vollbildmodus. In dieser Ansicht blendet der Mac das Dock und die Menüleiste aus und füllt den gesamten Bildschirm mit dem aktuellen App-Fenster. Das ist nützlich, wenn Sie sich auf eine einzige Sache konzentrieren möchten.

So geht’s: einen neuen Ordner erstellen

Schritt 1

(Bild: Screenshot)

Um einen neuen Ordner anzulegen, öffnen Sie zunächst den Finder. Das ist das freundliche Gesicht ganz links im Dock. Im Finder navigieren Sie dann dorthin, wo Sie den neuen Ordner anlegen möchten.

Schritt 2

(Bild: Screenshot)

Jetzt klicken Sie in der Menüleiste am oberen Bildschirmrand auf „Ablage“ und wählen dort den zweiten Eintrag namens „Neuer Ordner“. Der Mac erstellt nun einen neuen Ordner mit dieser Bezeichnung als Namen.

Schritt 3

(Bild: Screenshot)

Anschließend tippen Sie den Namen Ihres neuen Ordners ein und bestätigen mit der Enter-Taste. Um den Namen zu ändern, wählen Sie den Ordner aus und navigieren in der Menüleiste zu „Ablage > Umbenennen“.

(Bild: Screenshot)

Arbeiten mit mehreren Fenstern

Anders als auf dem iPhone kann die Arbeit auf dem Mac mehrere Fenster von unterschiedlichen Apps gleichzeitig benötigen. Damit Sie den Überblick behalten, gilt es, einige Tricks und Kniffe zu beachten. Sie können App-Fenster mit gedrückter Maustaste verschieben, falls diese übereinanderliegen. Dazu „packen“ Sie das Fenster in einer freien Fläche am oberen Fensterrand und verschieben es. Wenn Sie den Überblick verloren haben und ein bestimmtes Fenster suchen, dann aktivieren Sie „Mission Control“. Diese Ansicht schiebt alle Fenster für einen kurzen Moment geordnet nebeneinander. Mission Control aktivieren Sie auf der Mac-Tastatur mit der „F3“-Taste. Ein Klick auf das gesuchte Fenster bringt dieses anschließend in den Vordergrund. Falls Sie die Größe des Fensters verändern wollen, dann können Sie dies ebenfalls mit dem Mauszeiger erledigen. Zunächst schieben Sie diesen in die Fensterecke rechts unten. Hier verwandelt sich der Mauszeiger zu einer Klammer mit zwei kleinen Dreiecken. Wenn Sie jetzt die Maustaste gedrückt halten und den Zeiger verschieben, dann passen Sie die Fenstergröße an.

Dateien mit AirDrop austauschen

Die AirDrop-Funktion kann Dateien drahtlos an den Mac senden oder von ihm verschicken, allerdings nur in lokaler Umgebung.
Die AirDrop-Funktion kann Dateien drahtlos an den Mac senden oder von ihm verschicken, allerdings nur in lokaler Umgebung. (Bild: Screenshot)

Mit der AirDrop-Funktion tauschen Sie Dateien drahtlos zwischen Ihren Apple-Geräten aus. Das funktioniert ebenfalls mit dem Mac, der wiederum an alle anderen Apple-Geräte Dateien versenden oder von diesen erhalten kann. Die AirDrop-Funktion finden Sie im Finder in der linken Seitenspalte. Klicken Sie auf den Eintrag und im Finder-Fenster öffnet sich die AirDrop-Ansicht. Hier tauchen Ihre eigenen Geräte oder die Geräte von Ihren Kontakten auf. Falls Ihr Mac beim anderen Gerät nicht auftaucht, klicken Sie auf die blaue Schrift unten und wählen bei der Sichtbarkeit „Alle“ aus. Diese Einstellung sollte ebenfalls beim anderen Gerät gewählt werden. Möglicherweise müssen Sie für den Verbindungsaufbau einen Zahlencode zwischen den Geräten austauschen. Nun können Sie die gewünschte Datei versenden, indem Sie diese auf dem Mac mit gedrückter Maustaste auf den Namen des Kontaktes ziehen und dort loslassen. Anschließend kopiert der Mac auf das ausgewählte Gerät.

Die Mac-Tastatur

(Bild: Screenshot)

Die Mac-Tastatur bietet einige besondere und nützliche Tasten. Beispielsweise öffnen Sie mit der Globustaste (1) die Emoji-Auswahl bei jeder beliebigen Texteingabe. Der Touch-ID-Sensor im Ein-/Ausschalter (2) scannt Ihren Fingerabdruck und erspart das Eingeben von Passwörtern. Die Funktionstasten am oberen Rand (3) ermöglichen schnelle Einstellungsänderungen. Die beiden Sonnen auf F1 und F2 ändern die Bildschirmhelligkeit. Falls Sie die Übersicht auf dem Bildschirm verlieren, dann drücken Sie F3 und alle Fenster schieben sich nebeneinander, sodass Sie das Gesuchte schnell wiederfinden. Mit der Lupe auf F4 öffnen Sie die Spotlightsuche. Das Mikrofon auf F5 startet die Diktierfunktion. Halten Sie diese Taste gedrückt, um Siri zu starten. Der Mond auf F6 aktiviert oder deaktiviert den Nicht-Stören-Modus. Die Tasten F7 bis F9 navigieren durch Medien wie Musik oder Filme. Die Tasten F10 bis F12 schalten den Mac stumm beziehungsweise lauter oder leiser.

Das Trackpad

(Bild: Screenshot)

Jedes MacBook bietet unterhalb der Tastatur ein großes Trackpad, mit dem Sie den Mauszeiger steuern. Für Desktop-Macs können Sie es separat kaufen. Ähnlich wie am iPhone können Sie den Mac mit verschiedenen Gesten steuern. Um einen einfachen Mausklick auszuführen, drücken Sie mit einem Finger auf das Trackpad. Klassische Computer-Mäuse besitzen allerdings eine weitere Taste zum Klicken. Diese aktivieren Sie mit einem Druck mit zwei Fingern auf dem Trackpad. Falls Sie durch Listen navigieren wollen, dann wischen Sie ebenfalls mit zwei Fingern auf dem Trackpad. Zum Zoomen ziehen Sie Daumen und Zeigefinger auseinander oder zusammen. Weitere Informationen und Hilfen zu den Trackpadfunktionen finden Sie in den „Systemeinstellungen“ bei „Trackpad“.

Die iCloud mit dem Mac nutzen

Mit Apples iCloud können Sie Daten von vielen verschiedenen Apps drahtlos austauschen. Das sorgt beispielsweise dafür, dass Sie auf allen Apple-Geräten alle Notizen wiederfinden oder iMessage-Nachrichten lesen können. Mit dem iCloud Drive können Sie einzelne Ordner und Dateien zwischen Ihren Geräten austauschen und auf Apples Cloud-Servern sichern. Auf dem Mac gibt es sogar die Möglichkeit, den Schreibtisch und das Dokumente-Verzeichnis automatisch in der iCloud zu sichern. Damit greifen Sie auch mit dem iPhone oder iPad auf diese Dateien zu. Allerdings benötigt das unter Umständen ein kostenpflichtiges Abo von iCloud+, damit Sie ausreichend Cloud-Speicherplatz zur Verfügung haben (siehe Kasten). Wie Sie diese Funktion aktivieren, erklären wir im Workshop.

Mit der Passwörter-App verwalten Sie Ihre Passwörter und Passkeys sicher auf Ihren Geräten.
Mit der Passwörter-App verwalten Sie Ihre Passwörter und Passkeys sicher auf Ihren Geräten. (Bild: Screenshot)

Die Passwörter-App nutzen

Apple liefert die eigenen Geräte mit einer eigenständigen App zur Erstellung und Verwaltung von Passwörtern aus. Zum verschlüsselten und damit abgesicherten Austausch dieser Passwörter können Sie die iCloud nutzen. Damit erstellen Sie ein Passwort auf dem Mac und können es anschließend auf dem iPhone nutzen. Die Passwörter-App schlägt Ihnen beim Erstellen eines neuen Zugangskontos innerhalb einer App oder auf einer Internetseite ein neues Passwort vor. Damit entfällt das wiederholte Nutzen desselben Passwortes, was ein Sicherheitsrisiko darstellt. Die Passwörter-App speichert außerdem Passkeys und WLAN-Zugangsdaten. In der App finden Sie zudem einen Bereich namens „Sicherheit“. Hier zeigt Ihnen die App Einträge an, bei denen das gespeicherte Passwort bei Datenlecks gefunden wurde. Die wiederholte Verwendung von Passwörtern zeigt die App hier ebenfalls an. In beiden Fällen handelt es sich um ein Sicherheitsrisiko, sodass Sie die Passwörter ändern sollten. Dabei kann Ihnen die App ebenfalls helfen.

So geht’s: Schreibtisch und Dokumente in iCloud

Schritt 1

(Bild: Screenshot)

Sie können Dateien auf dem Schreibtisch und im Dokumente-Verzeichnis in der iCloud sichern. Wie viel Speicherplatz Sie dort haben, erfahren Sie unter „Systemeinstellungen > IHR NAME > iCloud“.

Schritt 2

(Bild: Screenshot)

Um den Datenaustausch via iCloud zu aktivieren, navigieren Sie zu „Systemeinstellungen > IHR NAME > iCloud > Drive“. Hier aktivieren Sie den Schalter bei „Ordner ‚Schreibtisch & Dokumente‘“.

Schritt 3

(Bild: Screenshot)

Nachdem alle Daten erfolgreich mit der iCloud synchronisiert wurden, finden Sie die Ordner „Schreibtisch“ und „Dokumente“ in der Dateien-App auf dem iPhone und iPad oder in der Webansicht auf icloud.com wieder.

Der Mac App Store

Auf dem Mac gibt es ebenfalls einen App Store, dieser bietet Ihnen aber spezielle Anwendungen für den Computer an.
Auf dem Mac gibt es ebenfalls einen App Store, dieser bietet Ihnen aber spezielle Anwendungen für den Computer an. (Bild: Screenshot)

Von iPhone und iPad ist der App Store bekannt und hat sich etabliert. Auf dem Mac finden Sie einen eigenen App Store, der sich um die Installation und das Ausspielen von Updates kümmert. Der Mac App Store ist allerdings ein eigenständiges Verzeichnis, das zwar ebenfalls iPad-Apps oder Universal-Anwendungen installieren kann. Allerdings finden Sie oftmals ganz andere und eigenständige Apps auf dem Mac. Das Prinzip ist allerdings ähnlich wie bei iPhone und iPad: Sie können Apps laden, oftmals sogar kostenfrei. Kostenpflichtige In-App-Käufe oder -Abos gibt es ebenfalls. Kostenfreie Updates für aus dem Mac App Store geladene Anwendungen finden Sie schnell und einfach im Apfel-Menü links oben in der Menüleiste. Mit einem Klick öffnen Sie das Menü. Der dritte Eintrag namens „App Store“ zeigt Ihnen bereits die Anzahl der Updates an. Ein Klick auf diesen Eintrag öffnet die Übersicht im App Store. Hier aktualisieren Sie einzelne Anwendungen oder die gesamte Liste.

Die Systemeinstellungen-App

Die Systemeinstellungen bündeln viele Optionen für Ihren Mac und einzelne Funktionen.
Die Systemeinstellungen bündeln viele Optionen für Ihren Mac und einzelne Funktionen. (Bild: Screenshot)

Um die Einstellungen am Mac zu ändern, gibt es eine eigenständige App. Auf dem iPhone kennen Sie diese vielleicht als „Einstellungen“. Der Mac nennt die gleiche App hingegen „Systemeinstellungen“. Das Symbol ist bei beiden Apps gleich. Mit der Anwendung deaktivieren Sie unter anderem Funktionen wie Bluetooth, aber auch Mac-eigene Komponenten wie die Menüleiste und der Schreibtisch besitzen hier eigene Einstellungsoptionen. Ein wenig versteckt finden Sie hier außerdem alle Optionen und Funktionen der iCloud wieder. Dazu klicken Sie auf Ihren Namen ganz oben in der Seitenleiste. In der nächsten Ansicht finden Sie nun den Eintrag „iCloud“, mit dem Sie weiter in die Funktionen von iCloud und iCloud+ (siehe Kasten) eintauchen.

Was ist eigentlich eine (i)Cloud?

Die Metapher „Cloud“ (deutsch: Wolke) beschreibt zunächst einen Datenspeicher, der mittels Internetverbindung von überall in der Welt aus erreichbar ist. Mit „iCloud“ bezeichnet Apple die Cloud-Funktionen für die eigenen Geräte. Damit können Sie in Apples eigenen Apps wie Notizen, Fotos, Pages oder Kalender Ihre Daten nicht nur auf dem Mac, sondern auch auf Apples Servern speichern und abrufen. Das sorgt einerseits für eine zusätzliche Absicherung der Daten. Andererseits ist der Austausch dieser Daten via iCloud automatisch und drahtlos zwischen mehreren Geräten wie iPhone, iPad und Mac möglich. Apple verschlüsselt viele Funktionen der iCloud und sichert diese vom Zugriff durch Fremde, allerdings nicht alle. Wer seine Daten stets innerhalb Europas speichern möchte, findet mit Nextcloud-Anbietern wie „The Good Cloud“ oder „Tab“ Alternativen.

Was ist iCloud+?

Apple bietet neben den vielen kostenfreien iCloud-Funktionen ein kostenpflichtiges Abo für iCloud an. Die wohl wichtigste Funktion von dieser iCloud+ ist der größere Speicher. Bei der kostenfreien Nutzung stehen Ihnen magere 5 GB zur Verfügung. Viel zu wenig, um beispielsweise die Foto-Funktion zu nutzen. Mit dem Plus-Abo erweitern Sie den Speicher zunächst auf 50 GB für rund 1 Euro pro Monat. Wer 200 GB Speicher nutzen möchte, zahlt rund 3 Euro monatlich. Darüber hinaus gibt es einige nette Funktionen mit iCloud+. Mit „E-Mail-Adresse verbergen“ können Sie Wegwerf-E-Mail-Adressen einrichten. Diese nutzen Sie dann bei der Registrierung von Newslettern oder Apps. Das verhindert, dass Sie Ihre echte E-Mail-Adresse mitteilen müssen und bietet einen höheren Schutz vor Spam oder bei Datendiebstahl. Die Plus-Funktionen finden Sie in den Systemeinstellungen bei „iCloud“ in einem eigenen Bereich.

(Bild: Screenshot)

Die Systemeinstellungen bündeln viele Optionen für Ihren Mac und einzelne Funktionen.
Die Systemeinstellungen bündeln viele Optionen für Ihren Mac und einzelne Funktionen. (Bild: Screenshot)

Mit Bedienungshilfen den Mac anpassen

Manche der wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten für den Mac finden Sie in den „Bedienungshilfen“ innerhalb der Systemeinstellungen-App versteckt. Hier können Sie den Mac an Ihre individuellen Bedürfnisse bei der Anzeige, der Tonausgabe und der Interaktion anpassen. Unter der Überschrift „Sehen“ gibt es verschiedene Einstellungen, die für die Darstellung auf dem Bildschirm zuständig sind. Hier können Sie bei „Anzeige“ beispielsweise den „Kontrast erhöhen“ oder „Transparenzen reduzieren“, was zu einer besseren Lesbarkeit führt. Die Textgröße oder die Darstellung des Mauszeigers können Sie hier ebenso verändern. Es lohnt sich also, schrittweise durch diese Einstellungen zu gehen und diese behutsam an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Gleiches gilt für alle weiteren Bedienungshilfen, die Ihnen bei der alltäglichen Mac-Nutzung helfen können.

Siri und Apple Intelligence auf dem Mac nutzen

Auf dem Mac können Sie Siri und Apple Intelligence nutzen.
Auf dem Mac können Sie Siri und Apple Intelligence nutzen. (Bild: Screenshot)

Viele vom iPhone bekannte Funktionen gibt es ebenfalls auf dem Mac. Die Sprachassistenz Siri steht Ihnen ebenfalls auf dem Mac zur Verfügung. Zur Aktivierung klicken Sie auf das Siri-Symbol in der Menüleiste. Anschließend sprechen Sie Ihre Anfrage laut aus. Siri antwortet dann zunächst geräuschlos mit einer Texteinblendung. In der Systemeinstellungen-App können Sie dieses Verhalten ändern. Sie können dort einen Sprachbefehl zur Aktivierung festlegen. Dann reagiert die Assistenz auf „Hey Siri“ oder einfach nur „Siri“. In den Systemeinstellungen können Sie außerdem Apple Intelligence aktivieren oder deaktivieren. Damit stehen Ihnen verschiedene KI-Funktionen wie Übersetzungen in der Nachrichten-App oder in der FaceTime zur Verfügung. Mit der App Image Playground erstellt die KI neue Bilder basierend auf Ihren Eingaben.

Datensicherung mit Time Machine

Anders als das iPhone kann der Mac keine automatische Datensicherung in der iCloud vornehmen. Apple bietet diese Funktion bedauerlicherweise gar nicht an. Dennoch besitzt der Mac einige praktische Funktionen zur Datensicherung. Allerdings benötigen Sie dafür eine weitere Festplatte. Diese können Sie per USB-C-Kabel oder mittels Netzwerkverbindung an den Mac anschließen. Mit „Time Machine“ erstellen Sie dann eine Datensicherung Ihres Macs. Das geht automatisch stündlich, täglich oder wöchentlich. In der Systemeinstellungen-App finden Sie bei „Allgemein“ die Optionen für „Time Machine“. Hier können Sie außerdem einzelne Ordner aus dem Backup ausschließen. In der Menüleiste können Sie Time Machine mit einem Klick auf das Symbol mit einem Zifferblatt und einem Pfeil gegen den Uhrzeigersinn aktivieren. Mit „Time Machine-Backups durchsuchen“ ändert sich der komplette Mac-Bildschirm. In der rechten Seite sehen Sie nun einen Zeitstrahl, mit dem Sie gewissermaßen durch die Zeit reisen und Ihre gelöschten oder beschädigten Dateien aus einem früheren Zeitpunkt wiederherstellen können. Dazu klicken Sie mit einem Sekundärklick auf die Datei oder das Verzeichnis, das Sie wiederherstellen wollen, und wählen diese Option im Menü aus.

Das iPhone am Mac nutzen

Sie können Ihr iPhone als Webcam am Mac nutzen.
Sie können Ihr iPhone als Webcam am Mac nutzen. (Bild: Screenshot)

Wer einen Mac nutzt, hat sehr wahrscheinlich auch ein iPhone im Einsatz. Davon geht Apple aus und bietet einige clevere Funktionen für das Zusammenspiel der beiden Geräte an. Allen voran steht die iCloud, mit der Sie Daten automatisch und drahtlos zwischen den Geräten austauschen können. Weiterhin können Sie das iPhone als Webcam für den Mac einsetzen. Mit einem passenden Clip oder einem Ständer platzieren Sie die iPhone-Kameras vor sich. Mit der Funktion „Integrationskamera“ wählen Sie anschließend in jeder beliebigen App, die eine Kamera nutzt, das iPhone aus. Ebenfalls nützlich ist das iPhone als Hotspot für ein MacBook. In den WLAN-Einstellungen verbinden Sie sich einfach mit Ihrem iPhone, sodass der Mac die mobile Datenverbindung des Smartphones nutzt. Aber Vorsicht: Bei Mobilfunktarifen ohne Datenflatrate können Sie mit dem Mac rasch das monatliche Datenkontingent überschreiten. Deshalb eignen sich unlimitierte Datentarife für den Einsatz als mobiler Internethotspot am besten. Ebenfalls nützlich ist die Weiterleitung von Telefonanrufen und SMS-Nachrichten an den Mac. Wie das funktioniert, zeigen wir im Workshop.

Office-Alternative am Mac

Microsoft bietet mit den eigenen Office-Apps populäre Anwendungen zum Schreiben von Texten, zum Erstellen von Tabellen oder für Präsentationen an. Die Apps Word, Excel und Powerpoint können Sie ebenfalls auf dem Mac nutzen. Allerdings müssen Sie diese zunächst aus dem App Store laden und Sie benötigen ein kostenpflichtiges Microsoft-365-Abo. Apple bietet Ihnen allerdings kostenfreie Alternativen an. Diese heißen Pages, Numbers und Keynote. Diese drei Anwendungen finden Sie bereits installiert auf Ihrem Mac. Mit Pages schreiben Sie Texte und Briefe. Numbers erstellt Tabellen und Diagramme. Zum Erstellen und Vorführen von Präsentationen nutzen Sie Keynote. Mit dem Apple-Creator-Studio-Abo bieten diese Apps erweiterte KI-Funktionen und mehr Vorlagen. Das Abo kostet rund 13 Euro pro Monat und ist glücklicherweise nicht zwingend notwendig, um die wichtigsten Funktionen der Apps nutzen zu können.

Fotos verwalten

Die vom iPhone bekannte „Fotos“-App gibt es ebenfalls auf dem Mac. Mit einer iCloud-Fotomediathek können Sie Ihre Schnappschüsse vom iPhone automatisch und drahtlos auf den Mac übertragen. Die Fotos-App funktioniert ähnlich wie auf dem iPhone. Sie verwalten und sortieren Ihre Bilder mit der Anwendung. Sie können eigene Foto-Alben erstellen und diese via iCloud mit Kontakten teilen. In der linken Seitenleiste sortiert die App Ihre Bilder automatisch. Hier können Sie Ihre Schnappschüsse nach Standorten sortieren oder Videos und Bildschirmfotos anzeigen. Weiter unten in der Leiste finden Sie außerdem Ihre Bilder nach Medienarten wie Selfies, Panoramabilder oder Zeitlupenaufnahmen sortiert.

Die Fotos-App ist ebenfalls auf dem Mac installiert und verwaltet Ihre Bilder und Momente.
Die Fotos-App ist ebenfalls auf dem Mac installiert und verwaltet Ihre Bilder und Momente. (Bild: Screenshot)

So geht’s: Anrufe und Nachrichten am Mac

Schritt 1

(Bild: Screenshot)

Sie können SMS-, MMS- und RCS-Nachrichten (grüne Blasen) vom iPhone auch am Mac nutzen. Öffnen Sie dazu die „Nachrichten“-App am Mac. In der Menüleiste navigieren Sie zu „Nachrichten > Einstellungen > iMessage“.

Schritt 2

(Bild: Screenshot)

Jetzt navigieren Sie auf dem iPhone zu „Einstellungen > Apps > Nachrichten“. Hier muss „iMessage“ aktiviert sein. Auf beiden Geräten müssen Sie außerdem mit demselben Apple Account angemeldet sein.

Schritt 3

(Bild: Screenshot)

Anschließend tippen Sie beim iPhone auf „Weiterleitung von Textnachrichten“. Dort sollte Ihr Mac mit der Bezeichnung „Ein“ auftauchen. Jetzt können Sie auf dem Mac Nachrichten empfangen und versenden.

Christian Steiner // Freier Autor
Christian Steiner

Für Christian Steiner, derzeit in Wuppertal lebend, ist Apple-Geschichte kein Nostalgietrip, sondern Aufklärungsarbeit. In seiner Rubrik „Ein Blick zurück“ bei der Mac Life nimmt er die wichtigen Momente aus Apples Unternehmensgeschichte unter die Lupe, ordnet sie ein und erklärt, warum sie bis heute nachwirken. Als junger Familienvater interessiert ihn dabei auch, wie Apple-Produkte das Familienleben verbessern können.

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