Enthält Affiliate-Links [Was ist das?]Welche Maus ist die beste Wahl unter macOS?

Test: Das sind die besten Mäuse für den Mac - Spoiler: Es ist nicht die Magic Mouse

Wer einen Mac besitzt, der nutzt häufig auch die Magic Mouse von Apple. Die flache Design-Maus bietet zwar viele Funktionen, ist aber leider auch alles andere als ergonomisch. Andere Mäuse sind besser, wir verraten welcher Kauf sich lohnt.

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Die Computermaus ist nicht ganz so alt wie der Computer selbst, doch sie war und ist ein elementarer Faktor für dessen Erfolg. Erst durch sie wurde die Bedienung einer grafischen Benutzeroberfläche möglich. Und auch wenn die Erfindung des Touchdisplays eine Maus in den Betriebssystemen für iPhone und iPad überflüssig macht, am Mac ist sie weiterhin unverzichtbar – außer man ist Fan des Magic Trackpad.

Die Magic Mouse stellte Apple bereits 2009 vor, und sie blieb – zumindest äußerlich – seitdem unverändert. 2015 strich Apple zum Glück die Batterien und verpasste der Maus einen aufladbaren Akku. Einzig der Ladeanschluss sorgt seitdem für Kopfschütteln, muss die Magic Mouse doch auf dem Rücken liegen, um ein Lightning-Kabel aufzunehmen. Magisch ist das nicht.

Design vor Funktion?

Mit der zweiten Version der Magic Mouse musste sich Apple 2015 den Vorwurf gefallen lassen, man würde das Design der Funktion vorziehen. Durch den auf der Unterseite befindlichen Ladeanschluss lässt sich die Maus nämlich nicht gleichzeitig laden und nutzen. Ganz unbegründet ist der Vorwurf in diesem Fall also nicht.

Ihren Zauber entfaltet die Magic Mouse allerdings bei der Bedienung. Statt klassisch auf zwei Maustasten und ein Mausrad, setzt Apple auf eine abgerundete Multitouch-Oberfläche. Mit dieser ist eine ganze Reihe an Gesten möglich, die eine Vielzahl an Funktionen bieten.

Die besten Mäuse für den Mac im Test: Drei echte Konkurrenten

Das wenig ergonomische Design, der misslungene Ladeanschluss und der Preis von 85 Euro (100 Euro für die Version in „Space-Grau“) sorgen dafür, dass viele Nutzer auf eine andere Computermaus ausweichen. Und die Auswahl an Alternativen ist riesig. Um drei Modelle mit der Magic Mouse vergleichen zu können, haben wir uns für Geräte entschieden, die entweder einen ähnlichen Formfaktor ausweisen oder im Funktionsumfang dem Original von Apple ebenbürtig sind – beziehungsweise dieses sogar noch übertreffen.

Die Geschichte der Maus

Der erste Prototyp der Computermaus wurde bereits 1963 am Stanford Research Institute gebaut. Als Erfinder gilt der Computertechniker Douglas C. Engelbart. Beachtung fand das Eingabegerät anfangs allerdings kaum. 1979 wurde Steve Jobs auf eine weiterentwickelte Form aufmerksam und sicherte sich die Nutzungsrechte für 1.000 US-Dollar. 1983 erschien dann mit dem Apple-Rechner Lisa der erste kommerzielle Computer mit der Maus als Mensch-Maschine-Schnittstelle.

Die Wahl fiel dabei auf zwei Modelle von Logitech: ein Einstiegsgerät mit geringem Preis und das absolute Spitzenmodell des bekannten Zubehörherstellers. Der dritte Herausforderer ist die „Designer Bluetooth Mouse“ von Microsoft. Sie ist für die Windows-Welt das, was die Magic Mouse für das Apple-Universum ist. Natürlich funktioniert sie aber auch am Mac wunderbar. In den vier Testkategorien Verarbeitung und Design, Handhabung, Funktionen und Preis-Leistung treten die vier Mäuse gegeneinander an. Welche gewinnt das Duell?

Ergonomische Mäuse

Da wir das Testfeld eingrenzen mussten, sind keine ergonomischen Mäuse vertreten. Wer sich für eine solche interessiert, sollte einen Blick auf die Geräte von Contour Design oder die Logitech MX Vertical werfen.

Die besten Mäuse: Das sind die Testkandidaten

Apple Magic Mouse 2

Zur aktuell einzigen Maus von Apple haben wir auf der vorherigen Seite genug gesagt. Natürlich dient sie in diesem Vergleichstest als Referenz. An ihr müssen sich alle anderen Geräte messen.

Logitech Pebble M350

Die Pebble M350 ist das Einstiegsmodell von Logitech. Der Hersteller verspricht eine um bis zu 90 Prozent reduzierte Geräuschentwicklung beim Klicken und Scrollen. Diese Maus wäre damit der ideale Begleiter für jedes Großraumbüro oder die Bibliothek. Koppeln lässt sich die Maus wahlweise per Bluetooth oder einem USB-Empfänger. Als Stromquelle dient eine klassische AA-Batterie. Diese soll bis zu 18 Monate Laufzeit ermöglichen. Mit 25 Euro ist die M350 das günstigste Modell im Test.

Microsoft Designer Bluetooth Mouse

Böse Zungen behaupten ja, mit Software hätte es Microsoft nicht so – Hardware bauen könnte die Firma aus Redmond hingegen gut. Zumindest den Teil mit der Hardware unterstreicht die Designer Bluetooth Mouse. Für 35 Euro bekommt man hier ein wirklich schönes und schlichtes Design, welches gleichzeitig für Rechts- und Linkshänder geeignet ist. Die Microsoft-Maus lässt sich bis zu sechs Monate mit zwei AAA-Batterien betreiben.

Logitech MX Master 3

Mit 110 Euro ist die MX Master 3 die teuerste Maus in diesem Vergleich. Allerdings bietet sie schier unendliche Möglichkeiten in der Belegung ihrer unterschiedlichen Tasten. Auch sonst setzt die Maus auf den Superlativ und verspricht schneller und präziser als andere Geräte zu sein. Mit dem Mausrad lassen sich bis zu 1.000 Zeilen in einer Sekunde durchscrollen, und per USB-C lädt der integrierte Akku in nur einer Minute genug Strom für drei Stunden Nutzung. Und als wäre das noch nicht genug, steuert die MX Master 3 auf Wunsch sogar gleich mehrere Computer mit Windows oder macOS gleichzeitig. Das schafft keine der anderen Konkurrenten in unserem Vergleich.

Test 1: Verarbeitung & Design

Beim Design liegt die Magic Mouse von Apple weit vorne.
Beim Design liegt die Magic Mouse von Apple weit vorne. (Bild: Apple)

Vergleicht man die drei Herausforderer mit der Magic Mouse, fällt zunächst das Material der Gehäuse ins Auge. Logitech und Microsoft verwenden hauptsächlich Plastik. Einzig die beiden Mausräder der MX Master 3 sind aus rostfreiem Edelstahl. Apple setzt hingegen auf eine Glasoberfläche und ein Aluminiumgehäuse, was im direkten Vergleich natürlich deutlich wertiger wirkt. Die Verarbeitung ist bei allen vier Mäusen aber tadellos. Es gibt keine scharfen Kanten oder zu große Spaltmaße. Und es quietscht und klappert auch nichts.

Das Aussehen ist natürlich Geschmackssache, aber in unseren Augen verdient die Designer Maus von Microsoft ihren Namen redlich. Durch ihre Form hebt sie sich deutlich von den anderen Geräten ab und spielt in einer Liga mit der Magic Mouse mit. Die Pebble besitzt ein sehr rundes und verspieltes Äußeres, hebt sich dadurch von Konkurrenten in dieser Preisklasse auch positiv ab. Die MX Master 3 passt sich in der Form ganz der Hand an. Das mag nicht unendlich schön sein, hilft aber bei der nächsten Testkategorie.

Ergebnisse

Apple Magic Mouse:1,5
Pebble M350:2,0
Microsoft Designer:1,5
MX Master 3:2,5

Test 2: Handhabung

Die MX Master 3 liegt sehr gut in der Hand - so man denn Rechtshänder ist.
Die MX Master 3 liegt sehr gut in der Hand - so man denn Rechtshänder ist. (Bild: Logitech)

Die MX Master 3 ist die einzige Maus, auf die der Nutzer seine Hand tatsächlich komplett auflegt. Bei den drei anderen Geräten ruht der Handballen auf dem Tisch und nur die Fingerspitzen liegen auf den Maustasten. Es gibt Nutzer, die genau diese Handhaltung absolut nicht mögen. Für sie kommen diese Modelle somit nicht infrage. Wer die Magic Mouse gewohnt ist, dem fällt der Umstieg auf die Pebble M350 und die Designer Mouse leicht.

Neben der Handhaltung sind auch die Tasten und das Mausrad wichtige Faktoren für die Handhabung. Hier liegt wieder ganz klar die MX Master 3 vorn. Das Mausrad aus Edelstahl ist mit seinen zwei verschiedenen Modi ist nicht nur sehr präzise, mit keiner Maus scrollt man schneller durch ein Dokument oder eine lange Webseite. Das Mausrad der Pebble ist leichtgängig und extrem leise – genau wie ihre Tasten. Logitech hält also sein Versprechen, eine Maus für Menschen mit empfindlichen Ohren anzubieten. Einzig das Rad der Microsoft-Maus enttäuscht ein wenig, da es schwergängig ist und sich nicht sehr wertig anfühlt.

Ergebnisse

Apple Magic Mouse:1,5
Pebble M350:1,5
Microsoft Designer:2,0
MX Master 3:1,0

Test 3: Funktionen

(Bild: Apple)

Wer sich an seinem Mac ins Einstellungsmenü der Maus verirrt, der findet dort (eine mit dem Mac verbundene Magic Mouse vorausgesetzt) einige praktische Multitouch-Gesten: zum Beispiel einen intelligenten Zoom oder die Möglichkeit, Seiten per Wischgeste umzublättern. Alles sehr praktisch und nach kurzer Eingewöhnungszeit auch intuitiv. Doch in Sachen Zusatzfunktionen verblasst die Magic Mouse gänzlich gegen die MX Master 3: Installieren Sie das kleine Programm Logi Options auf dem Mac, können Sie im Anschluss alle sechs Tasten der Maus komplett individuell belegen. Ein Druck auf das Mausrad soll die Helligkeit des Bildschirms verringern? Kein Problem. Die Vorwärtstaste soll eine bestimmte Webseite öffnen? Auch kein Problem. Mit dem Programm aktivieren Sie gleichzeitig die Flow-Funktion, mit der die MX Master 3 mehrere Rechner gleichzeitig steuern und den Mauszeiger zwischen den Bildschirmen nahtlos bewegen kann. Da können die Pebble und die Microsoft Designer Mouse als ganz gewöhnliche Mäuse mit zwei Tasten nicht mithalten.

Ergebnisse

Apple Magic Mouse:1,5
Pebble M350:2,0
Microsoft Designer:2,0
MX Master 3:1,0

Test 4: Preis-Leistung

(Bild: Logitech)

Der Preis der Pebble M350 ist mit knapp 25 Euro nicht nur im unteren Segment angesiedelt, er ist auch mehr als angemessen. An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen und die extrem leisen und angenehmen Tasten findet man sonst nur einige Preisklassen höher. Natürlich muss man für das Geld auf einen integrierten Akku verzichten. Den besitzt auch die Designer Mouse nicht, was bei 35 Euro aber wenig überrascht. Für im Vergleich zehn Euro mehr bietet Microsoft ein etwas schöneres Design, aber leider ein weniger gutes Mausrad. Die Magic Mouse von Apple ist ab 85 Euro zu haben. Warum die Version in „Space-Grau“ teurer ist, weiß man wahrscheinlich nicht mal in Cupertino. Davon abgesehen sind die verwendeten Materialien Glas und Aluminium die hochwertigsten. Und die Magic Mouse 2 besitzt auch einen integrierten Akku. Die MX Master 3 ist das teuerste Modell in diesem Vergleich, bietet aber auch mit Abstand die meisten Funktionen. Beim Material könnte Logitech aber gern auf weniger Plastik setzen, um den hochwertigen Eindruck noch zu verstärken.

Ergebnisse

Apple Magic Mouse:2,0
Pebble M350:1,0
Microsoft Designer:1,5
MX Master 3:1,5

Der Sieger: Logitech MX Master 3

Unser Testsieger und auch schon an anderer Stelle von uns gelobt: Die MX Master 3 von Logitech.
Unser Testsieger und auch schon an anderer Stelle von uns gelobt: Die MX Master 3 von Logitech. (Bild: Logitech)

Als knapper Sieger geht die MX Master 3 von Logitech aus diesem Vergleichstest hervor. Die Maus ist zwar teuer und besitzt als Arbeitstier eher ein klassisches Design, bietet aber nicht nur die meisten Tasten, sondern auch die meisten Funktionen und Möglichkeiten. Wer diese im Alltag nicht benötigt, der kann auch gut zu einem der beiden zweiten Plätze greifen.

Eine klare Empfehlung gibt es für unseren Preis-Leistungs-Sieger, die Pebble M350. In ihrer Preisklasse dürfte sie ohne Frage eine der besten Mäuse auf dem Markt sein – zumindest wenn das runde Design und der Plastik-Look nicht abschrecken. Die Magic Mouse schneidet zwar insgesamt genauso gut ab, ist aber deutlich teurer. Mit ihrem Aluminiumgehäuse und der Glasoberfläche macht sie aber auf jedem Schreibtisch etwas her. Die Microsoft Designer Bluetooth Mouse sieht ebenfalls sehr toll aus. Schade, dass Microsoft hier nicht auf hochwertigere Materialien setzt. Und auch das Mausrad kann im direkten Vergleich mit den anderen Geräten nicht überzeugen.

Mäuse für den Mac im Test: Daten im Vergleich und Überblick.
Mäuse für den Mac im Test: Daten im Vergleich und Überblick. (Bild: Falkemedia)

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Das Ergebnis kann ich nicht nachvollziehen: Die MX Master ist einfach viel zu schwer und zu groß für eine durchschnittliche Hand. Ich empfehle einen Blick auf die Marathon Maus von Logitech: Wesentlich agiler und - bis auf das seitliche Scrollrad - vergleichbare Ausstattung.

Ich kann mit den Scrollrädern nichts anfangen! Das nervt, ist laut und ist ein Dreckfänger.
Die Magic Mouse ist ideal für mich. Einzig etwas leiser klicken könnte sie und seitlich noch eine Taste für den Daumen wäre toll. Besonders die Gesten sind ideal. Horizontal mit zwei Fingern wischen und ich kann zurückblättern, das erleichert das Arbeiten enorm.

Es kommt auf die Anwendung an, für Desktop-Anwendungen ist imho die MagicMouse sowie MagicTrackPad am besten geeignet. Nur Games braucht es unbedingt eine Scrollrad Maus das ist bei mir auch eine logitech MX

Ich arbeite schon seit 30 Jahren mit Mäusen von Logitech weil sie mich immer überzeugt haben. Auch mit allen MX Versionen. Ich arbeite im Grafikbereich und dafür ist sie perfekt. Und für die sonstigen Arbeiten mag ich die Flexibilität auch.

Ein Maustest ohne das Bewertungskriterium "Ergonomie"? Naja. Wer dann noch eine Apple Maus benutzt, dem kann man nur sagen: Bleib gesund!

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