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Es heißt Catalina: Apple stellt macOS 10.15 auf WWDC vor

Es heißt Catalina: Apple stellt macOS 10.15 auf WWDC vor. Am Abend (unserer Zeit) präsentierte der Mac-Anbieter aus Cupertino in San Jose der Öffentlichkeit das neue macOS-Desktop-Betriebssystem. Im Vorfeld gab es natürlich diverse Gerüchte über neue Funktionen für das Betriebssystem. Aber das Unternehmen selbst hatte bereits einige Andeutungen auf der letztjährigen Worldwide Developers Conference gemacht. Das Unternehmen startet die zweite Stufe von Marzipan und bringt iPad-Apps auf den Mac. Außerdem gibt es kein iTunes mehr, dafür aber viele andere neue Funktionen, die wir Ihnen nachfolgend präsentieren wollen.

Hat Apple tatsächlich bei iTunes nach 18 Jahren den Stecker gezogen?

iTunes jetzt Geschichte, Musik-App die Zukunft

Im Vorfeld gab es bereits Hinweise, dass iTunes in der bekannten Form nicht mehr verfügbar sein würde. Apple hat die App tatsächlich durch verschiedene andere Apps ersetzt. Der Dateimanager Finder bietet in Zukunft die Möglichkeit, Ihre iPhones, iPads oder iPods lokal zu synchronisieren.

Der Finder ist in Zukunft für die Synchronisierung von iOS-Geräten zuständig
Der Finder ist in Zukunft für die Synchronisierung von iOS-Geräten zuständig (Bild: Apple)

Stattdessen hat Apple auch auf seinen Social-Media-Accounts aufgeräumt, die mit iTunes zu tun haben. Und es gibt sogar schon einige Weiterleitungen von ehemaligen iTunes-Web-Adresse (itunes.apple.com) auf die „music“-Subdomain (music.apple.com) und andere für die Kategorien TV, Podcast und weitere.

Die Musik-App bietet im Wesentlichen die bekannten Funktionen von iTunes, aber ausschließlich mit Fokus auf die Musik. Die Seitennavigation enthält zudem Menüpunkte, die für Apple-Music-Kunden wichtig sind. Vor Jahren gab es schonmal Gerüchte, Apple würde iTunes abschaffen. Apple dementierte, dass es sich aus dem Geschäft mit digitaler Musik zurückziehen wolle. Vielleicht gab es damals Übersetzungsprobleme und der Analyst Ming-Chi Kuo wusste tatsächlich schon, dass der Konzern eine separate Musik-App für den Mac entwickelt.

Marzipan 2.0: Noch mehr Hybrid-Apps

Im letzten Jahr wurde es bereits angekündigt. Apple bietet Entwicklern nun die Möglichkeit, ihre eigenen iOS-Apps auf macOS zu portieren, bzw. eine gemeinsame Codebasis zu verwenden. Eine App für alle Plattformen? Ganz so einfach ist es nicht. Allerdings lassen sich iPad-Apps bereits auf den Mac portieren. Apple möchte so vielleicht auch sicherstellen, dass die Entwickler sich an die Gegebenheiten gewöhnen und nicht Programmwüsten erzeugen, die auf den großen Desktop-Bildschirmen hoffnungslos verloren wirken. Twitter oder Asphalt 9 wurden als Beispiel-Apps gezeigt. Allerdings heißt die Funktion jetzt nicht mehr Marzipan, sondern "Catalyst", in Anlehnung als Katalysator für den Mac App Store.

In Xcode können Sie iOS-Apps auf einfache Weise auch für den Mac freigeben. Sie setzen dazu einfach einen Haken und Nutzer der App können dann am Desktop oder Laptop zum Beispiel die Touchbar verwenden. Natürlich leistet Apple nur so viel Vorarbeit, dass die App mit Standardeinstellungen gestartet wird. In manchen Fällen reicht das aber schon aus, und in vielen sollte es für die Entwickler aber ein guter Startpunkt sein, ihre Apps für den Mac noch ein bisschen zu optimieren. Auf jeden Fall wurde die Hürde deutlich reduziert.

Sidecar: iPad als Zweitdisplay verwenden

Sie möchten gerne das iPad als externen Monitor für den Mac verwenden, bspw. ein Chat-Fenster auf dem kleineren Bildschirm auslagern, oder ein Finder-Fenster? Das funktioniert nun mit macOS 10.15 Catalina. Denn Apple bietet eine eigene Lösung an und nennt sie „Sidecar“. Es gab schon seit Jahren Software von Drittherstellern, sogar Apps von ehemaligen Apple-Entwicklern (Duet Display oder Astropad/Luna Display). Die dürften nun deutlich an Relevanz verlieren. Auch den Apple Pencil können Sie bei vielen Apps sinnvoll einsetzen, die den Pencil unterstützen, auch solche von Adobe.

Sidecar heißt das Feature, das iPad als externes Display zu nutzen
Sidecar heißt das Feature, das iPad als externes Display zu nutzen (Bild: Apple)

Bildschirmzeit am Mac

Sie können nun, wie im Vorfeld vermutet, auch die Bildschirmzeit auswerten. Wie schon am iPhone oder iPad erhalten Sie wöchentlich einen Bericht, der Ihnen zeigt, welche Apps Sie wie lange verwendet haben. Die Daten werden auch mit den "Handhelds" synchronisiert, natürlich verschlüsselt.

Bildschirmzeit kommt auf den Mac
Bildschirmzeit kommt auf den Mac (Bild: Apple)

Activation Lock macht den Mac noch sicherer

Sie kennen die Aktivierungssperre vom iPhone. Alle Macs mit T2-Sicherheitschip werden diese in Zukunft mit macOS Catalina ebenfalls unterstützen. Das macht die Geräte deutlich uninteressanter für Diebstähle. Der Standort Ihres gestohlenen oder verloren gegangenen Macs lässt sich laut Apple auch dann über die "Meinen Mac suchen"-App aufspüren, wenn dieser offline ist.

Vorsicht: 32-Bit-Apps nicht mehr unterstützt

Apple hat es zwar in der Präsentation nicht mehr erwähnt. Doch wir wollen Sie nochmal darauf hinweisen, das mit der Veröffentlichung von Catalina eben auch einige ältere Apps nicht mehr funktionieren, sofern die Entwickler diese nicht als 64-Bit-Apps kompilieren.

Verfügbarkeit

Apple teilt die erste Betaversion von macOS 10.15 bereits jetzt an Entwickler aus. Schon recht bald soll es dann auch einen öffentlichen Betatest geben, an dem auch Sie teilnehmen können, und zwar im Juli. Darüber hinaus müssen wir uns aber bis zur Fertigstellung der Software, wie üblich, bis in den Herbst gedulden.

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Auf welchen Macs wird das neue OS laufen?

auf dem neuen Mac Pro Only.

lol nein [Thumbs Down Sign] musst mal gut durchlesen. Da sagt er only Mac Pro....

Ich gehe davon aus , das es auf folgenden Geräten läuft:
MacBooks seit 2015
MacBook Air ab Mitte 2012
MacBook Pro ab Mitte 2012
Mac mini ab Ende 2012
iMac ab Ende 2012
Mac Pro ab 2013
iMac Pro wohl alle

"Die Musik-App bietet im Wesentlichen die bekannten Funktionen von iTunes"

Ist das so? Ich sehe eine sortierte Version der iOS-Musik-App – und die hat nun wahrlich nicht denselben Funktionsumfang wie iTunes auf dem Mac.

Was ist mit Intelligenten Playlists? Sortierung von Playlists? Individueller Gestaltung der Spaltendarstellung (welche Spalten werden in welcher Reihenfolge dargestellt)?

Wie funktioniert in Zukunft der Import von eigener Musik? Welche Daten eines Tracks kann ich bearbeiten? Wie sieht der Info-Screen eines Tracks aus?

Ist da jemand vor Ort und kann dazu nähere Auskunft geben?

"sortierte" –> "portierte"

Der Import geht wie vorher auch. Sie "ziehen" Musik über den Finder in die Musik-App hinein. Oder Sie klicken einfach doppelt auf eine Datei und dann fragt Sie die App, ob Sie den Song in Ihre Mediathek importieren wollen. Playlisten können Sie nach wie vor verwalten. Apple ist halt durchgehechelt und konnte all das nicht zeigen. Die Spaltendarstellung kommt erst dann zum Vorschein, wenn Sie quasi den "Apple Music"-Teil der App "verlassen" und auf Ihre eigene Mediathek wechseln. Dort ist die Ansicht anders.

Seit Mojave 10.14.4 raucht mein bis dahin äußerst stabil laufender Mac Pro alle 10 Minuten ab, Kernel Panic. Solange nicht alle meine Programme 64-Bit fähig sind oder mit deutlichen Kosten ein Update nach sich ziehen, bleibt Catalina aussen vor. Ausser teuer kann Apple wohl nichts mehr. Oder will nichts mehr.