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iPhone 8/X schlagen Konkurrenz deutlich: Geekbench bestätigt AnTuTu

Ein neuer Tag, ein neuer Benchmark: Apples iPhone 8, 8 Plus und iPhone X sind mittlerweile offiziell im Ranking von Geekbench aufgetaucht. In dieser Liste rangieren die Geräte deutlich vor der Konkurrenz von Huawei (P10), Xiaomi (Mi 6) oder Samsung (Galaxy S8). Damit bestätigt sich das Ergebnis des AnTuTu-Benchmarks. Apples aktuelle Smartphone-Generation hat einen enormen Sprung gemacht. Sieht man aber genau hin, muss der Konkurrenz Angst und Bange werden, denn Apples effizientes Chip-Design fördert verblüffend viel Leistung zu Tage.

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Normalerweise bin ich eher Apple-skeptisch, weil ich allem gegenüber skeptisch bin. Aber gerade im Bereich von Prozessor-Design zeigt das Unternehmen aus Cupertino ein ums andere Mal, wie man Effizienz und Leistung verbinden kann.

Eine kleine Randnotiz: Der Geekbench liest den RAM der Geräte aus. Demnach verfügt das iPhone 8 über 2 GB, das 8 Plus und das X über jeweils 3 GB. Apple bleibt damit seiner Linie treu und verbaut nur so viel Speicher wie notwendig. Zum Vergleich: Das Huawei P10 und das Samsung Galaxy S8 nutzen 4 GB RAM, das Xiaomi Mi 6 sogar 6 GB. Grundsätzlich könnte die Verwendung von mehr Arbeitsspeicher zu besseren Leistungswerten führen. In der Praxis ist das aber kaum der Fall, weil Systeme und Apps nicht darauf abgestimmt sind, zumindest wenn das System nicht iOS heißt.

Geekbench mit offiziellen Zahlen zum iPhone 8, 8 Plus und X

Vor der Präsentation des iPhone 8/X tauchte schon einmal ein Gerät im Benchmark auf, das vorgab Apples A11 Bionic zu nutzen. Mittlerweile hat Geekbench die Mobiltelefone offiziell in der Liste geführt. Vermutlich handelt es sich um Testgeräte, die an Journalisten ausgehändigt wurden; Jeder kann die Geekbench-App gratis auf dem Smartphone installieren.

Die Ergebnisse sind, wie schon von AnTuTu angemerkt, überragend. Im Einkern-Test von Geekbench schafft das iPhone 8 25 Prozent mehr Leistung als der Vorgänger, im Mehrkern-Test ist es sogar 80 Prozent schneller. Außen vor bleibt die Leistung, die die Smartphones zusätzlich bieten, über Chips für die Berechnung von Maschinenlern-Algorithmen oder die GPU. Apple gab an, dass letztere 30 Prozent schneller sei als im Vorgängermodell und es sich dabei erstmals um ein eigenes Grafikchip-Design handele.

iPhone mit effizientem Chip-Design

Im Geekbench zeigte schon Apples A9, der im iPhone 6s (Plus) und dem SE werkelt, dass im Bereich des Einkern-Arbeitens, das für sehr viele Standardaufgaben zur Anwendung kommt, selbst dieser Chip bzw. dieses Gerät noch schneller ist als die aktuellen Android-Flaggschiffe. Das iPhone SE schafft 2410 Punkte (Single Core), wohingegen das P10, Mi 6 und S8 alle unter 2000 Punkten bleiben.

Geekbench-Benchmarkergebnisse im Vergleich
Geekbench-Benchmarkergebnisse im Vergleich (Bild: MacRumors)

In der Mehrkern-Leistung sind die genannten Geräte etwas schneller als das iPhone SE (4043 vs. 6495 beim S8, 5763 beim P10 und 5996 beim Mi 6). Das ist absolut betrachtet ein Fingerzeig, der der Konkurrenz Sorgenfalten in die Stirn treiben sollte. Denn: Apples Chip-Design ist dermaßen effizient, dass es schon vor zwei Jahren eine vergleichbare Leistung mit deutlich weniger Prozessorkernen erhielt. Der A9 hat nämlich nur zwei Prozessorkerne. Apples A10 Fusion verfügt über vier Kerne (zwei schnellere, zwei energieeffizientere) und der A11 Bionic hat nun sechs Kerne (ebenfalls nur zwei schneller getaktete, mit vier energieeffizienteren). Die Konkurrenz? Die setzt schon seit einiger Zeit auf Achtkern-Geräte, mit vier schneller getakteten und vier weniger energiehungrigen Kernen.

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iPhone 8 (Plus) und X schlagen Android-Konkurrenz um Längen

Apples neue Smartphones schaffen zwischen 4017 (X) und 4189 (8) Punkten im Einkern-Test bei Geekbenchi. Das ist mehr als doppelt so viel wie Samsungs Galaxy S8 bietet. Im Mehrkern-Test erzielen die Geräte zwischen 9286 (X) und 9983 (8) Punkten. Die Differenz hängt auch mit unterschiedlichen Displayauflösungen zusammen. Doch genau das wurde dann immer ins Feld geführt, wenn es darum ging, die „schlechteren“ Ergebnisse der Android-Geräte zu kaschieren. Tatsächlich aber nutzt das iPhone X eine höhere Auflösung von 2436 x 1125 Pixel. Das P10 und das Mi 6 verwenden 1080p, wie auch beim iPhone 8 Plus und einzig das Galaxy S8 nutzt noch mehr Bildpunkte am Display. Die Leistungsdaten der Android-Konkurrenten können Sie dem Bild oben entnehmen oder aus den vorherigen Absätzen im Fließtext nachvollziehen.

Wettbewerber müssen sich sputen, sonst sehen Sie kein Land mehr

Was bedeutet das aber nun? Und warum muss sich die Konkurrenz tatsächlich Sorgen machen? Stellen Sie sich vor, Apple würde seinen Chips mehr Kerne spendieren. Von jetzt auf gleich würde die Leistung durch die Decke schießen, selbst wenn diese natürlich nicht 1:1 skaliert. Das könnte das Unternehmen mit Sicherheit, tut es aber nicht, um den Energiehaushalt der Smartphones besser im Griff zu haben. Dann müssten die Wettbewerber eingestehen, dass Sie in den vergangenen Jahren bei der Weiterentwicklung der Prozessoren geschlafen haben. Samsung nutzt in den Geräten, die für den westlichen Markt bestimmt sind, wie viele Mittbewerbe, die Prozessoren von der Stange von Qualcomm. Genau dies ist aber der Unterschied zu Apple, das seine Chips selbst designt.

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Warum sind 8 Plus und 8 schneller als das X ???

Die Frage wird im Text bereits beantwortet.

Aus demselben Grund kann das iPhone SE noch mit den aktuellen Android-Flaggschiffen mithalten. Denn die Displaygröße spielt beim Geekbench eine Rolle in den Tests. Ein Gerät, das mehr Pixel zu versorgen hat, ist bei selber Ausstattung daher langsamer.

Damit ist das X genauso schnell wie ein MacBook Pro 2017 ?

Hmmmm. Tja was sollen die anderen Hersteller auch tun, die haben keine Chipdesigner. Die kaufen ja nur das was man bekommen kann.

Das war schon immer ein Vorteil bei Apple... die machen alles selber, und seit einigen Jahren wirklich alles. Nur die Displays nicht. Da kann man natürlich perfekte Geräte bauen, und das ist auch der Unterschied zu Windows und den "Kisten" ... die laufen nie rund. Es gibt mal ein paar ruhigere Abschnitte, doch über die gesamte Zeit gesehen hat man mit Windows sehr viel mehr Ärger, weil eben alles nicht so perfekt zusammenarbeitet. Nicht umsonst erreicht MacOS in den USA 30% Marktanteil bei den Desktops. und in anderen Ländern steigen die zahlen ebenfalls enorm an.

Und jetzt wo man an jedem Mac eine High-End Grafikkarte per TB3 anschliessen kann, sind nun auch allen Spielen und VR keine Grenzen mehr gesetzt. Deshalb schwenken jetzt auch immer mehr Spielehersteller um auf MacOS. Windows hat an allen Fronten nichts mehr zu lachen. Und das vollkommen zurecht. Die letzte Gamer-Bastion... wird fallen. Ich spiele seit Jahren nur noch auf dem Mac, und viele andere auch.

Windows läuft also nie rund? Ahja, stimmt Apple stellt ja selber die INTEL CPU'S HER...............
Mac's sind maßos überteurt, leistungsschwach, haben viel weniger Programme zu Verfügung, sind nicht upgeradebar und laufen auch keineswegs "runder" als Windows!

@Richy
Die Displays werden noch kommen siehe microLED. Wurde sogar hier mal berichtet.

Aber das wird aber noch lange dauern, bis dahin wird OLED erstmal LCD bald abhängen in vielen Bereichen.

Paar Sachen fehlen aber noch bei den iPhone z.B eigene Mobilfunk Chips (soll angeblich schon daran gearbeitet werden), und das schwierigste von allen alles was man selbst entwickelt hat wird auch gleich in der Fabrik produziert.

also man hat selber Fabriken und kann es dann in großen Mengen machen. Bis jetzt hat man vieles selbst entwickelt und die Zulieferer haben nach Angaben von Apple, es so hergestellt.

Dem kann ich mich nur anschließen. Hier unter anderem einer der Artikel zu dem Thema: http://www.maclife.de/news/apple-watch-oled-soll-bereits-2018-durch-microled-ersetzt-werden-10092648.html

Oh jeh, jetzt fängt der Kindergarten wieder an. Mein Papi ist grösser und hat den schnelleren.

? Es wird doch deutlich gemacht, dass es auf die Technik ankommt. Niemand schreibt hier etwas von Größe. :-)

Echt klasse, dass die Rechenpower heutzutage in der Hosentasche verpufft und nur unzureichend den Arbeitsgeräten zur Verfügung gestellt werden kann.
Es macht für mich auch ganz viel Sinn, die Top-Prozessoren zuerst in Telefonen zu verbauen und danach in PRO-Geräten, wie iPad Pro.
Ich frage mich nun auch, wie man das Abwärmeproblem bei Rechnern begründen will, wenn man die Rechenleistung in zumindest spritzwasserdichten Handys integrieren kann.

hehe "die anderen sehen kein Land mehr", bis die neuen kommen? das ist doch der ständige Wechsel....

Wenn man lesen könnte, wäre man im Vorteil. Schon anhand der Informationen im Artikel sieht man, dass das unwahrscheinlich ist. Auf Geekbench oder AnTuTu lassen sich Benchmarks vergleichen. Das Galaxy Note 8 ist doch erst neu rausgekommen? Oder was? Redest du von nächstem Jahr? Nächstes Jahr, soll dann das Note 9 schneller sein? Ach halt, da bringt Apple dann ja auch wieder nen neues iPhone raus. Apple hat über die letzten Jahre den Vorsprung sukzessive ausgebaut und im Moment klafft sichtbar eine Lücke. Das Note 8 hat im Antutu mehr als 40.000 Punkte Unterschied zum iPhone 8/X. Das ist ein Unterschied, den kein Gerät über ein Jahr bislang zum iPhone aufholen konnte.

Wenn Du aber die Branche verfolgen würdest, dann wäre Dir darüber hinaus noch mehr aufgefallen. Schon 2016 mussten einige Hersteller ihre Smartphones kurz vor knapp mit anderen Chips ausstatten, weil Qualcomm, um die Leistung zu steigern, nur noch an der Taktfrequenz regeln konnte. Die Geräte wurden letztlich so heiß, weil auf so geringem Raum nicht ausreichend für Kühlung gesorgt werden konnte. In den Smartphones der Konkurrenz werden seit "Jahren" Achtkern-Prozessoren verwendet. Diese sind nicht leistungsfähig genug, um mit Apples Chip-Design mitzuhalten. Würde Apple acht Kerne verwenden, wäre der Unterschied noch viel größer.

Benchmark hin oder her, es wird komplett vergessen das Android komplett offen ist und alles mögliche Supporten muss. Apple ist ein geschlossenes System, daher ist dort alles darauf ausgelegt die Hardware bestmöglich zu nutzen. Und egal wie hoch der unterschied zu Apple ist, das was im Moment auf den Smartphones läuft wird nie die volle Hardware Auslastung ausnutzen, daher sind diese Benchmarks derzeit wirklich nur ein E-Penis Vergleich. Das selbe wie bei den aktuellen CPUs Intel VS Ryzen von AMD. Intel ist immer noch vorne aber Preis/ Leistung stimmt vorne und hinten nicht mehr, weswegen AMD mit Ryzen punkten kann. Das selbe bei IPhone, Preis / Leistung steht in keinem Verhältnis wenn ich ein Android kaufe das nur knapp unter 300 kostet udn ich in der Leistung kein unterschied zum aktuellen IPhone feststellen kann + das ich dort mehr Funktionen zur Verfügung habe.

Im Ganzen will ich sagen, das ist ein Apfel Birnen vergleich. Es kommt immer darauf an was man machen will. Und die Leistung die da im Moment Produziert wird interessiert im Smartphone nicht wirklich, oder betreibt jemand auf seinem Smartphone komplizierte Excel Tabellen oder rendert dadrauf? Nicht? Also was will man dann mit der Leistung wenn diese sowieso nur unnötig verpufft?

Das ist so nicht korrekt. Man hat schon vor Jahren einen Unterschied erkannt und tut es noch heute. Das aber auch nur, wenn man im Detail hinsieht. Ich habe mal ein technisches Whitepaper zur Spieleentwicklung gelesen. Darin wurde unter anderem erklärt, warum ein Grand Theft Auto von Rockstar auf dem iPhone trotz niedrigerer Auflösung besser ausschaut als auf einem Android-Gerät mit hoher Auflösung und warum es am iPhone flüssiger läuft. Das kann man natürlich nur sehen, wenn man beide nebeneinander vergleicht. Es ist natürlich leider so, dass man viel zu wenig darüber liest.

Aber auch ein anderes Beispiel zeigt, warum das iPhone die Nase vorn hat. Apple kauft höherwertigere Sensoren. Haben Sie mal drei Android-Geräte nebeneinander gelegt und deren Kompassfunktion genutzt? Sie werden drei verschiedene Ergebnisse angezeigt bekommen. Das ist beim iPhone, iPad etc. nicht der Fall.

Es gibt sehr wohl einige Apps aus dem Bereich Videoschnitt, Bildbearbeitung (ProCreate, Pixelmator und andere) und Audio (DJ Tools oder Podcasting Apps), die es so nicht für Android gibt. Das hat nicht nur mit der Leistungsfähigkeit zu tun, sondern auch mit den Schnittstellen, die Apple Entwicklern bereitstellt, um solche Software zu erstellen.

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