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Wieder ein Datenleck

Wieder Millionen Facebook-Daten unverschlüsselt im Netz

Facebook hat ein ernsthaftes Problem mit der Datensicherheit und wohl auch mit der Zuverlässigkeit seiner Partner und Entwickler. Nun wurden auf Amazon S3 zahlreiche unverschlüsselte und für die Allgemeinheit zugängliche Daten gefunden, die eigentlich dort nicht hingehören. 

Forscher der Sicherheitsfirma UpGuard haben zahlreiche Informationen von Facebooknutzern in freier Wildbahn entdeckt - ungeschützt und in großer Anzahl. Sie befanden sich auf Amazons Cloud und stammen vermutlich von Apps, die auf Facebooks interne Datenbanken zugreifen können. Es ist durchaus denkbar, dass sie aus Entwicklungszwecken genutzt und später dort vergessen wurden oder für Tests dienten.

Die Entdeckung kommt etwa ein Jahr nach dem Cambridge Analytica Skandal, der aufzeigte, wie unsicher und unkontrolliert Facebook Nutzerinformationen online speichert und anderen Zugriff darauf gewährt.

Eine der Datensätze des mexikanischen Medienunternehmen Cultura Colectiva ist 146 Gigabyte groß und soll über 540 Millionen Datensätze mit Kommentaren, Vorlieben, Reaktionen, Kontonamen, Facebook-IDs und anderen Informationen enthalten, schreibt Bloomberg.

Dann wurde noch ein Datenschatz in einen Amazon S3 Buckelt entdeckt, der öffentlich zugänglich war, Hier wurden ebenfalls Daten von Nutzern sowie Passwörter gespeichert. Die Kontoinfomationen werden nach einem Bericht von Bloomberg für die App "At the Pool" gedacht werden sein - und nicht etwa Zugangsdaten von Facebook-Konten darstellen. Dennoch kann das böse ausgehen - wenn Nutzer das gleiche Passwort wieder verwenden sollten - und das tuen leider immer noch viele Anwender.

Dennoch: Bei Programmierern ist es seit Jahren üblich, dass Kennwörter verschlüsselt werden - denn sonst könnte ein Angreifer mit einem Mal viele Zugänge erbeuten. Nach Einführung der DSVGO ist das auch Pflicht, weil es dem Stand der Technik entspricht.

Im März gab es schon einmal ein Datenleck: Zwischen 200 Millionen und 600 Millionen Facebook-Nutzer waren damals betroffen, wie der Sicherheitsdienstleister Krebs schrieb. Facebook hatte damals wohl Hunderte von Millionen Kennwörter für bestimmte Anwendungen nicht geschützt, sondern bis zu 20.000 Mitarbeitern im Unternehmen zugänglich gemacht.

Insofern kann man EU-Kommissarin Jourova gut verstehen, die zum Verlassen von Facebook aufruft.

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