Big Data

Diese Daten sammelt Facebook über Sie

Dass Facebook eine Datenkrake ist, dürfte hinlänglich bekannt sein. Denn es ist kein Geheimnis, dass das Soziale Netzwerk sein Geld zu einem großen Teil mit personalisierter Werbung verdient. Eigentlich ist personalisierte Werbung keine schlechte Idee, schließlich profitieren davon Nutzer, Werbetreibende und die Vermittler. Wäre da nicht die ausufernde Datensammelei. Eine US-Zeitung hat nun ermittelt, welche Daten Facebook eigentlich hierfür sammelt.

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Das Soziale Netzwerk Facebook verdient sein Geld mit Werbung. Und damit fährt das Unternehmen sehr gut. Quartal für Quartal verkündet Facebook immer neue Einnahmerekorde in Milliardenhöhe, sowohl bei der Browser-Werbung als auch bei der Werbung auf mobilen Endgeräten wie Smartphones. Das Erfolgsgeheimnis Facebooks ist dabei die personalisierte Werbung. Das Soziale Netzwerk versucht die Anzeigen auf den jeweiligen Nutzer individuell zuzuschneiden. Das hat Vorteile für den Nutzer, weil er in erster Linie nur relevante Werbung angezeigt bekommt, die ihn auch wirklich interessiert. Außerdem hat es Vorteile für Werbetreibende, weil sie zum einen die Werbung für ihre Produkte an die richtige Zielgruppe richten können und zum anderen nur für Werbung zahlen müssen, die diese Zielgruppe erreicht. Da diese individualisierte Werbung wiederum teurer ist als reguläre Werbung verdient natürlich auch Facebook dadurch mehr als mit herkömmlicher Werbung.

Facebook sammelt Daten aus verschiedenen Quellen

Die Washington Post hat nun versucht herauszufinden, welche Faktoren Facebook verwendet, um Werbung auf einzelne Nutzer zuzuschneiden. Für den US-Markt hat die Zeitung 98 einzelne Faktoren gefunden, die dies beeinflussen. Einige der Faktoren erhält Facebook von den Nutzern selbst, beispielsweise das Geschlecht, das Alter, den Beziehungsstatus, den Bildungsstand und diverse Interessen bei Filmen oder anderen Dingen. Außerdem sammelt Facebook Daten durch die Geräte, mit denen Nutzer auf Facebook zugreifen. Auf diese Weise lässt sich der Ort des Nutzers oder seine Gerätewahl ermitteln. Das Soziale Netzwerk greift aber auch auf andere Datenbanken zurück und kauft somit Daten über seine Nutzer ein. So ermittelt Facebook auch, ob Nutzer zur Miete wohnen, ein Haus besitzen und wieviel diese Wert ist, ob sie ein Auto oder ein Motorrad haben. Das Soziale Netzwerk will zudem wissen, wie groß der Haushalt ist oder wie viel Facebook-Mitglieder jährlich verdienen, was sie einkaufen und welche Kreditkarte sie verwenden.

Das ist aber nur ein Bruchteil der gesammelten und verwerteten Daten. Die vollständige Liste finden Sie bei der Washington Post.

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"Das hat Vorteile für den Nutzer, weil er in erster Linie nur relevante Werbung angezeigt bekommt, die ihn auch wirklich interessiert."

Ist wohl ein schlechter Witz. Werbung verleitet zum Geld ausgeben. Ich kenne jedenfalls niemanden, der davon zu viel hat. Ergo gibt es hier überhaupt keinen Vorteil, auch wenn die Werbewirtschaft etwas anderes sagt, zum Beispiel, dass Werbung aufklärt bzw. informiert. AM ENDE soll nur eine KAUFENTSCHEIDUNG generiert werden.

Also mein Geld, hart verdient, geht auf eine Reise, die es wahrlich nicht angetreten hätte.

Wenn ich etwas benötige, dann suche ich selbst. Entweder real shopping oder online, z.B. über eBay. Ich möchte bestimmen, wann ich was kaufe - und nicht bunte Werbung. Kann voll darauf verzichten und unternehme alles, um die Werbeflut einzudämmen. Nie Facebook, kein Twitter und wie sie alle heißen. Rauben mir sowieso nur Lebenszeit.

Ich lass mich doch nicht im Nasenring durch die Kauf-Arena ziehen.

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