Apple Music: Verdacht des unlauteren Wettbewerbs steht im Raum

Die Verträge zwischen Apple und den großen Plattenfirmen haben Behörden in den USA und in Europa auf den Plan gerufen. Die Unternehmen werden verdächtigt, nicht nur einen Musik-Streaming-Dienst aufbauen zu wollen, sondern auch die Konkurrenz, die kostenlose Musik-Streaming-Konten anbietet, mit unlauterem Wettbewerb aus dem Geschäft drängen zu wollen. Bisher gibt es jedoch offenbar keine echten Hinweise, sondern lediglich einen Verdacht.

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Die Abmachung zwischen Apple und mehreren großen Plattenfirmen, die die Grundlage für Apples Musik-Streaming-Dienst Apple Music bilden, wird derzeit von zwei US-amerikanischen Staaten überprüft. Die Staaten New York und Connecticut zweifeln an, dass das Geschäft lediglich mit der Absicht geschlossen wurde, das Streamen von Musik über Apple Music zu erlauben. Es steht der Verdacht im Raum, dass die Plattenfirmen zusammen mit Apple einen Streaming-Dienst mit der Absicht aufbauen wollen, die Konkurrenz vom Markt zu drängen.

Spotify & Co. sind den Plattenfirmen seit längerem ein Dorn im Auge, weil sie eine kostenlose, werbefinanzierte Version ihrer Streaming-Dienste anbieten.

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Die Universal Music Group (UMG) hat gegenüber den Behörden der beiden Staaten unter Eid angegeben, dass es nicht versuchen wird, kostenlose Musik zu blocken. Die Behörden beider Staaten haben die Aussage von UMG akzeptiert. Die Untersuchungen sind jedoch noch nicht vorbei. Beide Staaten setzen die Untersuchungen fort und auch die Europäische Union hat angekündigt, sich die Abmachung genauer anzusehen.

Apple und die Plattenfirmen konnten sich lange nicht einigen. Angeblich waren die Verträge bis zum Beginn der vergangenen Woche noch nicht unterschrieben. Bis zur Keynote der World Wide Developers Conference am 8. Juni war unklar, ob Apple seinen eigenen Musik-Streaming-Dienst überhaupt vorstellen kann. Schlussendlich präsentierte Apple den Dienst Apple Music jedoch zu einem Preis von 9,99 US-Dollar im Monat. Die ersten drei Monate sind für die Nutzer kostenlos. Für 14,99 Euro können Anwender Apple Music für ihre Familie freigeben, wodurch insgesamt bis zu sechs Familienmitglieder denselben Account nutzen können.

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Unlauterer Wettbewerb mit einem Bezahldienst gegen kostenlose Angebote. Apple muss wieder einmal saugut sein wenn der Billigwettbewerb wieder voll die Hosen voll hat und zu unlauteren Angriffen neigt.

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