Epic muss vier Millionen Dollar zahlen

Epic Games vs. Apple: Das muss sich nach dem Gerichtsurteil jetzt ändern

Der Rechtsstreit Epic Games gegen Apple hat ein vorläufiges Ende gefunden. Für beide Parteien ist das Urteil sicherlich nicht so, wie sie es erwartet haben. Apple geht aber als Sieger hervor – wenn auch mit einigen Einschränkungen. 

Von   Uhr

Das lang erwartete Urteil im Fall Epic Games gegen Apple ist da. Die Richterin hat dabei nun fast alle von Epic Games vorgebrachten Anschuldigungen zurückgewiesen – das Urteil ist im Grunde eine Niederlage auf ganzer Ebene für den Spieleentwickler. Epic Games wurde dazu verurteilt, nun erst einmal Schadensersatz in Höhe von 30 Prozent von dem Gewinn an Apple zu zahlen, die Epic durch die direkte Zahlung entgegen der App-Store-Richtlinien eingestrichen hatte. Laut dem Urteil sind das rund vier Millionen Dollar, die an Apple fließen werden. 

Epic Games steht schlechter da als zuvor

Allerdings wird mit dem Urteil nun auch das bisherige Vorgehen von Apple untersagt, dass den Entwickler:innen verbietet, ihre Nutzer:innen auch außerhalb des App Stores zu kontaktieren. Das beinhaltet zudem den Verweis auf externe Zahlungsmöglichkeiten. Die Richterin hat ein dauerhafte Unterlassungsverfügung gegen Apple ausgesprochen, die besagt, dass Apple den Entwickler:innen nicht mehr verbieten darf, auf Zahlungsoptionen von Drittanbietern zu verweisen. Das heißt wiederum, dass Entwickler:innen mit ihren Apps künftig „legal“ einen Weg bekommen müssen, Apples Zahlensystem und damit auch der Provision zu umgehen. 

Mehr zum Streit:

Epic-Chef Tim Sweeney kommentierte die Niederlage auf Twitter. Er meint, das Urteil sei kein Gewinn für Entwickler und Kunden und daher wolle er weiterkämpfen.

Von der Redaktion empfohlener Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt. Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Für Apple hätte das Verfahren dennoch kaum besser laufen können. Die Richterin hat in ihrem Urteil unterstrichen, dass der App Store nicht gegen das Kartellrecht verstößt. Dennoch forderte sie Apple auf, mehr Wettbewerb zuzulassen. In Einzelheiten sind die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, aber noch nicht klar. 

Wichtig ist: 

  • Apple muss App Store-Entwicklern erlauben, Nutzer:innen auf andere Zahlungssysteme umzuleiten
  • Apple muss App Store-Entwicklern erlauben, Kontaktdaten der Nutzer:innen auch außerhalb des Store-Systems zu verwenden
Anzeige

Apple hatte bereits einige Lockerungen für den App Store angekündigt, doch diese gelten zunächst explizit nur für US-Entwickler. Zudem gehen sie nicht so weit, wie das Urteil es nun verlangt – Apple wird also nicht nachbessern müssen.

Die einstweilige Verfügung gegen Apple soll innerhalb von 90 Tagen in Kraft treten. Dem Wortlaut nach bedeutet dies, dass Apple den Entwickler:innen aller Anwendungen die Verknüpfung mit Zahlungslösungen von Drittanbietern erlauben muss. Dazu gehört vor allem die äußerst lukrative Kategorie der Spiele.


Produkthinweis

Apple Externe MagSafe Batterie (für iPhone 12, iPhone 12 Pro, iPhone 12 Pro Max und iPhone 12 Mini)

92,33 €
Anzeige

Mehr zu diesen Themen:

Diskutiere mit!

Hier kannst du den Artikel "Epic Games vs. Apple: Das muss sich nach dem Gerichtsurteil jetzt ändern" kommentieren. Melde dich einfach mit deinem maclife.de-Account an oder fülle die unten stehenden Felder aus.

Na endlich, was will Epic denn erreichen?
Die möglichkeit illegale und gecrackte apps installieren zu können?
Ich will aber nicht auf die Sicherheiit verzichten, zb meine gespeicherten Passwörter oder Apple Pay…
Und Apple ist kleinen Entwicklern ja eh schon entgegengekommen.

Aber es bleibt trotzdem die Plicht, über Apple in App Käufe anzubieten oder? Der Entwickler darf halt nur darauf verweisen auch sein Zahlungssystem nutzen zu können. Und der Kunde hat dann die Wahl.
Ist das so richtig?

Zum Verfassen von Kommentaren bitte mit deinem Mac-Life-Account anmelden.

oder anmelden mit...