Enthält Affiliate-Links [Was ist das?]Ratgeber zum Thema „Keyboard für macOS kaufen“

Apple, Logitech, Keychron und Co: Die beste Tastatur für den Mac finden


Wer einen Computer nutzt, benötigt eine Tastatur. Doch die Suche nach dem richtigen Keyboard ist gar nicht so einfach. Erst recht nicht, wenn ein Mac Teil der Gleichung ist. Worauf ist beim Kauf zu achten?

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Auf den ersten Blick ist bei Apple alles unkompliziert. Wer eine Tastatur für seinen iMac, Mac Pro, MacBook oder seinen „Hackintosh“ braucht, greift einfach zu Apples eigenen Tastaturen. Doch auch wenn die Apple-Tastaturen qualitativ deutlich besser als ihr Ruf sind, ergibt es Sinn, sich vor dem Kauf Gedanken zu machen: Welche Funktionen und Eckdaten sind wichtig, wie viel Geld bin ich bereit auszugeben?

Im Schnelldurchlauf – worauf du beim Kauf eines Keyboards für den Mac achten musst

  • Greife zu einer Tastatur im QWERTZ-Layout, dann befinden sich alle Tasten an der gewohnten Stelle.
  • Achte darauf, dass Mac-Sondertasten entsprechend ausgewiesen sind, etwa die Command- und Wahltaste, aber auch Sonderzeichen entsprechend dargestellt werden (etwa das @, welches für Mail-Adressen benötigt wird).
  • Mechanische Tastaturen sind, wenn wir ehrlich sind, etwas für Nerds. Sie sind lauter als die verbreiteteren Rubberdome-Tastaturen und das Schreibgefühl ist Geschmacksache. Rubberdome-Geräte sind besser als ihr Ruf und viel günstiger zu haben.
  • Wenn du wenig Platz hast, entscheide dich für ein Keyboard ohne Nummernblock. Sogenannte Tenkeyless-Layouts sind ein guter Kompromiss aus Umfang und Platzbedarf.
  • Biometrisches Einloggen via Fingerabdruck über eine entsprechend ausgestattete Taste gibt es in einer tief in das System integrierten Variante nur bei Apple mit der „Touch ID“-Variante des Magic Keyboards.

QWERTZ, QWERTY, Dvorak: Welches Layout soll ich wählen?

Die wohl grundlegendste Frage bei der Wahl einer Tastatur ist die nach ihrem Layout. Wie die Tasten angeordnet sind, ist an die Sprache gebunden: Im deutschen Sprachraum wird das sogenannte QWERTZ-Layout genutzt, im englischsprachigen hingegen das QWERTY-Layout – hier sind nicht nur die Position von Z und Y vertauscht, sondern auch Sondertasten an anderer Stelle zu finden und Umlaute nur über Tastenkürzel zu erreichen. In den meisten Fällen fällt die Entscheidung daher klar für QWERTZ.

Ein aufgeräumter Arbeitsplatz. Wer nur wenig Platz auf dem Schreibtisch hat, kann zu Tastaturen ohne Nummernblock greifen.
Ein aufgeräumter Arbeitsplatz. Wer nur wenig Platz auf dem Schreibtisch hat, kann zu Tastaturen ohne Nummernblock greifen. (Bild: Stefan Molz)

Eine QWERTY-Tastatur kann in Sonderfällen aber dennoch eine Alternative sein. Es gibt mitunter Programmierer, die ob der leichteren Erreichbarkeit von Sonderzeiten auf diese Art an Tastenanordnung schwören. Noch exotischer sind komplette andere Anordnungen der Tasten, etwa das sogenannte Dvorak-Layout. Die Dvorak-Tastaturbelegung hat den Anspruch, ein ergonomisches Schreiben am Computer zu ermöglichen. Die Datenlage aber ist dünn und im deutschsprachigen Raum sind Dvorak-Tastaturen so wenig verbreitet, dass sie für Mac-Anwender:innen keine Rolle spielen. Immerhin: Apple unterstützt das englischsprachige Dvorak-Layout von Haus mit einer entsprechender Voreinstellung in den Systemeinstellungen.

Langer Rede, kurzer Sinn: in 99 Prozent der Fälle sollte zu einer Tastatur mit QWERTZ-Layout gegriffen werden.

Kompakt oder mit Ziffernblock: Das steckt hinter Tenkeyless (und anderen Tastaturgrößen)

Und es kommt doch auf die Größe an. Wer nur wenig Platz auf seinem Schreibtisch hat, muss nicht zur ausladenden Tastatur mit sämtlichen Sondertasten und Ziffernblock greifen.

Apple weiß das und bietet sein Magic Keyboard (und zuvor das Wireless Keyboard) auch in einer sogenannten „Compact Tenkeyless“-Variante an (ohne diese so zu benennen). Ohne Nummernblock und weniger Sondertasten benötigt die Tastatur so rund ein Drittel weniger an wertvoller Stellfläche auf deinem Schreibtisch (und passt so auch prima mit in die Notebooktasche). Auch andere Hersteller bietet kleinere Tastaturen an – es muss nicht immer ein Keyboard voller Größe mit seinen um die 109 Tasten sein.

Tastatur ist also nicht gleich Tastatur. Einige wichtige Varianten in Größe und Umfang im Anriss:

  • 100-Prozent-Tastatur: Dazu zählt etwa das Apple Magic Keyboard mit Nummernblock mit seinen 109 Tasten. Neben dem Nummernblock findest du hier zahlreiche Funktions- und Sondertasten.
  • 75-Prozent-Tastatur: 78 Tasten zählt die kompakte Variante des Apple Magic Keyboard ohne Ziffernblock, Profis bezeichnen dieses Layout als „Compact Tenkeyless“. Vielen gilt diese Variante als hervorragender Kompromiss aus Platzbedarf und Funktionsumfang.
  • 60-Prozent-Tastatur: Diese kommen, der Name deutet es an, mit 60 Tasten – es fehlen hier nicht nur der Nummernblock und Funktionstasten, sondern auch die Pfeiltasten. Ein prominenter Vertreter ist das Happy Hacking Keyboard von PFU, welches auf das Design der ersten Macintosh-Tastatur zurückgeht.

Geschmäcker sind verschieden: Rubberdome oder Mechanik?

Bei der Wahl einer Tastatur fällt die Entscheidung anhand von Vorlieben in Sachen Tippgefühl. In der Breite durchgesetzt haben sich Tastaturen in Rubberdome-Technik. Statt echter Schalter wie in mechanischen Tastaturen verwendet, lösen hier Gummikappen mit elektrisch leitfähiger Spitze die Anschläge aus. Rubberdome-Tastaturen sind günstiger zu fertigen, sehr flach zu bauen und kommen mit einem sehr niedrigen Hub – die Tasten lösen fast unmittelbar nach dem Drücken aus, der Weg von der Ausgangs- zur fixen Auslöseposition ist gering.

Anders ist das bei mechanischen Keyboards. Hier kommen Schalter zum Einsatz, in deren Inneren oft eine Feder sitzt – der Auslöseweg ist länger, was nicht wenige unter den Vielschreibern aber als angenehm empfinden, auch weil sowohl Haptik und Klang laufend Rückmeldung geben.

Die wesentlichen Unterschiede im Überblick:

  • Die Bauweise: Rubberdome-Tastaturen arbeiten mit Gummieinsätzen, mechanische Tastaturen mit Miniaturschaltern.
  • Das Schreibgefühl und die Lautstärke: Tasten von Rubberdome-Tastaturen lassen sich leicht drücken und haben nur einen geringen Hub. Sie arbeiten daher auch sehr leise. Scherenmechanismen sollen trotz Rubberdome-Technik einen präzisen Anschlag sicherstellen. Mechanische Tastaturen hingegen erzeigen beim Auslösen einer Taste je nach verwendeter Schalterart ein deutlich wahrnehmbares Geräusch bis hin zu einem satten „Klack“.
  • Der Preis: Rubberdome-Tastaturen lassen sich deutlich günstiger herstellen, sie sind weniger komplex aufgebaut als ihre mitunter deutlich teureren mechanischen Gegenstücke.

Mechanische Tastaturen: ab in den Kaninchenbau!

Tastaturen können zum zeitfressenden und teuren Hobby ausarten. Und so hat sich rund um mechanische Tastaturen eine Community entwickelt, die das Thema mit viel Liebe zum Detail diskutiert. Themen gibt es viele, denn mechanische Tastaturen lassen in vielerlei Hinsicht an die eigenen Wünsche anpassen – und das sowohl optisch als auch mechanisch. Sogenannte „artisan keycaps“, Zierkappen für Tasten etwa in Form eines Miniatur-Macintoshs, individualisieren das Aussehen der eigenen Tastatur. Das Tippverhalten hingegen lässt sich nicht nur durch die Wahl der Switches, sondern auch durch ein Schmieren mit Ölen oder Silikon und dem Anbringen von Dämpfungsringen weitreichend anpassen. Genug also an Themen für lange Bastelabende – ein guter Einstieg in die Community findet sich im Subreddit /r/MechanicalKeyboards/.

„Red“, „Blue“, „Brown“: Die Farbenlehre mechanischer Tastaturen 

Bei mechanischen Tastaturen sitzt hinter jeder einzelnen Taste ein eigener kleiner Schalter mit einer Feder. Wie dieser aufgebaut ist, bestimmt über das Schreibgefühl und auch die Lautstärke – wie viel Kraft muss zum Auslösen aufgebracht werden, wie lang sind die Schaltwege, welches Geräusch machen sie?

Hersteller von Tastaturen beziehen die kleinen Schalter meist von Firmen wie Cherry oder Gateron. Die populärsten Switches sind die sogenannten „Cherry MX“-Schalter, sie sind farbcodiert und im Ansatz herstellerübergreifend miteinander zu vergleichen:

- Red: Der „Rote“ ist ein linearer Schalter, der verhältnismäßig leise arbeitet und als Standard unter den Fans mechanischer Tastaturen gilt.
- Blue: Die englische Bezeichnung „Clicky“ bezeichnet die blauen Tastenschalter bereits recht gut: Jeder Anschlag klickt sowohl spür- als auch hörbar. Dafür wird etwas mehr Kraft beim Anschlagen benötigt als bei den roten Schaltern der Fall, dennoch lässt es sich über lange Zeit ermüdungsfrei schreiben. Wirklich keinesfalls zu unterschätzen: die Lautstärke! Mit einer „Clicky“-Tastatur macht sich im Büro niemand Freunde.
- Brown: Die „braunen“ Schalter sind ein Kompromiss zwischen Rot und Braun – deutlich leiser, aber dennoch mit ausgeprägterer Haptik beim Schreiben, bieten sie ein taktiles Tipperlebnis.

Ferner gibt es eine Reihe weiterer Schalter, darunter auch interessante Mischformen aus Rubberdome und Mechanik, etwa von Topre. Profis mischen mitunter auch Switches verschiedener Charakteristik auf einer Tastatur. Unternehmen wie Keychron bieten daher auch Bausätze an.

Vieles ist bei mechanischen Tastaturen und deren Modding auch eine Preisfrage: Wer eine absolut hochwertige mechanische Tastatur sein Eigen nennen möchte, zahlt nicht nur für die Technik, sondern auch ein klein wenig für den Namen und die Aufnahme in einen gewisserweise elitären Zirkel– so etwa bei den Happy Hacking Keyboards von PFU. Die kosten je nach Ausstattung zwischen 250 und 350 Euro. Und eventuelles Modding kommt obendrauf.

Das Happy Hacking Keyboard kombiniert die Vorteile von Rubberdome- und mechanischen Tastaturen. Der Preis ist happig, ab etwa 250 Euro ist das aktuelle Modell zu haben.
Das Happy Hacking Keyboard kombiniert die Vorteile von Rubberdome- und mechanischen Tastaturen. Der Preis ist happig, ab etwa 250 Euro ist das aktuelle Modell zu haben. (Bild: Stefan Molz)

Ein eher akademisches Problem: Die Sache mit dem Rollover

Rollover bezeichnet die Fähigkeit einer Tastatur, mehrere Tastenanschläge zur gleichen Zeit erkennen und unterscheiden zu können. Das ist beispielsweise im Bereichen Gaming von Bedeutung oder aber der Stenografie.

Am Mac ist die Frage nach dem Rollover aber eher theoretischer Natur. Die meisten Geräte bieten schlicht ein 6-faches-Rollover, so auch Apples eigene Keyboards. Sogenannte NKRO-Tastaturen (NKRO steht für „n-key rollover“) sind ein absolutes Nischenprodukt, sie können alle Tasten zur gleichen Zeit erkennen.

Das Rollover-Verhalten einer Tastatur lässt sich im Browser testen, wozu schlicht dieser Link aufgerufen werden muss.

Worauf als Mac-Anwender:in achtgegeben werden sollte

Der wichtigste Punkt, der beim Kauf einer Tastatur für den Mac zu beachten ist: Ihre Funktions- und Sondertasten sollten Mac-spezifisch beschriftet sein. Funktional ist eine Windows- zwar auch eine Command-Taste, aber die Beschriftung weicht eben ab. Ärgerlicher sind Abweichungen etwa bei der Platzierung des @ – dieses gibst du am Mac abweichend von Windows via Wahltaste+L ein, was auf Tastaturen für den Mac auch entsprechend vermerkt ist. Ansonsten gilt: Wer Deutsch tippt, solltest eine Umlaut-freundliche Tastatur im QWERTZ-Layout wählen.

Sonderfall Apple TV

Auch an ein Apple TV kannst du eine Tastatur anschließen. Das ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn du häufiger Apps im Wohnzimmer nutzt – Text kannst du zwar auch deutlicher komfortabler als mit der Apple-TV-Bildschirmtastatur über dein iPhone eingeben, aber eine echte Tastatur ersetzt dir das Smartphone natürlich nicht. Es muss keine spezielle „Wohnzimmer-Tastatur“ wie von Logitech sein, im Prinzip lässt sich jede Bluetooth-Tastatur auch mit dem Apple TV koppeln.

Soll die Tastatur leuchten und ist RGB ein Thema für dich?

Apple machte es mit dem MacBook Pro vor und seitdem wollen es alle: eine hintergrundbeleuchtete Tastatur. Tatsächlich ergibt diese in einem Notebook am meisten Sinn, vereinfacht sie doch das Auffinden etwa von Sonderzeichen an schummrigem Arbeitsplätzen. Doch auch am Desktop kann eine Tastatur mit LED-Beleuchtung sinnvoll sein – und sei es als schmückendes Beiwerk. Entsprechende Geräte etwa bietet seit Jahren Logitech an.

Gleich einer Großraumdisco vermag hingegen eine RGB-Gaming-Tastatur zu funkeln. Auch wenn das Thema „Spiele“ am Mac nicht sonderlich groß sein mag: Entsprechende Tastaturen gibt es dennoch! Im Zweifel finden sich auf Github auch Softwaretools, um RGB-Tastaturen für Windows unter macOS zum Funktionieren beziehungsweise Leuchten zu bringen.

Tastatur lieber kabelgebunden via USB oder wireless und mit Akku?

Kabellose Tastaturen sind inzwischen der Standard. Die Verbindung und Kommunikation mit dem Mac wird in aller Regel via Bluetooth realisiert. Das funktioniert verlässlich, wobei die initiale Inbetriebnahme natürlich bei Apples eigenen Tastaturen am einfachsten ist. Manche Hersteller bieten eigene Empfängermodule, etwa Logitech mit dem sogenannten Bolt-USB-Empfänger. Deren Vorteil liegt beispielsweise in höherer Signalstärke oder der zusätzlichen Verschlüsselung der über die Tastatur gemachten Eingaben.

Kabelgebunden wird in aller Regel nur noch in sicherheitsrelevantem Umfeld oder aber im Bereich Gaming und E-Sports in die Tasten gehauen – dort spielt nämlich mitunter der kaum noch fühlbare Zeitversatz einer Funktastatur eben doch eine Rolle.

Eine Buchse aber haben selbst kabellose Tastaturen. Die meisten der aktuellen Mac-kompatiblen Keyboards kommen mit einer USB-C-Buchse zum Aufladen des integrierten Akkus. Im Lieferumfang steckt aber überwiegend ein USB-A-auf-USB-C-Kabel, daher wird vielleicht ein USB-A-auf-USB-C-Adapter oder ein USB-C-auf-USB-A-Kabel benötigt. Modelle mit auswechselbaren Batterien sind selten.

Was Touch ID ist (welches es nur bei Apple gibt)

Ursprünglich mit dem iPhone eingeführt, ist Touch ID inzwischen über die gesamte Apple-Produktpalette hinweg neben Face ID der Standard für ein Einloggen via biometrischem Merkmal – hier eben durch einen Fingerabdruck. Touch ID ist auch im mit dem M1-iMac in einer überholten Fassung neu eingeführten Magic Keyboard verfügbar. Über die entsprechende Taste lässt sich der Mac (ent)sperren. Auch anderen Stellen, etwa bei der Abfrage nach Adminrechten bei der Softwareinstallation, lässt es sich schlicht per Fingerzeig fortfahren, statt ein Passwort eingeben zu müssen. Verfügbar ist Touch ID aber nur in besagten Apple-Tastaturen und ist nur im Zusammenspiel mit Apple-Silicon-Macs mit M1-Chip oder höher nutzbar.

Wie steht es um Standsicherheit und Aufstellwinkel?

Wer viel tippt, möchte eine standsichere Tastatur. Apple löst das Problem ebenso schlicht wie elegant mit vier länglichen Gummistandflächen, andere Hersteller verhindern ein Umherrutschen der Tastatur ähnlichen pragmatisch durch kleines Gummifüße. Auf Holz und Glas steht eine Tastatur daher meist sicher. Feines Detail: Manche Keyboard können angewinkelt werden, ein steilerer Winkel bringt die Tasten näher zum Schreiber. Nicht immer aber sind die ausklappbaren Plastikbeinchen ebenfalls gummiert. Wer mag, kann hier mit einer Portion Silikonknete („Sugru“) nachhelfen.

Handballenauflagen und weiteres Zubehör

Nur wenige Tastaturen kommt von Haus aus noch mit einer Handballenauflage – sie sind oft so flach, dass eine solche nicht länger benötigt wird. Dennoch: Eine Auflage kann die Ergonomie bei der Bildschirmarbeit steigern. So sie im Lieferumfang fehlt, lässt sie sich nachkaufen. Es stehen verschiedene Modelle zur Wahl. Neben Varianten aus Holz und Plastik stehen auch besonders softe Handballenauflagen mit einer Gelfüllung zur Wahl. Twelve South bietet darüber hinaus mit der Magicbridge einen Durchverbinder an, mithilfe dessen sich ein Magic Keyboard mit einem Magic Trackpad zu gewissermaßen einem Gerät zusammensetzen lässt.

Spezielle Tastaturen für spezielle Anwendungszwecke kaufen?

Viele Anwendungen, insbesondere im Bereich der Medienproduktion, also der Bildbearbeitung, dem Videoschnitt und auch im Tonstudio, lassen sich über Tastenkürzel sehr viel effizienter bedienen. Wer sich all die verschiedenen Keycommands nicht vom Start weg merken kann, behilft sich mit kleinen Aufklebern für die Tasten oder sogenannten Skins. Oder kauft gleich eine Tastatur mit entsprechend beschrifteten und in logischen Gruppen zusammengefasst eingefärbten Tastenkappen. Einer der bekanntesten Anbieter für solche Spezialtastaturen ist Logickeyboard, die für eine Vielzahl an Apps entsprechende Anpassungen in Form dedizierter Tastaturen sowie Skins im Angebot haben.

Auch im Bereich ergonomische Tastaturen gibt es Anbieter, die Tastaturen mit Mac-konformer Sondertastenbeschriftung anbieten, zu den bekannteren Namen zählt hier abermals Logitech.

Farbige Tasten mit anwendungsspezifischer Beschriftung sind häufig in Tonstudios und Videoschnittplätzen zu finden, etwa mit Layouts für Logic Pro X und Final Cut Pro.
Farbige Tasten mit anwendungsspezifischer Beschriftung sind häufig in Tonstudios und Videoschnittplätzen zu finden, etwa mit Layouts für Logic Pro X und Final Cut Pro. (Bild: Logickeyboard)

Apples Tastatur-Fiasko

Die gute Nachricht vorweg: Das „Magic Keyboard“, also Apples Desktop-Keyboard, ist nicht vom Drama um unzuverlässige Eingaben betroffen. Dafür aber eine große Zahl an MacBook-Modellen der vergangenen Jahre. Das Problem hat seine Ursache in einem Konstruktionsfehler aufseiten Apples. Die sogenannte „Butterfly“-Tastatur war so gebaut, dass Staub in den Zwischenraum des Tasteninnenlebens eindringen konnte. Einzelne Tasten lösen dann mitunter nicht mehr aus oder verursachen Mehrfacheingaben. Ein amüsantes Beispiel hierzu findet sich im Artikel von Joanna Stern vom Wall Street Journal.

Apple sprach von Einzelfällen, aber Probleme mit den Butterfly-Tastaturen waren und sind noch immer weitverbreitet. Der öffentliche Druck schließlich sorgte dafür, dass Apple ein entsprechendes Serviceprogramm auflegte. Wenn du deshalb auf der Suche nach einer neuen Tastatur bist, weil dein MacBook „spinnt“, schau zuerst in Apples offiziellem Supportartikel vorbei.

Fazit – die Qual der Wahl…

Die Wahl der richtigen Tastatur ist wichtig, denn du verbringst mitunter viel Zeit vor dem Computer und dessen Eingabegeräten. Unser Ratgeber zeigt dir, dass in vielen Fällen die Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Keyboard-Modell schlicht Geschmackssache ist. Nicht nur ist das Schreibgefühl oft grundverschieden, auch die Ausstattung spielt bei einer Kaufentscheidung eine wichtige Rolle – und natürlich darf auch der Preis nicht außer Acht gelassen werden. Du kannst günstige 20 Euro für eine Tastatur ausgeben oder eben auch exorbitante 400 Euro. Klar ist: Zumindest eine Mac-konforme Beschriftung der Sondertasten sollte es sein – alles anderes wäre ein Sparen am falschen Ende.

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Danke für diese informativen Artikel. Das Thema Tastaturen ist sicherlich auch in den vergangenen Monaten für viele Personen im Homeoffice zu einem erheblichen Punkt geworden. Auch ich habe die Zeit für eine „Findungsphase“ genutzt und bin nun, nach vielen Jahren Verwendung vom Apple Keyboard sowie Logitech MX Produkten zu einer für mich optimal funktionierende Mischung gekommen. Aktuell verwende ich bereits seit mehreren Wochen (täglich 8h+) eine Keychron K8 mit roten Switches. Diese bietet für meine Bedürfnisse ein gutes Schreibgefühl bei einer passablen Lautstärke. Die originale Handballenauflage verwende ich ebenfalls, empfinde diese jedoch nicht an jedem Tag als angenehm (gerade wenn man eine Uhr trägt, ist die Echtholz-Auflage etwas hart). Allgemein habe ich das Thema TKL mittlerweile in besonderem Maße zu schätzen gelernt, wenn es um das Thema Ergonomie (Tastatur mittig vor dem Monitor …).

Hab Dank für deinen Kommentar! Die Suche nach der richtigen Tastatur ist tatsächlich oft mit einer „Findungsphase“ verbunden. Ich bin insgeheim auf das Magic Keyboard „abonniert“ – auch weil ich Touch ID so praktisch finde. Habe aber auch ein weiteres Herz in der Brust, welches für mechanische Tastaturen schlägt. TKL finde ich auch angenehmer. Sieht imho zudem besser aus. In Zeiten von Homeoffice ist so eine Tastatur ja quasi schon fast so etwas wie ein Wohnaccessoire… ;-)

Grüße aus der Redaktion
Stefan

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