Bonus für den Apple-Chef

Tim Cook erhält 750 Millionen US-Dollar in Aktien zum 10-Jährigen

Apple-Chef Tim Cook gehört mittlerweile zur Top 10 der Bestverdiener unter den CEOs in den USA. In den letzten Jahren hat er sich zudem ein ordentliches Vermögen aufgebaut – und nun wird er auf einen Schlag zum Multi-Milliardär.

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Denn er gibt erneut einen Riesen-Bonus für Tim Cook: Nachdem Cook nun seit zehn Jahren Chef von Apple ist, steht ihm ein neues Aktienpaket zu. Laut Medienberichten erhält Cook nun Apple-Aktien im Wert von umgerechnet rund 750 Millionen US-Dollar. Das Paket umfasst fünf Millionen Apple-Aktien, und da der Konzern nicht zuletzt durch die brillante Führung von Cook hervorragende Gewinne einfährt, ist der Bonus entsprechend viel wert.

Die Zuteilung der Apple-Aktien gehört im Übrigen zu einem Vertrag, den Cook bei der Übernahme des CEO-Postens von dem damals noch lebenden Apple-Mitbegründer Steve Jobs geschlossen hatte. Das damals vereinbarte Gehaltsabkommen sah unter anderem vor, dass Tim Cook mehrere Aktienpakete bekommt, wenn er für eine bestimmte Dauer an der Spitze des Unternehmens tätig bleibt. Seine direkten Gehaltszahlungen waren dagegen verhältnismäßig niedrig, erst in den letzten Jahren stieg auch sein Jahresgehalt ohne die Boni.

Weiteres Aktien-Paket folgt - wenn Tim Cook bleibt

Die Summe von rund 750 Millionen US-Dollar in Form von Apple-Aktien ist nun laut dem Magazin Bloomberg die „letzte Rate seines Gehaltsabkommens“. Letztes Jahr erhielt Tim Cook zudem die Zusage, noch einmal ein Paket „Restricted Stock Units“ (Aktien, die nur unter bestimmten Bedingungen übertragen werden) im Wert von bis zu 114 Millionen US-Dollar zu bekommen, wenn er mindestens bis zum Jahr 2025 CEO von Apple bleiben wird.

Cook hat laut Bloomberg ein Nettovermögen von rund 1,5 Milliarden US-Dollar aufgebaut. Das Aktienpaket würde ihn damit auf jeden Fall zum Multi-Milliardär machen.

Cook hatte übrigens bereits erzählt, was mit dem Geld passieren soll – er plant, den Großteil seines Vermögens zu verschenken und ist schon seit Langem ein regelmäßiger Großspender an wohltätige Organisationen.

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Das sind Summen. Er hat bestimmt einen guten Job gemacht. Aber 750 Mio. sind meiner Meinung nach ein Anzeichen dafür, das in unserem kapitalistischen System ganz gewaltig etwas nicht stimmt.

Am Kapitalismus kann man sich ganz einfach beiteiligen. Vor 10 Jahren hätten sie sich Apple-Aktien für 12 Dollar kaufen können. Sie hätten ihren Einsatz mehr als verzehnfacht.

Tim Cook hat sich damals mit Aktienoptionen bezahlen lassen und selbst dafür gesorgt, dass die im Wert gestiegen sind - was ist daran falsch?

Am Kapitalismus kann man sich beteiligen, wenn man Kapital hat. Sobald man aber über kein Einkommen verfügt um es zu sparen, also anzulegen wird daraus nichts.

Anderes allgemeines Gedankenspiel: ich, Mitarbeiter eines aktiengeführten Unternehmens, kaufe Aktien des eigenen Unternehmens. Damit meine Aktien im Wert steigen bzw. eine Dividende abwirft, muss das Unternehmen möglichst schnell, möglichst hohe Gewinne erwirtschaften. Ein Weg dazu ist die Kosten schnell zu reduzieren. Ein großer Kostenblock sind die Gehälter der Angestellten. Also Gehälter runter, Belegschaft reduzieren. Mit meinem Aktienkauf erhöhe ich somit die Chance mein Gehalt zu reduzieren und meinen Job zu riskieren.

Ist natürlich sehr allgemein und vereinfacht. Aber Geld was angelegt wird muss Zinsen erwirtschaften; dies tun aber Menschen nicht Maschinen. Damit wird es zu einer Machtfrage und führt zu wachsenden Ungleichheiten.

dem ist nichts hinzuzufügen.
dafür gibt es nur die worte pervers und widerlich.

Manche Regierungen und manche Machthaber können bald wieder ruhiger schlafen. Die Totalüberwachung der Apple-Geräte macht es wohl in absehbarer Zeit möglich, das manche unliebsame Selbstdenker, Demokraten und Freiheitsapostel nun schon im Vorfeld ausfindig gemacht werden könnnen und das man so die nächste Demo gleich im Keim ersticken kann. Bravo!

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