Sieh’s mal Neo

Apples Frühjahrsfeuerwerk: MacBook Air

Der wohl beliebteste Laptop der Welt wird nochmals besser. Selbst mit dem M5 an Bord bleibt das MacBook Air dabei ein Leisetreter.

Von   Uhr

Apples beliebtestes Laptop hat eine Eigenschaft, die man erst zu schätzen weiß, wenn man längere Zeit an anderen Geräten gearbeitet hat: Es macht keinen Lärm. Kein Lüfter, kein Surren, kein Brummen – nichts. Das MacBook Air ist seit Jahren das wortwörtlich stille Arbeitstier im Apple-Laptop-Portfolio, und das überarbeitete Modell mit M5-Chip setzt diese Tradition fort, als hätte es nie ernsthaft erwogen, irgendetwas daran zu ändern.

Äußerlich passiert das Erwartbare: nichts. Das Aluminiumgehäuse, das Apple 2022 eingeführt hat, bleibt. Das Display ist gleich, ein 13,6-Zoll großes Liquid-Retina-Panel, hell, farbtreu und gut. Was sich geändert hat, steckt unter der Haube. Der M5-Chip bringt im Vergleich zum Vorgänger etwas mehr an CPU-Leistung und – das ist interessanter – deutlich mehr GPU-Leistung. Wer von einem MacBook Air mit M1 oder M2 umsteigt, wird einen deutlichen Sprung spüren. Wer vom M4 wechselt, muss indes ehrlich zu sich sein: Im Alltag ist der Unterschied nicht relevant.

Zwei handfeste Verbesserungen gibt es darüber hinaus. Erstens: Die SSD im Basismodell wurde auf 512 Gigabyte verdoppelt, ohne Aufpreis gegenüber dem alten 256-Gigabyte-Einstiegsmodell. Allerdings kostet das neue Einstiegsmodell nun 1.199 Euro statt 1.099 Euro. Ein kleiner Taschenspielertrick. Zweitens: Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 sind jetzt an Bord, ermöglicht durch den neuen Apple-eigenen N1-Chip. Wer einen kompatiblen Router hat, profitiert von schnelleren Verbindungen. Wer noch keinen hat, freut sich zumindest über die zukunftssichere Investition.

Die Akkulaufzeit bleibt auf dem gewohnt starken Niveau: rund 15 bis 18 Stunden, je nach Nutzung. Das MacBook Air sollte einen langen Arbeitstag problemlos überstehen – und in vielen Fällen auch den nächsten Morgen noch. Im lautlosen Betrieb, ohne einen Lüfter, der Wärme abführen muss, gelingt Apple hier ein Gleichgewicht, das kein Windows-Ultrabook in dieser Preisklasse bisher erreichen konnte.

Eine neue Frage aus nur zwei Worten stellt sich mit dieser Generation erstmals ernsthaft: MacBook Neo. Apples neues Einstiegs-Laptop kostet ab 699 Euro und erledigt Alltagsaufgaben überraschend flott. Wer hauptsächlich surft, schreibt und E-Mails bearbeitet, sollte das Neo in die Überlegung einbeziehen. Das MacBook Air mit M5 ist die richtige Wahl für alle, die kreative Workflows, anspruchsvollere Anwendungen und mehr Zukunftssicherheit brauchen – gegen Aufpreis, versteht sich.

Unser Ersteindruck nach dem In-die-Hände-Nehmen in Berlin: Das MacBook Air mit M5 ist ein ausgezeichnetes Gerät und bekommt den Staffelstab nahtlos vom M4-Modell übergeben. Apple erfindet hier nichts neu, sondern macht das Bewährte konsequent besser. Manchmal ist das die klügste Entscheidung.

Apples Frühjahrsfeuerwerk

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