OLED vorerst hell genug

iPhone 18 Pro soll noch ohne deutlich helleres Tandem-OLED kommen

Apple soll beim iPhone 18 Pro noch nicht auf Tandem-OLED setzen. Laut einem Leaker bleibt damit eine Display-Technik aus, die vor allem bei dauerhafter Helligkeit im Freien Vorteile bringen könnte.

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Beim iPhone 18 Pro wird es offenbar noch keinen großen Sprung bei der Display-Helligkeit geben. Der chinesische Weibo-Leaker „Instant Digital“ schreibt auf Weibo, dass Apples nächstes Pro-Modell „definitiv“ noch nicht mit Dual-Layer-OLED beziehungsweise Tandem-OLED ausgestattet sein soll.

Quickread: Auf einen Blick
  • Das iPhone 18 Pro soll laut einem Leaker noch kein Tandem-OLED erhalten
  • Die Technik könnte dauerhaft höhere Helligkeit bei weniger Wärme ermöglichen
  • Apple nutzt Tandem-OLED bereits beim iPad Pro mit M4-Chip
  • Für das iPhone 18 Pro wird stattdessen LTPO+ als Display-Upgrade erwartet
  • Ein Einsatz von Tandem-OLED im iPhone gilt eher nach 2028 als realistisch
     

Tandem-OLED bleibt wohl vorerst dem iPad Pro vorbehalten

Damit würde Apple eine Technik zunächst weiter dem iPad Pro vorbehalten. Dort setzt das Unternehmen seit dem M4-Modell auf ein Tandem-OLED-Panel, bei dem zwei lichtemittierende Schichten kombiniert werden. Das kann höhere Helligkeit, bessere Effizienz und eine längere Lebensdauer ermöglichen.

Tandem-OLED erklärt!

Bei Tandem-OLED werden zwei lichtemittierende OLED-Schichten übereinandergelegt. Dadurch kann ein Display bei gleicher Zielhelligkeit weniger stark belastet werden. Das hilft bei Effizienz, Wärmeentwicklung und Lebensdauer – und kann besonders bei hoher Helligkeit im Freien Vorteile bringen.

Warum die Technik fürs iPhone interessant wäre

Für das iPhone ist diese Technik vor allem deshalb interessant, weil die maximale Helligkeit im Alltag nicht nur vom Panel selbst abhängt. Bei längerer Nutzung im Freien muss das Gerät Wärme abführen. Wird das Display zu warm, kann die Helligkeit reduziert werden, um Bauteile zu schützen und den Energieverbrauch zu begrenzen.

Der Leaker deutet an, dass Apples aktueller Umgang mit thermischer Drosselung ein Grund dafür sei, warum die Pro-iPhones bei dauerhaft hoher Außenhelligkeit nur begrenzt zulegen. Ohne Änderungen an dieser Strategie wäre ein Tandem-OLED demnach ein naheliegender Weg zu sichtbaren Verbesserungen.

Frühere Berichte sehen Tandem-OLED erst später

Frühere Berichte hatten bereits darauf hingedeutet, dass Apple Tandem-OLED für das iPhone prüft, ein Einsatz aber frühestens nach 2028 realistisch sein könnte. Dabei soll Apple nicht zwingend die vollständige Tandem-Struktur des iPad Pro übernehmen. Statt zwei kompletter RGB-Schichten sei auch eine vereinfachte Variante im Gespräch, bei der nur die blaue Subpixel-Schicht verdoppelt wird.

LTPO+ könnte das nähere Display-Upgrade werden

Für das iPhone 18 Pro steht laut bisherigen Berichten stattdessen ein Wechsel auf LTPO+ im Raum. Diese Technik soll primär die Effizienz des OLED-Panels verbessern, etwa durch feinere Steuerung der Lichtemission. Einen vergleichbaren Sprung bei Spitzenhelligkeit oder dauerhaft hoher Helligkeit im Freien würde das aber nicht automatisch bedeuten.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Falls es Apples Absicht ist, den Preis der Pro-Modelle – wenigstens in der Basis-Konfiguration – stabil zu halten, ist der Verzicht auf das Upgrade auf ein neues OLED-Panel sicher etwas, womit man Geld sparen kann.

Dass das iPad Pro als Testballon bereits im Rennen ist, steht dabei auch unter einem anderen Stern. Einerseits ist das Tablet kein derartiger Verkaufsschlager wie das iPhone, andererseits kam es bereits auf den Markt, als Preise für RAM und Speicher noch überschaubar waren.