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Netzfundstück

Liquid Death: So wertvoll ist Wasser, wenn man es in Dosen abfüllt

Tod dem Plastik - ein kalifornisches Start-up verkauft Wasser aus Österreich in Alu-Dosen und wird damit zum Internet-Hit. Wir stellen Ihnen das kuriose Netzfundstück vor.

Mike Cessario, früher Creativ-Director für Netflix, hat eine neue Goldgrube entdeckt. Mit seinem Start-up „Liquid Death“ sammelte Cessario jetzt über neun Millionen US-Dollar von Investoren ein. Zuvor hatte er es schon mit einer Kampagne bei der Crowdfunding-Plattform Indiegogo versucht, war aber am Finanzierungsziel gescheitert - dafür gab es eine Menge Aufmerksamkeit für sein Projekt, welches jetzt endlich nach Jahren der Planung zum Leben erweckt wurde und im Handel verfügbar ist.  

Made in Austria

Wer sich jetzt fragt, welches Produkt aus Kalifornien es schafft, soviel Investment einzufahren: Wasser. Klares Wasser ohne Sprudel aus den österreichischen Alpen. Abgefüllt in Aluminiumdosen, mit einem rockigen Design und einem Logo, um das es von jeder Death-Metal-Band der Welt beneidet wird.   

Das ganze Marketing rund um „Liquid Death” ist grandios, obwohl es sich dabei nur um Wasser handelt. Aber das Gebirgswasser „made in Austria” trifft auf einen Nerv in den USA. In einem Interview betonte Cessario, er wollte dabei eine gesunde Alternative zu den Energy-Drink-Marken anbieten – und macht sich gleichzeitig über deren Marketing lustig.  

Dennoch ist Liquid Death ein ernsthaftes Produkt. Es wird in Alu-Dosen verkauft, da diese laut Unternehmen nachhaltiger als Plastikflaschen sind. Eine durchschnittliche Aluminiumdose enthält demnach etwa 70 Prozent Recyclingmaterial, während die durchschnittliche Kunststoffflasche nur etwa drei Prozent enthält. Natürlich passt eine 500 Milliliter Dose auch sehr viel besser zu dem harten Rocker-Image, welches sich Liquid Death auferlegt hat. Im US-Supermarkt kostet das Wasser im Übrigen nur 1,85 US-Dollar. 

Am Rande: Der Hype um Liquid Death könnte sehr kurz sein, denn Instagram-Influencer propagieren derzeit einen (gefährlichen) ganz anderen Trend - nämlich kein „pures” Wasser zu trinken. Stattdessen wird nur noch das sogenannte „lebendige Wasser“ zu sich genommen, welches in Früchten und Gemüse enthalten ist. 

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nicht besser als Plastikbehälter. Nachhaltige Verpackungen, beispielsweise aus Glas, gibt es schon seit vielen Jahrzehnten.
So ist es mit vielen Neuerungen der Neuzeit. Sie sind Mogelpackungen.
Das sollte eigentlich mal Greta angehen.

Der war gut.
Die größte Mogelpackung an sich soll das angehen.

;-);-);-)