Executive Order

Deshalb führt Donald Trump zu sinkenden iPhone-Verkäufen

US-Präsident Donald Trump geht seit geraumer Zeit gegen chinesische Unternehmen vor. Dabei scheint er allerdings Folgen für US-Unternehmen zu übersehen. So könnte Apple einer der Verlierer sein.

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Großes aus kleinen Ursprüngen

Schon als Donald Trump im vergangenen Jahr gegen Huawei vorging und ein Geschäftsverbot mit amerikanischen Firmen verhängte, rief man in China zum Boykott des iPhones auf und schmähte die Geräte regelrecht – zumindest für kurze Zeit. Nun könnte es deutlich größere Auswirkung haben. Der Präsident der USA hat nämlich nicht nur ein Verbot von TikTok ab Mitte September ausgesprochen, sondern geht gleichermaßen auch gegen WeChat sowie die Muttergesellschaft Tencent vor, die mit US-Unternehmen keinerlei Geschäfte mehr durchführen dürfen, sobald die Executive Order in Kraft tritt.

Was bedeutet der Bann für Apple?

Grundsätzlich ist die Vorgehensweise für Apple denkbar einfach: Man muss lediglich die Apps aus dem App Store entfernen. Unklar ist noch, ob dies nur für die USA oder weltweit gilt. Eine weltweite Entfernung könnte laut Analysten Ming-Chi Kuo (via MacRumors)weitreichende Folgen haben – vor allem für Apple.

Neben TikTok gehört WeChat zu den populärsten Apps in China und ist etwa mit WhatsApp hierzulande vergleichbar. Allerdings ist die App mehr als nur ein Messenger. Es ist gleichzeitig ein soziales Netzwerk, ein Newsportal, digitale Geldbörse und vieles mehr. Prinzipiell kann man es als eigenes System innerhalb von Android und iOS bezeichnen.

Sollte das Verbot den App Store allgemein umfassen, dann geht Kuo davon aus, dass Apple 25 bis 30 Prozent weniger iPhones verkaufen könnten und bei anderen Apple-Geräten die Verkäufe um etwa 15 bis 25 Prozent sinken. Allerdings gibt es laut Kuo auch ein optimistisches Szenario. In diesem wird WeChat nur aus dem US-App-Store entfernt und bleibt weiterhin für chinesische Kunden verfügbar. In diesem Fall könnte sich der Verlust auf etwa drei bis sechs Prozent beziehungsweise bei anderen Apple-Produkten auf weniger als drei Prozent belaufen. Sinkende Verkaufszahlen sind damit unumgänglich und Kuo empfiehlt Investoren daher, dass man Anteil an Apple-Zulieferern reduziert.

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Trump führt doch nicht zu sinkenden Verkäufen, er könnte dazu führen.
Kleiner, aber feiner Unterschied

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