Moore's Law

Das Ende von Moore's Law gilt auch für den Mac

Intel wird in diesem Jahr mit Kaby Lake die dritte 14-nm-Prozessor-Generation in Folge veröffentlichen. Das ist eine Abkehr von Intels bisherigen Veröffentlichungszyklus. Seit etwa zehn Jahren hat Intel seine Prozessor-Architektur bei jeder zweiten Generation verkleinert und anschließend die Leistung verbessert. Außerdem steht Intel wohl auch bei der reinen Leistungssteigerung ohne Verkleinerung der Architektur vor immer größeren Problemen, solange kein Durchbruch bei den Herstellungsprozessen gelingt. Dies hat auch Konsequenzen für den Verbraucher.

Von   Uhr

Derzeit scheint sich die Gesetzmäßigkeit bei der technologischen Entwicklung zu ändern. Bisher galt im Wesentlichen das Mooresche Gesetz, das besagt, dass „sich die Komplexität integrierter Schaltkreise mit minimalen Komponentenkosten regelmäßig verdoppelt“. Und zwar, je nach Quelle, in einem Rhythmus von 12 bis 24 Monaten.

Das Mooresche Gesetz zeigte sich beispielsweise bei Intels Prozessor-Entwicklung in den vergangenen Jahren sehr deutlich: Das Unternehmen verfolgte bei der Veröffentlichung seiner Prozessoren in den letzten zehn Jahren einen sogenannten Tick-Tock-Rhythmus. Dabei verkleinerte Intel seinen Prozessor in einem Jahr deutlich und behielt die Prozessor-Architektur im nächsten Jahr bei, während es aber die Leistung bei der neuen Generation hochschraubte. Anschließend wurden die Prozessoren wieder kleiner und so weiter.

In 2016 wird Intel allerdings von diesem Rhythmus abweichen. Die Kaby Lake-Generation wird die dritte 14-nm-Prozessor-Generation in Folge sein. Nach Broadwell und Skylake wäre aber eigentlich wieder eine Verkleinerung der Prozessoren an der Reihe. Grund für diese Änderung ist offenbar, dass es mit herkömmlichen Technologien zu schwierig und zu teuer ist, auf kleinere Architekturen zurückzugreifen. Um dieses Problem zu lösen wäre wohl zunächst ein größerer Durchbruch in der Herstellungstechnologie für Prozessoren notwendig. Und selbst ohne Verkleinerung der Chips steht Intel vor immer größeren Problemen. So hat sich beispielsweise die Einführung der Skylake-Generation verzögert, da es zu einigen Problemen kam.

Dies hat auch Konsequenzen für die Hersteller von Notebooks und Desktops und damit auch für den Verbraucher. Die konnten sich bisher darauf verlassen, dass Apple und Co. regelmäßig, etwa einmal im Jahr, eine neue Rechner-Generation mit einem neuen Prozessor auf den Markt bringen werden, der diese und jene Vorteile hat. Dies ist mit Intels Abkehr von seinem bisherigen Rhythmus aber nicht mehr so einfach vorhersagbar.

Diskutiere mit!

Hier kannst du den Artikel "Das Ende von Moore's Law gilt auch für den Mac" kommentieren. Melde dich einfach mit deinem maclife.de-Account an oder fülle die unten stehenden Felder aus.

Diese "Kosnequenzen" sind aber doch durchaus positiver Natur und vor allem seit Jahren erkennbar. Nach ein paar kleinen Aufrüstungen (SSD, mehr RAM) kann man heute noch jeden Mac aus 2009 benutzen: das neuste Betriebssystem läuft genauso darauf wie aktuelle Software. Und lahm sind die "alten" Kisten keineswegs. Das mag vielleicht nicht im Sinne von Apple als Hersteller sein, aber ein Vorteil für den Kunden ist es allemal.
Inzwischen kann man sich also darauf verlassen, dass "alte" Macs auch in ein paar Jahren noch ausreichende Rechenleistung mitbringen, weil sich die Welt eben nicht mehr so schnell dreht und die Rechner sowieso viel mehr auf den Benutzer warten als er auf sie.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.