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Craig Federighi: Touchscreen-Macs wird es nicht geben

In einem brandneuen Interview mit Wired diskutierte Apple Senior Vice President of Software Engineering Craig Federighi die gestrige WWDC-Keynote und ging dabei insbesondere auf den Plan des Unternehmens ein, einige iOS-Anwendungen auf macOS zu bringen. Touchscreen-Macs erteilte er jedoch eine Absage.

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In einem denkwürdigen Keynote-Moment, als Federighi die Anwesenden fragte, ob Apple iOS und macOS zusammenführen würde, erschien hinter ihm ein riesiges "Nein" auf dem Bildschirm.

Das Unternehmen hat jedoch einen Plan ausgearbeitet, um die wichtigsten Framework-Elemente von iOS und UIKit zu übernehmen und für macOS anzupassen, was dazu führen soll, das Entwickler iPhone- und iPad-Apps ab 2019 problemlos auf den Mac portieren können. In dem Wired-Interview erklärte Federighi erneut, dass es jetzt nicht darum geht, ein einziges Apple-Betriebssystem zu entwickeln, sondern die aktualisierten UIKit-Tools in eigenen Apps für Home, News, Stocks und Voice Memos zu testen, die später in diesem Jahr in macOS Mojave erscheinen.

Wenn es darum geht,  iOS-Anwendungen auf macOS zu portieren, taucht schnell die Frage nach einem Touchscreen-MacBook auf.  Federighi hat diese Idee, die im Laufe der Jahre immer wieder aufgetaucht ist, schnell ad acta gelegt. Er erwähnte auch, dass Apple Touchscreen-fähige Laptops nicht als Konkurrenten sieht.

„Wir glauben wirklich, dass die Ergonomie bei der Benutzung eines Mac darin besteht, dass die Hände auf einer Oberfläche ruhen und dass es ziemlich ermüdend ist, den Arm hochzuheben, um auf einem Bildschirm zu tippen”, sagte er.

Federighi fügte hinzu, dass er die Touchscreen-Laptops, die er heute als "Experimente" bezeichnete, nicht für überzeugend hält.

Teile dieses Portierungsprozesses werden automatisiert, doch  für UI-Elemente wie Menüs und Sidebars müssten Entwickler selbst Hand anlegen. Federighi betonte, dass sich der Mac nicht wie ein iPhone verhalten wird. "Es ist immer noch macOS, du hast immer noch das Terminal, du kannst immer noch vier Monitore daran anschließen, du kannst immer noch externe Laufwerke anschließen", sagte er.

Auch Spiele könnten so von iOS auf den Mac kommen. Epics Fortnite könnte ein  wahrscheinlicher Kandidaten dafür sein.

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Ich stimme ihm zwar zu was ergonomie angeht aber Konkurrenz sind diese Geräte schon. Ich kenne einige für die ein MacBook mittlerweile ausscheidet weil es keinen Touchsreen hat

Also ich hab mein Macbook 12 abends schon immer auf dem Schoß oder Bauch liegen....in dieser Haltung wünschte ich mir schon of, dass man quasi die unteren Bildschirmecken zum scrollen nutzen kann um sich kein Tennisarm am Trackpad zu holen.

Ein totaler Touchscreen macht die Benutzung dann wiederum aber nur in einigen Situation bequemer, verschmiert aber ansonsten den Rechner und wenn ich an die paar Kacheln bei Windows denke und darunter das stinknormale Win7 Korsett mit kaum erkenntbaren knöpfen, die man mit grossen Fingern nicht trifft, wird mir schlecht....das ist wirklich tatsächlich ein Windows Experiment am User statt eine tolle GUI-Erfahrung.

Das der Crack Feder-Ritchie das ablehnt kann ich gut nachvollziehen.

Müssten sie von 0 auf 100 ein neues MacosTouch entwickeln um das zu vermeiden....zu faul nehme ich an.

Ich selber erwische mich immer wieder, dass ich bei der Benutzung meines MacBook Pro mit der Touchscreen Leiste automatisch Versuche in Applikationen wie Final Cut oder Logic auf dem Bildschirm eine Geste / Asktion auszulösen. Ist wie in Instinkt. Hier glaube ich Craig Federighi und Aple aktulell nicht. Mich würde es nicht Überraschen wenn Apple ab 2019 die ersten Touchscreen Geräte bringt. Auch glaube ich, dass Apple im AI / KI Umfeld etwas bringen muss, dass die Nutzung wie gestern bei der Lego Session ergänzt oder vereinfacht. Die Leute wollen nicht wie Voll-Deppen mit iPhone oder iPad diese Geräte hin und her schwenken. Es muss einfacher gehen. VR Brille, Augen Gesten Kontrolle, Finger usw.. Die Bildschirm Entwicklung ist wird in den nächsten Jahren dahin gehen, dass Bildschirm wie Folien / Tapetten an der Wand angebracht werden. Somit massiv grösser sein werden als TV. Das bedeutet auch das zum Beispiel Spiele wie gestern von Lego gezeigt durch mehrere Personen an der Wand mit einfachster Fingeraktion gesteuert werden wollen und können.

Stellen wir uns vor man könnte mit dem Finger Final Cut oder Logic managen. Da ist die Feingestik sehr angebracht. Weshalb sollte das nicht mit dem Finger auf dem Bildschirm stattfinden. Und ja, ich lass das Argument des Verschmirten Bildschirm nicht zählen, da mein Bildschirm und der meiner Arbeitskollegen auch so immer verschmirt ist. Wir Fingern auch ohne Touchscreen genug auf unseren Bildschirmen rum. Früher oder später muss etwas kommen. Ich glaube die Developer Community erwartet eine neue Gestenkontrolle. Wenn Apple diese nicht liefern will, wird die Konkurrenz dies früher oder später tun.

Wenigstens ein Unternehmen, welches diese Ergonomiekatastrophe nicht mit macht. Wer touchen will soll sich ein iPad kaufen.

Vielleicht wären Interaktionen mit dem Pencil denkbar, oder aber auch Gestenerkennung. Das iPhone erkennt das Gesicht, warum sollte ein Macbook oder auch iMac nicht die Bewegungen der Hände erkennen. Entsperren mit einer Handbewegung... Da wäre der Touchscreen dann hinfällig... Stellt euch vor, Ihr greift ein Fenster an einem Monitor, zieht es auf den anderen, scrollt, wischt, zoomt, und und und...

Man braucht kein Notebook mit Touchscreen, dass kann man durch Finger / Hände Gesten vor der Kamera, die ja im Deckel verbaut ist realisieren - gibt es zwar schon bei big Screen (zb durch Beamer + Kamera) schon aber bei Notebook noch nicht!

Letzten Absatz Versteh ich nicht.. Fortnite gibt es schon für den Mac?

macOS und iOS als nicht völlig voneinander isolierte Systeme (wie es bereits schon in manchen Punkten praktiziert wird) zu sehen, finde ich einen sehr gelungenen Ansatz und sollte mit einem Touchscreen in MacBooks nichts zu tun haben.
Allein die Vorstellung auf meinem MacBook Display herum zu Fingern finde ich schwierig.

macOS und iOS als nicht völlig voneinander isolierte Systeme (wie es bereits schon in manchen Punkten praktiziert wird) zu sehen, finde ich einen sehr gelungenen Ansatz und sollte mit einem Touchscreen in MacBooks nichts zu tun haben.
Allein die Vorstellung auf meinem MacBook Display herum zu Fingern finde ich schwierig.

Warum wird immer nur die Richtung iOS auf MacOS erwähnt und nicht der umgedrehte Weg? Warum sollen nicht ausgewählte Apps für beide Systeme Sinn machen? Nicht alles ist komplett Fingergesteuert. Siehe iWork, siehe SketchNotes oder Simple Minds. Gibts auf beiden Plattformen.

Das hat doch nichts mit dem Zusammenführen beider OS zu einem OS zu tun. Für den Mac gibt es Trackpad und ausreichende Grafiktabletts mit Stifteingabe. Ist sicher nicht für den Massenmarkt - würde aber doch Sinn machen, wenn die Portierung nicht Unmengen an Geld und Zeit verschwendet.

Eine Diskussion um Touch-Macs braucht man nicht führen. Sie sind wie die kleinen Notebooks Anfang des Jahrtausends nur ein Übergangsszenario. Apple hat es selbst gesagt - und alle haben es im Minority Report gesehen - Die Zukunft liegt im AR. Könnte wetten, dass Apple hier viel klarere Vorstellungen hat und damit auch weiß, wo die Zukunftstechnologie liegt.

Wir können uns gerne in fünf bis zehn Jahren wieder sprechen ;-)

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