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Nur ARKit oder doch mehr

Kommentar: Apple und AR – viel Lärm um nichts?

Apple-CEO Tim Cook lässt keine Gelegenheit aus, um über die Möglichkeiten der erweiterten Realität zu schwärmen. Doch jenseits von Visionen, großen Worten und ARKit leistet Apple nur wenig.

Fast fünf Jahre ist es her, da sprach Apple-CEO Tim Cook erstmals von AR. Da Cook dies im Rahmen der  Bekanntgabe der Quartalszahlen tat, kam direkt das Gerücht auf, dass das kalifornische Unternehmen aktiv an einer AR-Brille arbeite, die sowohl durch Funktion als auch Design überzeugen soll – anders als die geschmähten Google Glass. Nur kurze Zeit später kündigte Apple ARKit für iOS an und unterstützte damit App-Entwickler, die mit ARKit schneller und einfacher Apps für die erweiterte Realität programmieren konnten. 

Neben Spielen und anderen Spielereien sah Apple in AR großes Potential für Unternehmen sowie die Forschung und Erziehung. Mit Ikea Place kann man bereits virtuelle Möbel in der eignen Wohnung platzieren und American Airlines entwickelte einen Prototypen, der Fluggäste mit dem Smartphone und AR durch Flughäfen zum richtigen Gate führt. Auf einer Sonderseite zu AR zeigt Apple viele weitere Beispiele und Anwendungsbereiche.

Apples Beitrag heißt ARKit 

Dies heizte natürlich die Gerüchte um eine Apple-AR-Brille weiter an. Daneben ließ Cook kaum einen Quartalsbericht aus, in dem er nicht auch über die erweiterte Realität sprach. Apple veröffentlichte seither stetige Weiterentwicklungen von ARKit. In iOS 12 fügte man die Funktion hinzu, dass zwei iOS-Geräte gleichzeitig dasselbe AR-Erlebnis sehen und verändern können. iOS 13 brachte die Möglichkeit, dass Personen hinter oder vor virtuellen Objekten dargestellt werden können. Sogar Bewegungen einer Person können in Echtzeit mit Motion Capture aufgezeichnet werden, sodass Entwickler viele Möglichkeiten erhalten. Doch was ist mit Apple und etwaiger Hardware?

Apples AR-Pläne ungewiss

Auf seinem Besuch in Irland Anfang 2020 gab Tim Cook ein Interview. Darin zeigte er sich einmal mehr „aufgeregt wegen AR“ und bezeichnet die Technologie auch weiterhin als „nächstes großes Ding“. Dabei nannte er ein interessantes Beispiel: „Du und ich reden vielleicht über einen Artikel und wir nutzen AR, um ihn hervorzuholen und können beide zur selben Zeit auf dasselbe Ding schauen.“ Damit könnte Cook auf das ARKit-Feature angespielt haben, das zwei Nutzern mit eigenen Geräten dieselbe AR-Erfahrung liefert. Es ist auch denkbar, dass er einen subtilen Hinweis auf neue Hardware gegeben hat – etwa eine AR-Brille. 

Cook zufolge ist AR keine Einzelerfahrung, sondern kann und soll von mehreren Nutzern gemeinsam erlebt werden können. AR soll verbinden. Doch wo bleibt da der nächste Schritt seitens Apple? Während es noch immer unwahrscheinlich ist, dass das Unternehmen bereits in diesem Jahr mit einer eigenen AR-Brille aufwartet, die in Sachen Technologie, Design und natürlich der Akkulaufzeit den hohen Ansprüchen Apples gerecht werden kann, könnte sich im nächsten Schritt zunächt einmal das iPhone weiterentwickeln.

iPhone 12 mit neuem 3D-Sensor

Laut der Gerüchteküche könnte das iPhone 12 Pro (Max) in diesem Jahr eine Triple-Kamera mit zusätzlichem 3D-Time-of-Flight-Sensor erhalten, der die Tiefenwahrnehmung verbessert. Dies hilft nicht nur dem Autofokus in schlechten Lichtverhältnissen, sondern kann auch Abstände besser messen und damit die Qualität sowie Positionierung von AR-Inhalten verbessern. Daneben ist auch denkbar, dass der ToF-Sensor auch im iPad Pro zum Einsatz kommt. 

Apple-AR-Brille bleibt ungewiss

Dennoch bleibt unklar, wann und ob Apple überhaupt eine AR-Brille veröffentlichen wird. Mit ARKit hat man eine solide Grundlage für Softwareentwickler etabliert. Jetzt liegt an Apple, den nächsten Schritt zu gehen und die Technologie kräftig voranzutreiben – eine AR-Brille ist da der nächste logische Schritt!

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Der Autor reitet mir zu viel auf der Brille rum. Sicherlich ist es naheliegend. Aber ist es die einzige technische Möglichkeit? Soll das nächste große Ding nur eine Brille sein?

Ich denke nicht. Es gibt genug SciFi-Filme, die anderes im Sinn hatten. Einen Projektor und schon ist der virtuelle Computer oder Bildschirm da. Mit den Fähigkeiten von Face-ID kann man ohne Probleme Finger- und Handbewegungen messen. Der Projektor hat Internetverbindung. Der Rest ist in der Cloud.

Als Projektor könnte ein iPhone-ähnliches Teil herhalten. Das einzige Problem ist eine lichtstarke Projektierung des Computers. Vermute ich mal. Und natürlich die Hardware, von mir als Projektor bezeichnet.

Es würde mich gar nicht wundern, wenn es in diese Richtung geht.

Brille ginge natürlich auch, wenn da nicht die Akkulaufzeit wäre und eventuelle der benötigte Platz für die Platine eines Rechners. Einige Dinge muss man ja wohl schon unterbringen.

Für mich steht jedenfalls fest, dass mit AR sehr viel mehr möglich ist als eine Dino auf dem Tisch zu haben. Bestes Beispiel aus der Bildung: Der Globus von Shifu Orboot ist eine der Möglichkeiten, die es jetzt schon gibt. Von Büchern mit AR-Funktion will ich gar nicht erst reden.

Schade, dass so wenig Phantasie in diesem Artikel steckt.

Dafür jede Menge Spekulation und Polemik. Also die wichtigsten Zutaten jedes zünftigen Clickbaits.

Viel Lärm um nichts!

Na wenn cookie das so sagt, wird es wohl so sein

*ironieoff*