Das können die neuen AirPods

AirPods Max: Apple enthüllt Over-Ear-Kopfhörer der Oberklasse für 600 Euro

Schon lange dampften die heute enthüllten AirPods Max unter dem Namen „AirPods Studio“ durch die Gerüchteküche, samt verräterischem Icon in einer Vorabversion von iOS 14.3. Jetzt sind die ersten Over-Ear-Kopfhörer von Apple endlich offiziell. Günstig sind sie indes nicht: Der Einstiegspreis liegt bei stolzen 597,25 Euro. Bestellt werden darf ab sofort, ausgeliefert werden sollen die in verschiedenen Farben erhältlichen AirPods Max bereits ab dem 15.12.2020 und damit pünktlich vorm Fest.

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Apple meint es mit Kopfhörern als Produktkategorie ernst – das ist spätestens seit der milliardenschweren Übernahme von Beats klar, auch wenn rückblickend betrachtet wohl deren inzwischen in Apple Music aufgegangenes Musik-Streaming-Angebot für den Kauf ausschlaggebend war. Das Potenzial von Beats als Marke für hochpreisige Kopfhörer schöpfte man indes nie so richtig aus, die Zahl der Neuerscheinungen über die vergangenen Jahre hinweg war recht überschaubar, das letzte Over-Ear-Modell von Beats erschien 2018. Eine ganze Branche definierende Neuheiten wie etwa die AirPods segelten stets unter dem Banner von Apple selbst.

40-mm-Treiber sollen für einen satten Sound sorgen, ein adaptiver Entzerrer optimiert den Klang automatisch.
40-mm-Treiber sollen für einen satten Sound sorgen, ein adaptiver Entzerrer optimiert den Klang automatisch. (Bild: Apple)

Apple tritt mit AirPods Max gegen Bose und Sony an

Den Markt für True-Wireless-In-Ears rollte man bereits mit den AirPods und den AirPods Pro auf. Nun also die AirPods Max. Bereits im September räumte man in den Apple Stores Kopfhörer und Lautsprecher anderer Anbieter aus den Regalen, wohlwissend, was da bevorsteht.

Jede Menge Technik: In jeder Ohrmuschel steckt ein eigener H1-Chip.
Jede Menge Technik: In jeder Ohrmuschel steckt ein eigener H1-Chip. (Bild: Apple)

Mit seinen ersten Over-Ear-Kopfhörern mit integriertem Noise Canceling konkurriert Apple vom Start weg mit den Platzhirschen der Branche. Sowohl Bose als auch Sony haben mit dem NC700 respektive des WH1000XM4 technisch vergleichbare Produkte im Angebot. Apple muss sich also mehr einfallen lassen, als guten Klang, lange Akkulaufzeiten und eine sehr guter aktive Geräuschunterdrückung, um im Wettbewerb zu punkten – schließlich verlangt man auf den Listenpreis schielend rund 200 Euro mehr als für die Mitbewerber fällig wären. Das man sich entsprechende Gedanken gemacht hat, beweisen die AirPods Max mit Funktionen wie einem adaptiven Entzerrer, 3D Audio und vor allem dem Premium-Design – darüber hinaus profitieren die AirPods Max natürlich von der Strahlkraft der Marke Apple und dem guten Ruf der AirPods.

Das Koppeln mit einem iPhone soll, wie bei den anderen AirPods auch, eine Sache von Sekunden sei.
Das Koppeln mit einem iPhone soll, wie bei den anderen AirPods auch, eine Sache von Sekunden sei. (Bild: Apple)

AirPods Max: Das sind die Fakten zu Apples erstem Over-Ear-Kopfhörer

  • satterer Sound als die AirPods dank größerer Treiber (40 mm)
  • pro Ohrmuschel mit einem H1-Chip ausgestattet
  • Funktionen ähnlich der AirPods Pro mit aktiver Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus
  • symmetrische Form, erkennt beim Aufsetzen automatisch linken und rechten Kanal
  • stoppt Wiedergabe, wenn abgesetzt
  • adaptiver Entzerrer, der der den Klang automatisch für jede Ohrmuschel separat optimiert
  • edle Materialien: Kopfbügel aus Edelstahl, Ohrpolster aus Memoryschaum
  • Steuerung über von der Apple Watch inspirierter „Digital Crown“
  • Verfügbarkeit: ab sofort bestellbar, Auslieferung ab dem 15.12.2020
  • fünf Farben: Space Grau, Silber, Sky Blau, Grün und Pink
  • Lieferumfang: AirPods Max, Smart Case, USB-C-auf-Lightning-Kabel
  • Preis: 597,25 Euro
  • Voraussetzung: ein Apple-Gerät mit iOS 14.3 oder neuer, iPadOS 14.3 oder neuer, macOS Big Sur 11.1 oder neuer, watchOS 7.2 oder neuer oder tvOS 14.3 oder neuer

Die AirPods Max werden in einem gefütterten Case geliefert. Ins Case gelegt, schalten die Kopfhörer in den Stand-by-Modus. Die Akkulaufzeit beträgt laut Apple bis zu 20 Stunden bei Hi-Fi Audio, Telefonaten oder Filmen bei eingeschalteter aktiver Geräuschunterdrückung und aktiviertem 3D-Audio.

Die AirPods Max kommen mit einem Smart Case, in dem die Kopfhörer automatisch in den Stand-by-Modus gehen.
Die AirPods Max kommen mit einem Smart Case, in dem die Kopfhörer automatisch in den Stand-by-Modus gehen. (Bild: Apple)

So beschreibt Apple die Kernfunktionen der AirPods Max

  • Adaptiver EQ: Die AirPods Max verwenden Adaptiven EQ, um den Klang für die jeweilige Ohrmuschel einzustellen. Hierzu messen sie das Soundsignal und passen die tiefen und mittleren Frequenzen in Echtzeit an — und liefern satten, detailreichen Klang.
  • Aktive Geräuschunterdrückung: Die AirPods Max liefern immersiven Sound durch Aktive Geräuschunterdrückung, damit das Hörerlebnis im Mittelpunkt steht. Jede Ohrmuschel hat drei nach außen gerichtete Mikrofone, die Umgebungsgeräusche erkennen, und ein nach innen gerichtetes Mikrofon, das den ans Ohr abgegebenen Sound überwacht. Mithilfe von Computational Audio passt sich die Geräuschunterdrückung je nach Sitz und Bewegung des Kopfhörers in Echtzeit an.
  • Transparenzmodus: Die AirPods Max haben einen Transparenzmodus, um Musik und gleichzeitig Umgebungsgeräusche zu hören. Der Transparenzmodus sorgt dafür, dass alles — sogar die eigene Stimme — ganz natürlich klingt, während Audio perfekt wiedergegeben wird. Mit der Taste für die Geräuschkontrolle kann man einfach zwischen Aktiver Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus wechseln. 
  • 3D-Audio: Die AirPods Max nutzen 3D-Audio mit dynamischem Head-Tracking, um Töne dreidimensional wiederzugeben — und bieten immersiven Sound wie im Kino bei 5.1, 7.1 und Dolby Atmos Audioaufnahmen. 3D-Audio nutzt die Beschleunigungs‑ und Gyrosensoren in den AirPods Max und iPhone oder iPad, um Kopfbewegungen und Bewegungen des Geräts zu verfolgen. Es vergleicht die Bewegungsdaten und ordnet das Soundfeld neu zu, sodass es mit dem Gerät verbunden bleibt, selbst wenn sich der Kopf des Anwenders bewegt. 
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AirPods Max: Ab sofort und in fünf Farben verfügbar

Die AirPods Max lassen sich ab sofort bestellen und werden ab dem 15.12. ausgeliefert. Der Preis beträgt in Deutschland 597,25 Euro – dabei hat man die Wahl zwischen AirPods Max in Space Grau, Silber, Sky Blau, Grün und Pink. Wer direkt auf Apple.com oder über die Apple-Store-App bestellt, kann die Kopfhörer kostenlos mit einer persönlichen Gravur versehen lassen – personalisierte AirPods dürften auch den ein oder anderen Langfinger abschrecken.

[Update 16:07 Uhr] Inzwischen sind die Liefertermine für die meisten Farbvarianten in den Januar gerutscht.

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Ehrlich? Schick ja, technisch sicherlich sehr gut. Aber preislich? Nein.

Denke mal für den Preis bekommt würde ich mir eher Beyerdynamic Kopfhörer der Oberklasse kaufen...
Für Musiker sind lineare Abbildung wichtig. Gut die Funktion...wer es braucht...okay...für zu Hause eher nicht...draußen mit so fette Kopfhörer rumlaufen ist mir zu blöd...also für wen die Funktionen???
Wie gesagt, ich denke in Vergleich zu Kopfhörer-Profi Firmen...eher nicht kaufen...

Für einen Oberklasse-Kopfhörer von Beyerdynamic zahlst du allerdings ab 1000,- Euro. T1 oder T5

Die AirPods Max sind kabellose Kopfhörer mit Noise Cancelling und sollten auch nur mit solchen vergleichen werden. Wenn man die Kopfhörer nicht unterwegs nutzt, auf Flugreisen oder Bahnfahrten z.B., braucht man den ja auch garnicht und kann einen günstigeren und kabelgebundenen von "Kopfhörer-Profi Firmen" kaufen. ;-)

...aber selbst günstige könnten besser oder gleichwertig sein..zum Beispiel einer der in Studios nicht wegzudenken ist, ist der DT 770 Pro und der kostet gerade mal höchstens 150€ ...und wer Kabellos unterwegs sein will kann ja mal eimen Blick auf den Beyerdynamic Avento werfen und weitere...die kann man sogar auf sein Hörvermögen anpassen und sind auf jeden Fall günstiger... und mindestens wahrscheinlich vom Sound gleichwertig oder sogar besser...aber das kann man ja später nochmals testen... ich denke da mal, da lässt sich Apple einfach mal wieder ein Produkt überteuert bezahlen...

Und Beyerdynamic als Premium Hersteller in diesem Segment nicht? ;-)[See-No-Evil Monkey]. Es ist legitim Geld verdienen zu wollen. Und der Markt bestimmt einen Preis mit. Apple hat sicherlich eine Zielgruppe für diese Lautsprecher.

...vor allem sollte man vorab mal einen Hörtest machen. Wer kann heute noch die Frequenzgänge der Spitzenkopfhörer mit seinen Ohren abdecken? 16Hz bis 25000Hz? Bei mir ist bei 13000Hz schon Schluss. Obwohl ich mich in der Arbeitswelt immer geschützt habe. Aber darüber wird am wenigsten nachgedacht. Ein bisschen Angeben darf aber schon sein ;-)

Habe gerade auf apple.de die spacegraue Variante bestellt: Lieferdatum 12-14 Wochen, also März.

Wow, ich dachte nicht, dass man das Ladeakkucase fürs iPhone designtechnisch toppen kann. Mit Verlaub - diese wirklich hässlichen Dinger können Sie gerne behalten.

Apple ist und war noch nie der billigste. Aber bei Vergleichen mit kabelgebundenen Studiokopfhörern vergleicht man Äpfel mit Birnen. Vergleichen kann man mit diversen Bose, Sony, etc. Kopfhörern, die wireless sind und Noise Cacelling an Bord haben.
Wenn man dann schon von Beyerdynamic schreibt, sollten wir den bitte mit dem wireless Amiron vergleichen, der auch bei stattlichen 560,- € liegt. Alternativ gibt es den Bang & Olufsen Beoplay H95, der zur Zeit 780,- € kostet.
Günstigere und durchaus alltagstaugliche findet man z.B. bei Bose und Sony.
Die ganze Aufregung macht keinen Sinn, da noch niemand die wichtigste Eigenschaft des AirPod Max bewerten kann. Bei einem Kopfhörer gehts nämlich um den Klang. Alles andere ist, sorry, Spekulation und schlicht dummes Gewäsch.

Über die Qualität der Kopfhörer kann ich natürlich nichts sagen. Auch der Preis wäre für mich ok. Problem ist aber die Musikqualität. Was nützt mir so ein Kopfhörer in Verbindung mit der Streaming Qualität von Apple Musik und Co?
Wenn ich mal meinen FiiO player mit FiiO FH7 Kopfhörern bemühe, dann erinnere ich mich daran, wie Musik eigentlich klingen kann. Apple müßte also als erstes bessere Musikqualität anbieten und auch die Abspielqualität des iPhones deutlich verbessern. Sonst habe ich einen Ferrari mit Stützrädern...

finde, den Beydynamic Aventho wireless absolut vergleichbar, obwohl er kein Noisecancelling hat und trotzdem gut abschirmen tut...günstiger und vielleicht mindestens vom klang Spitzenklasse ist. Er kann übrigens auch per Kabel betrieben werden, hat ein touchfeld was wahrscheinlich um Längen besser ist als die Croun ;-)... und ein in Kooperation mit hörtest einstellbaren Klang...warum sollte man so ein Kopfhörer nicht vergleichen können!
Totaler Quatsch gleichpreisige Kopfhörer vergleichen zu wollen, wenn günstiger sogar besser sein kann!

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