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Adler gegen Drohne: Niederlande macht Nerdspielzeug den Garaus

In Texas hat ein Anwohner mit einer Schrotflinte eine vorüberziehende Drohne vom Himmel geschossen. In Europa geht man etwas weniger brachial zu Werke. In den Niederlanden bildet die Polizei Adler aus, um dem Nerdspielzeug den Garaus zu machen, das ein Sicherheitsrisiko darstellt. Die ausgebildeten Vögel könnten prinzipiell weltweit zur Bekämpfung der „Luftverschmutzung“ Anwendung finden.

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Zugegeben, die Einleitung klang provokant. Doch wenn man Tiere ausbildet, um im Kampf gegen „Roboter“ (im weitesten Sinn) zu bestehen, dann kann man bei der Beobachtung nicht ganz nüchtern bleiben.

Adler gegen Drohne

Lustigerweise berichtet ein US-Journalist der New York Times in einer Reportage über das Training der Drohnen-Adler aus den Niederlanden. Er beschreibt, wie der König der Lüfte seine Spannweite zur Schau stellt und elegant über den „Widersacher“ schnellt. Dann stürzt der Adler sich mit ausgespreizten Krallen auf das „Opfer“ unter ihm. Es folgt ein metallisches Geräusch. Dann segelt der Adler mit seiner „Beute“ zu Boden.

Es handelt sich um eine Vorführung auf einem nicht mehr genutzten, ehemaligen Militärflugfeld. Wie ein Abschleppwagen bei einem falsch geparkten Auto, schleppt der ikonische Vogel eine Drohne zwischen seinen Krallen bis auf die Grasnabe.

Drohnen-Wildwuchs entgegenwirken

Das Training der Wildvögel wird von der niederländischen Polizei durchgeführt. Diese findet den Ansatz, Wildvögel gegen die zunehmende Bedrohung von Drohnen einzusetzen, „sehr vielversprechend“. Dies jedenfalls erklärt Kriminal-Oberkommissar Mark Wiebes von der Polizei in den Niederlanden.

Die Niederländer sollen versucht haben, dem Sicherheitsrisko „Drohne“ mit gleichen Mitteln nachzustellen. So hat man versucht, das Steuersignal der Geräte zu unterbrechen. Auch wurden Drohnen im Kampf gegen Drohnen ausprobiert, die in der Luft ein Fangnetz auf feindliche Geräte abschossen. Zudem wurden FLAK-ähnliche Systeme ausprobiert, die mit Schrot vom Boden aus die Feinde in der Luft bekämpfen wollten. Doch der Kampf „Tier gegen Maschine“ soll ein so gutes Ergebnis geliefert haben, dass man den Adler zum Werkzeug gegen die Maschine werden lassen möchte. In den Niederladen will man den König der Lüfte neben einigen anderen Maßnahmen schon bald zum Einsatz bringen.

Sicherheits-Experte Sjoerd Hoogendoorn, der sich die „Nummer“ mit den Adlern ausgedacht hat, ist der Meinung, dass die verrücktesten Ideen oft am besten „funktionieren“. Die Adler werden mit einem Stück Fleisch belohnt. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie Tierschützer darauf reagieren werden.

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Ob der Nerd wenigstens die Aufnahmen von der Jagd des Adlers bekommt.

Spätestens wenn der erste Adler durch die Propeller als Hackfleisch seine Jagd beendet wird der Aufschrei gross sein.

Na, das ist wieder typisch Presse und Behörden. Anstatt für einfache Flugmöglichkeiten und ausreichend Lufträume für Hobby und Gewerbliche Drohnen zu sorgen, so dass Hobby und Beruf ohne Dr. Arbeiten sowie ausreichend Sicherheit möglich wird wird den Bürgern global so ein Schwachsinn serviert!
Signal Unterbrechung??? Super, dann haut es die Drohne womöglich noch irgendjemand auf den Kopf, schlechte Idee... gute Drohnen übrigens fliegen dann automatisch zurück zum programmierten Platz. GPS Unterbrechungen hier liefern übrigens auch lediglich dann behördlich verordnetes Gefahrenpotential, da die meisten Drohnen dann auch nur irgendwo dagegen fliegen und jemand auf die Birne fallen dürften. Das Thema Adler wurde ja schon erwähnt... in den meisten Fällen dürften die Adlerklauen dann zerhäckselt sein... wobei ich schon in You Tube einen Fang gesehen habe.... je nach Konstruktion ist aber wohl eher mal das Tier gefährdet. In allen Fällen dürfte wohl ein einfacheres und klares MITEINANDER die sinnvollste Lösung zu sein als einfach mal alles zu verteufeln und ne Kampfansage zu machen. FAZIT Herr lass Hirn regnen.

Auch generell und pauschal von einer "Bedrohung" von Drohnen zu schreiben zeugt von unglaublicher Frechheit und Unwissenheit. Vieles ist weitgehend geregelt aber leider eben nicht eindeutig und häufig zu extrem eingeschränkt. Leider ist, typisch deutsch übrigens, im wesentlichen erst mal das Verbot geregelt und wie so oft auch nicht in einem Werk sondern man muss dann schon wieder ein halbes Jurastudium absolvieren, weil dem Deutschen Bürger seine gefühlte Privatsphäre so wichtig erscheint und ein angeblicher Datenschutz macht das auch nicht gerade leichter. Daneben sind die Gemeinden in den seltensten Fällen sehr rühmlich... denn auch hier wieder nur in allen nur erdenklichen Parks erst mal Verbotsschilder ausgehängt aber nirgends mal ein kleiner ausreichender Luftraum und Bereich definiert. Prima... wie im Mittelalter ist das. Derweil ist das, wenn man denn wollte sehr einfach. Für Skateboarder usw. geht das ja auch und für diverse Hundebesitzer, Raucher usw. die gefährden auch Ihre Mitmenschen.
Danke liebe Presse, das Ihr IMMER NUR von BEDROHUNG schreibt, das ist immer sehr zuträglich für Hobbyflieger. :-(

Hobbyflieger gehen auf einen speziellen Platz, so wie Hobbyflieger von Modellflugzeugen ebenso. Dort wird auch keine Drohne von einem Adler vom Himmel geholt werden und fällt niemandem auf den Kopf. Problem gelöst und die ganze Aufregung im Wasserglas umsonst.

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