Mehr Leistung, gleicher Preis

MacBook Pro 15" 2,33 GHz Core 2 Duo

Ganz ohne spezielle Veranstaltung wertete Apple Ende Oktober die eigenen Profi-Books auf: Neue Prozessoren, Verdopplung des Arbeitsspeichers und der ersehnte FireWire-800-Anschluss stellen eine gelungene Produktpflege dar. Der Preis der MacBooks Pro blieb gleich, aber die Leistung machte einen Sprung vorwärts, wie wir im Testlabor feststellen konnten.

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Intels Core Duo (Codename: „Yonah“) verbaute Apple von Januar bis Oktober. Dieser Prozessor in seinen verschiedenen Ausführungen stellte in vielerlei Hinsicht das Apple-Universum auf den Kopf: Nicht nur, dass es Intel-Prozessoren waren, sondern auch die zum Teil sehr gute Performance ließ sogar leistungshungrige Anwender aufhorchen, für die ein Mac zuvor nicht in Frage kam. Nun wechselt der kalifornische Computerhersteller nach dem iMac auch bei den MacBooks Pro vom Core Duo zum Core 2 Duo (Codename: „Merom“) in der Mobilvariante.

Dabei ist Apple bei dieser Umstellung – anders als im Januar – kein Vorreiter gewesen, denn die Yonah-Nachfolger werden bereits seit September in Notebooks von Asus und Samsung ausgeliefert. Die entscheidende Neuerung ist sicherlich der neue Prozessor: Intels Core 2 Duo verspricht in Relation zum Vorgänger mehr Leistung bei weniger Energieaufnahme. Wie der Core Duo verfügt auch Intels Neuer über zwei Rechenkerne, die sich einen L2-Cache teilen, der jedoch mit vier MB doppelt so groß ist wie sein Vorgänger, was bei vielen Anwendungen einen Leistungsschub zur Folge hat. Weitere Unterschiede zwischen Core und Core 2 Duo haben wir in unserem Kasten an der Seite für Sie zusammengestellt.

Veränderungen zum Vorgänger

Hinsichtlich der Ausstattung hat sich bei Apples Profi-Laptops neben neuem Prozessor Weniges, aber Entscheidendes geändert. Es scheint so, als ob Apple die Kritik an den Vorgängermodellen ernst genommen habe, denn auch die 15-Zoll-Portablen besitzen neben einem FireWire-400- nun auch einen FireWire-800-Anschluss, der zuvor nur dem 17-Zoll-Modell vorbehalten war. Darüber hinaus wurde der Arbeitsspeicher verdoppelt und die maximale Kapazität um 50 Prozent erhöht, sodass nun alle MacBooks Pro mit bis zu drei GB DDR2 SDRAM ausgestattet werden können. Dafür werden ein Ein-GB- und ein Zwei-GB-Modul benötigt. Allerdings liegt der Preis eines Zwei-GB-Speicherriegels im Apple Store bei etwa 570 Euro, und auch anderorts zahlt man zurzeit etwa 500 Euro.

Eine derartige Aufrüstung kommt daher derzeit nur für wenige Anwender in Frage. Zwar können auch zwei Zwei-GB-Speichermodule eingebaut werden, dennoch stehen unter Mac OS X lediglich drei GB zur Verfügung. Der Grund liegt in der Verwendung des physikalischen Adressraums, denn bestimmte Speicheradressen sind unter anderem für die Kommunikation der PCIe-Komponenten reserviert. Somit besteht die Gefahr, dass sich bei einem Arbeitsspeicherausbau auf über drei GB Speicheradressen überlappen können und die Funktionsfähigkeit des Computers nicht mehr garantiert werden kann. Um solche Probleme zu vermeiden, begrenzt Apple von Haus aus den von Anwendungen adressierbaren Bereich auf drei GB.

Weiterhin können nun alle Neulinge Double-Layer-Medien brennen, was bei den vorherigen Modellen ebenfalls die alleinige Domäne des 17-Zöllers war. Allerdings beherrscht dieser auch weiterhin als Einziger die Möglichkeit, Double-Layer-Rohlinge vierfach zu brennen. Die 15-Zöller müssen mit 2,4-facher Geschwindigkeit vorlieb nehmen. Außerdem kann das optische Laufwerk des Topmodells DVD-R-Medien achtfach brennen, während bei den anderen Books bei sechsfach Schluss ist. Eine weitere Veränderung betrifft die erhöhte Festplattenkapazität bei allen Modellen: So sind das Einstiegsmodell und auch die mittlere Variante mit einer 120 GB fassenden Serial-ATA-Festplatte (S-ATA) ausgestattet, deren Magnetscheiben sich mit 5400 Umdrehungen pro Minute (U/Min) bewegen. Die S-ATA-Festplatte (5400 U/Min) des 17-Zöllers nimmt bis zu 160 GB Daten auf. Apple bietet an, stattdessen eine schnelle 100-GB-Festplatte (7200 U/Min) oder eine große 200-GB-Festplatte (4200 U/Min) einzubauen, was beim Topmodell einen Preisabschlag von 90 Euro, beziehungsweise einen Preisaufschlag von 100 Euro bedeutet.

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