Enthält Affiliate-Links [Was ist das?]Darf es etwas günstiger sein?

AirPods Alternative: 6 kabelfreie In-Ear-Kopfhörer ab 99 Euro im Vergleich

Apples AirPods sind längst nicht mehr die einzigen kabelfreien In-Ear-Kopfhörer am Markt – was die Auswahl nicht leichter gestaltet. Aber nicht jeder Kopfhörer ist eine perfekte Ergänzung für das iPhone. Unser Vergleich zeigt dir die besten AirPods Alternativen.

Von   Uhr

Ein neuer Tag, ein neuer True-Wireless-Kopfhörer. So mag es nicht nur für gestresste Rezensenten wirken, auch und besonders kaufwillige Interessenten verlieren zunehmend den Überblick über einen Markt, der seit dem Erfolg der AirPods aus allen Nähten platzt.

Und wie schon beim iPhone gilt: Ob Enthusiast oder Verweigerer, jeder muss zugeben, dass Apple einmal mehr einen „explodierenden“ Markt in Gang gesetzt hat. Und das wird zunächst wohl auch so bleiben: Mehr als die Hälfte der Käufer greift aktuell zu einem Modell der AirPods-Familie, dass die Airpods schon zum Verkaufsstart 2016 ein voller Erfolg waren zeigen die vom Marktforschungsunternehmens Slice Intelligence erhobenen Daten. 

AirPods in den USA auf Anhieb Nummer 1.
AirPods in den USA auf Anhieb Nummer 1. (Bild: statista)

Das entspricht einem beeindruckenden Absatz von knapp 60 Millionen Apple-In-Ears im Jahr 2019 – die bekanntlich nicht zu den günstigsten im Markt zählen. Erst mit weitem Abstand folgen die „ewigen Konkurrenten“ Samsung und Xiaomi, die es auf jeweils 10 Prozent Anteil am True-Wireless-Kuchen bringen.

Viele AirPods Alternativen

Trotzdem scheint Apple einen gewissen Zenit erreicht zu haben: Beobachtern zufolge stagnieren die AirPods-Absätze (auf hohem Niveau). Das war zu erwarten, denn das Angebot an attraktiven, wohlklingenden und oftmals günstigeren Alternativen ist mittlerweile riesig.

Nicht nur die alteingesessenen Hersteller wie Bose, Sennheiser und Beyerdynamic positionieren sich, auch vergleichsweise junge Firmen wie Urbanears, Skullcandy und Padmate mischen die Branche mit viel frischem Wind auf.

Hinzu kommen klassische IT-Unternehmen wie Google und Microsoft. Die Auswahl ist also groß – und sie wächst weiter rasant. Wir helfen dir, den Überblick zu bewahren.

Airpods Alternative unter 100 Euro

Gemeinhin gilt: Unter 100 Euro gibt es keine vernünftigen True-Wireless-Kopfhörer. Dass diese Pauschalaussage nicht immer zutrifft, beweist einmal mehr Xiaomi. Der chinesische Smartphone-Riese bietet etwa seine „Redmi Airdots 2 TWS“ derzeit für knapp 26 Euro an. Dafür klingen sie laut Redaktionsurteil erstaunlich gut.

Für einen Preis von rund 30 Euro gibt es gar die „Mi True Wireless Earphones 2 Basic“ auf Amazon - inkl. Xiaomi-eigener Geräuschunterdrückung.

Diese vier Kriterien solltest du beim Kauf unbedingt berücksichtigen

Kompatibilität

Klar, jeder der an dieser Stelle getesteten Kopfhörer findet per Bluetooth „Anschluss“ auch an das iPhone. Allerdings beherbergen einige Modelle Funktionen, die sich nur mit spezieller Software in Form eigener Apps nutzen lassen – und die gibt es bei Herstellern wie Google und Oppo bisher nicht für Apple-Betriebssysteme.

Das hat zumeist keinen direkten Einfluss auf den Klang, schade ist die Beschneidung unter Umständen trotzdem – und wenn es nur um eine ähnlich unkomplizierte Kopplung wie im Fall der AirPods geht.

Sitz

Die Form der Ohrmuschel und des Gehörgangs ist fast so individuell wie der Fingerabdruck. Durch das Beilegen verschiedener Silikonaufsätze für die Treiber sollten heutige In-Ears für eine denkbar breite Käuferschaft nutzbar sein.

Nimm dir also Zeit, die verschiedenen Varianten auszuprobieren. Trotzdem gibt es immer wieder Ausnahmen: Trotz aller Mühen fallen die Ohrhörer raus oder drücken nach einiger Zeit. Da hilft nur das Probetragen – auch wenn dies leider etwas unhygienisch erscheint.

Design

Die ersten AirPods-Konkurrenten waren Lookalikes und kopierten das Original auf den ersten Blick. Mittlerweile emanzipieren sich viele Hersteller (auch die in unserem Test) und gestalten ihre Modelle sichtlich anders als die „Elektrozahnbürsten-Aufsätze“ von Apple.

Auch farblich hast du die Wahl – ist dir das klassische Apple-Weiß schlicht zu öde, gibt es viele Alternativen am Markt.

Musikgeschmack

Der fette Bass, der für Hip-Hop-Fans eine Offenbarung ist, dröhnt Klassik-Fetischisten unangenehm im Ohr. Achte also darauf, dass die Klangcharakteristik zu der von dir bevorzugt konsumierten Musik passt.

Willst du deine In-Ears hingegen in erster Linie „nur“ für Telefonate mit dem iPhone und ein paar Podcasts nutzen, tut’s vielleicht auch ein billiges Modell.

So haben wir die In-Ear-Kopfhörer getestet

Komfort - Wie sitzen die In-Ears im Ohr?

„Ich mag das Gefühl nicht, permanent etwas im Ohr zu tragen“, lautet ein oft gehörtes Argument gegen In-Ear-Kopfhörer. Verständlich, denn viele frühe Modelle bohrten sich förmlich in den Gehörgang.

Diesen Vorwurf müssen sich die aktuellen Kandidaten nicht gefallen lassen: Keines der getesteten Modelle kneift unangenehm, noch laufen sie Gefahr, aufgrund eines zu lockeren Sitzes in der Ohrmuschel (wie im Fall der einfachen AirPods) leicht herauszufallen.

Nahezu unmerklich tragen sich die Pixel Buds von Google: Dank jeweils einer kleinen Finne halten die kreisrunden, dezenten Winzlinge auch bei anspruchsvollen sportlichen Aktivitäten. Sportliche Naturen sprechen auch die Indy Fuels von Skullcandy an, die ebenfalls auf einen stabilisierenden Silikonbügel setzen.

Den AirPods Pro am ähnlichsten sind hingegen die Enco 51 von Oppo, die mit ihrer länglichen Form die gesamte Muschel ausfüllen. Am wuchtigsten erscheinen RHAs Trueconnect 2: Deren Höhe ist sicher nicht jedermanns Sache.

Ergebnisse:

In-Ear-Kopfhörer Note
Google Pixel Buds 1,0 
Samsung Buds+ 2,0
Oppo Enco W51 1,5
Padmate Pamu Quiet 2,0
Skullcandy Indy Fuel 1,5
RHA Trueconnect 2 2,5
(Horizontal Scrollen, um die ganze Tabelle zu sehen)

Funktionen - Was gibt’s außer Sound?

In-Ears geraten zunehmend zum Funktionswunder – und ihr Sitz direkt am (im) Ohr wird sie in Zukunft sicher sogar in Richtung eines medizinischen Sensors rücken. Der Weg dorthin könnte jedoch den Trend zu Insellösungen noch verstärken.

Schon jetzt lassen sich sowohl die Pixel Buds als auch die Enco W51 nur dann voll ausnutzen, wenn die korrespondierende App auf dem Smartphone installiert ist. Und während Google diese jedenfalls für andere Android-Geräte anbietet, setzt Oppo gar das eigene Color-OS-Derivat voraus.

iPhone-Nutzer müssen so gänzlich auf viele spannende Funktionen verzichten, die über den Basissatz hinausgehen. Eine aktive Geräuschunterdrückung (ANC) liefern Oppo und Pamu mit, RHA setzt auf das Stichwort „Noise Isolation“ durch eine weitgehende Abdichtung des Gehörgangs und rauschunterdrückende Mikrofone für klare Telefonate auch bei Wind.

Die Pixel Buds und die Indy Fuels lassen bewusst auch Gespräche etwa an der Supermarktkasse passieren.

Ergebnisse:

In-Ear-Kopfhörer Note
Google Pixel Buds 4,0
Samsung Buds+ 3,0
Oppo Enco W51 2,5
Padmate Pamu Quiet 1,5
Skullcandy Indy Fuel 3,0
RHA Trueconnect 2 2,5
(Horizontal Scrollen, um die ganze Tabelle zu sehen)

Kompabilität - Wie klappt die Anbindung ans iPhone?

Apple spielt auch bei den AirPods mit vollem Recht die Karte der denkbar engen Systemeinbindung aus – dumm nur, dass sich andere Hersteller, die ebenfalls eigene Smartphones im Sortiment führen, daran mittlerweile ein Beispiel nehmen; allen voran Google und Oppo.

Dass es auch anders geht, zeigt ausgerechnet Apples „Lieblingskonkurrent“ Samsung: Der portierte die Buds+ ergänzende App auf iOS-Geräte und erlaubt so etwa die Klangverbesserung per Equalizer, die Einstellung der Touchflächen, die Transparenz für Umgebungsgeräusche – und nicht zuletzt das Update der Firmware.

Padmate geht einen ähnlichen Weg, auch wenn die Einstellungsmöglichkeiten für die Pamu Quiet nicht ganz so elegant gelungen sind wie bei Samsung. Das schnelle Zuschalten der Geräuschunterdrückung per Smartphone erspart trotzdem etwas Gefummel am Hörer. Dritter im Bunde ist Skullcandy.

Interessant hier: Die App aus Utah erlaubt optimierte Klangeinstellungen für Musik-, Podcast- und Filmwiedergaben.

Ergebnisse:

In-Ear-Kopfhörer Note
Google Pixel Buds 4,0
Samsung Buds+ 1,0
Oppo Enco W51 4,0
Padmate Pamu Quiet 1,5
Skullcandy Indy Fuel 1,5
RHA Trueconnect 2 3,0
(Horizontal Scrollen, um die ganze Tabelle zu sehen)

Klangqualität - Am Ende zählt, was rauskommt!

Schon erstaunlich, was In-Ears in Sachen Klang heute zu leisten imstande sind. War über Jahrzehnte das Fehlen nahezu jeglichen Basses quasi synonym mit dieser Geräteklasse, haben die Hersteller in den vergangenen Jahren wahre Sprünge vollzogen.

So etwa der Pamu Quiet, der mit einem bassbetonten Klang ein massives Fundament auch für Hip-Hop und Elektronisches liefert. Seine Geräuschunterdrückung greift sicher und arbeitet weitgehend rauschfrei. Skullcandys Indy Fuel ist maßgeblich von seinem Sitz abhängig – du solltest sehr aufmerksam die verschiedenen Ohreinsätze ausprobieren.

Passt alles gut, ist er klanglich eine Überraschung.

Der Enco W51 und die Buds+ liefern einen neutralen, ausgewogenen Klang – wobei die Oppo-Hörer mit ihrem ANC herausstechen. Am rundesten klingen jedoch die Pixel Buds – die Bässe sitzen präzise, die Höhen glänzen.

Allerdings solltest du für ihre Optimierung irgendwo ein Android-Handy herumliegen haben: Google legt regelmäßig per Firmware-Update nach.

Ergebnisse:

In-Ear-Kopfhörer Note
Google Pixel Buds 1,5
Samsung Buds+ 2,0
Oppo Enco W51 2,0
Padmate Pamu Quiet 2,0
Skullcandy Indy Fuel 2,5
RHA Trueconnect 2 3,0
(Horizontal Scrollen, um die ganze Tabelle zu sehen)

Testsieger und beste AirPods Alternative: Padmate Pamu Quiet

Die Pamu Quiet sind derzeit die interessanteste AirPods-(Pro)-Alternative.
Die Pamu Quiet sind derzeit die interessanteste AirPods-(Pro)-Alternative. (Bild: Hersteller - falkemedia GmbH & Co. KG)

So kann es gehen: Eigentlich sollte mit den Pixel Buds der Sieger feststehen, wäre da nicht der Trend zur Proprietarität im Kopfhörermarkt, seit die IT-Firmen denselben schleichend übernehmen. Denn Sitz und Klang der Google-In-Ears sind einfach traumhaft, sogar die Bedienung mit Tipp- und Wischbewegungen ist die wohl intuitivste, die sich ein Hersteller bisher ausgedacht hat.

Zu groß ist für iPhone-Nutzer aber die Enttäuschung, dass zum Teil innovative Funktionen, wie der integrierte Echtzeitübersetzer, die intelligente Klanganpassung an die Umgebung, und sogar Essenzielles, wie die Verbesserung mittels Firmware-Updates, bisher nur Pixel- und anderen Android-Smartphone-Besitzern zur Verfügung stehen. Dann aber sind ansonsten gut angelegte 200 Euro eben doch zu viel.

Und so küren wir die Pamu Quiet zur derzeit interessantesten AirPods-(Pro)-Alternative. Zu beeindrucken weiß besonders ihr massiver Bass, der trotzdem nicht „sumpft“.

Alle getesteten Modelle im Vergleich.
Alle getesteten Modelle im Vergleich. (Bild: Hersteller - falkemedia GmbH & Co. KG)

Diskutiere mit!

Hier kannst du den Artikel "AirPods Alternative: 6 kabelfreie In-Ear-Kopfhörer ab 99 Euro im Vergleich" kommentieren. Melde dich einfach mit deinem maclife.de-Account an oder fülle die unten stehenden Felder aus.