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So verkaufen Sie Ihre alten Geräte und Medien

iPhone, iPad und mehr bei ReBuy, Wirkaufens, Momox und Co. verkaufen – aber richtig

Weihnachten naht, das erkennen Sie mancherorts, weil schon wieder Lebkuchen in der Auslage liegen. Demnächst hat bestimmt auch wieder jemand Geburtstag. Vielleicht möchten Sie aber bloß ausmisten und Platz machen für neue Technik: Für Ihre alten iPhones, iPads, Konsolen, Videospiele und mehr bekommen Sie „schnelles Geld“ auf diversen Ankaufplattformen. ReBuy, Wirkaufens, Momox und Co. bieten durchaus Vorteile gegenüber Auktionsplattformen wie eBay. Neben dem Komfort ist da die Sicherheit, bezahlt zu werden. Wie Sie Ihre Geräte oder Medien zum besten Preis über die Dienste verkaufen, wollen wir Ihnen in diesem Beitrag vermitteln. Sie erfahren sogar, wie Sie die Nebenkostenabrechnung senken können.

Es gibt einige von ihnen schon 10 Jahre. Teilweise unbemerkt sind Ankaufwebseiten wie Zoxs in der Zeit still gewachsen, in der eBay zur ersten Adresse für viele wurde, alte Medien und Geräte zu verkaufen. Mittlerweile gibt es einige Start-ups wie reBuy, Wirkaufens oder Momox, die selbst in Funk und Fernsehen die Werbetrommel rühren.

Vorteile von Ankaufplattformen gegenüber eBay

Ankaufservices finden immer mehr Anklang. Sie können dort Ihre Waren kostenlos und unverbindlich einsenden. Ist Ihnen das Angebot zu niedrig, können Sie sich das Paket gratis wieder zurücksenden lassen. Zudem haben Sie die Gewissheit, dass Ihr Geschäftspartner seriös ist. Viel zu oft hört man von schlechter Zahlungsmoral und negativen Bewertungen bei eBay.

Daneben haben die stetig steigenden Provisionen und Gebühren der US-Auktionsplattform dafür gesorgt, dass Nutzer sich nach Alternativen umsehen. Während Sie außerdem bei der Auktionsseite in vielen Fällen den Aufwand und die Kosten für den Versand tragen, können Sie bei Dienstleistern wie Momox Ihre Pakete nicht nur gratis verschicken, sondern sie ohne Aufpreis an Ihrer Haustür abholen lassen.

Amazon nur für gewerbliche Verkäufer

Bei Amazon könnten Sie Ihre Gebrauchtware ebenfalls verkaufen, gelten dort aber in jedem Fall als gewerblicher Verkäufer. Spätestens der Prüfer vom Fiskus könnte Sie daran erinnern. Für Privatpersonen ist der Service deshalb uninteressant. Außerdem wollen Sie nicht mit dem Damoklesschwert der Gewährleistung leben müssen, nur um nach Monaten den zu versteuernden Umsatz wieder zurück überweisen zu müssen.

Ihr altes iPhone gebraucht bei Amazon verkaufen ist keine gute Idee
Ihr altes iPhone gebraucht bei Amazon verkaufen ist keine gute Idee (Bild: Alexander Trust)

Bei eBay bekomme ich immer mehr Geld – stimmt das?

Bis hierhin könnten Sie das Gefühl haben, Ankaufplattformen bieten Ihnen nur Vorteile. Dann machen Sie vielleicht Ihren ersten Preischeck und stellen fest, bei eBay hätten Sie in jedem Fall mehr Geld bekommen. Das trifft nur auf den ersten Blick zu. Wenn Sie einmal nachrechnen, stellen Sie fest, dass neben eBay in vielen Fällen noch der Bezahldienstleister PayPal die Hand aufhält.

eBay bietet einen Gebührenrechner an
eBay bietet einen Gebührenrechner an (Bild: Motiv: CC0, Screenshot: eBay, Montage: Mac Life)

Es ist einfach die Probe aufs Exempel zu machen. eBay führt auf, welche Gebühren anfallen und PayPal ebenso, was Sie bei Zahlungsempfang zu bezahlen hätten (in der Regel 2,49% vom Preis zuzüglich 35 Cent Gebühr). Sie können so in Erfahrung bringen, wie viel von dem vermeintlich höheren Höchstgebot am Ende über bleibt.

Beispielrechnung eBay versus reBuy

Sie verkaufen ein iPad Pro (Wi-Fi, 12,9 Zoll aus 2015) mit 128 GB Speicher in Space Grau bei eBay. Sie würden derzeit im Optimalfall circa 450 Euro erhalten. Eine Preisgarantie gibt es aber nicht. Mit Pech erhalten Sie unter 300 Euro. Bei reBuy bekommen Sie für das Tablet aktuell sogar 511 Euro.

reBuy macht ein ordentliches Angebot für ein iPad Pro 12,9 Zoll
reBuy macht ein ordentliches Angebot für ein iPad Pro 12,9 Zoll (Bild: Motiv: CC0, Screenshot: reBuy, Montage: Mac Life)

eBay möchte bei einer Auktion mit 1,00 Euro Startpreis und passendem Höchstgebot, das Sie per Uhrzeit vorgeplant hatten – und noch 6,99 Euro für den Versand obendrauf abhalten – gerne über 40 Euro. Der Verkäufer zahlt per PayPal. Sie erhalten von ihm den Kaufpreis inklusive Versandkosten. Ihnen werden dafür noch einmal knapp 15 Euro abgehalten.

Unter dem Strich bleiben von 450 Euro nur noch 415 Euro übrig. Das entspricht einer großen Differenz gegenüber dem Angebot von reBuy. Mit einem Newsletter-Bonus (+5 Euro) oder einer Sonderverkaufsaktion (+10 oder +20 Euro) schrumpft der Unterschied weiter zusammen. Dafür haben Sie bei reBuy und Co. aber keinen Ärger mit dem Käufer.

Welche Ankauf-Anbieter gibt es? Wer zahlt am schnellsten?

Wir haben absichtlich die Frage vermieden, wer am meisten zahlt. Diese ist nicht seriös beantwortbar. Tatsächlich gibt es bei den größten Dienstleistern wöchentlich wechselnde Ankaufpreise. Dazu kommen wechselnde Aktionen, bei denen Boni für Geräte und Medien aus bestimmten Produktgruppen wie Kameras, Tablets, Smartphones und andere ausgeschüttet werden. Es kann also sein, dass Sie bei Momox auf den ersten Blick mehr Euro erhalten, doch dank des Aktionsgutscheins von reBuy mit Ankaufpreis plus Bonus darüber landen. Es lohnt sich in jedem Fall Preise zu vergleichen.

Zu den drei prominentesten Services zählen reBuy, Momox und Wirkaufens. Wenn Sie die Runde wie bei den Musketieren erweitern möchten, kommt Flip4New dazu. Darüber hinaus gibt es noch Zoxs und Nischenanbieter wie Blidad. Wir haben alle der aufgeführten Anbieter ausprobiert, bis auf Blidad.

Allen Anbieter gemeinsam ist, sie zahlen relativ zeitnah. Es kann sein, dass Sie die Auszahlung auf der Webseite bestätigen müssen. Per E-Mail werden Sie über den Status jederzeit informiert.

reBuy: Bei diesem Anbieter können Sie viele Dinge gebraucht verkaufen und einkaufen. Er bietet eine iPhone-App. Per Smartphone-Kamera können Sie mittels Strichcode Produkte in den Verkaufskorb legen. reBuy offeriert wechselnde Aktionen. Partner für den Transport sind DHL und Hermes. Der Gratisversand erfolgt ab 10 Euro Warenwert. Die Überprüfung dauert im Schnitt etwas länger als auf anderen Plattformen.

Im Lager von reBuy
Im Lager von reBuy (Bild: reBuy reCommerce)

Momox: Die Plattform unterstützt Sie beim Verkauf der Produkte ebenso mit einer Smartphone-App, über die Sie den Barcode an der Verpackung einlesen können. Interessant ist die Möglichkeit, Kleidung zu verkaufen. Momox bietet wechselnde Aktionen und Sie können sich den Erlös mit einem zusätzlichen Bonus als Gutschein für Medimops auszahlen lassen. Der Gratisversand erfolgt ab 10 Euro Warenwert.

Wirkaufens: Die Ankaufseite hat sich auf Technik spezialisiert. Interessant: Sie können den Dienst gänzlich ohne Registrierung als Gast verwenden. Eine Smartphone-App gibt es nicht. Positiv: Haben Sie Ihre Produkte schlechter eingeschätzt und der Dienstleister aber besser, wird Ihnen nachträglich das bessere Angebot unterbreitet. Unter dem Namen AsGoodAsNew verkauft der Anbieter die Gebrauchtgeräte (iPhones, MacBooks, iMacs), dank eigener Werkstatt sogar mit 30 Monaten Garantie.

Flip4New: Die Plattform gehört zur Metro-Gruppe, die Media Markt und Saturn betreibt. Sie können darüber nur Technik verkaufen. Eine Smartphone-App gibt es nicht. Sie sollten in jedem Fall die Preise vergleichen. Bei einem Sonntagsschuss konnten wir ein gebrauchtes Windows Phone auf der Plattform dank Willkommensgutschein für mehr Geld verkaufen, als es bei Media Markt ursprünglich gekostet hatte.

Zoxs: Mit einem Augenzwinkern können Sie mit Zoxs Ihre Nebenkosten-Abrechnung senken. Sollte Ihnen niemand Geld für Ihre Bücher oder CDs bieten, müssen Sie sie nicht wegwerfen. Zoxs lädt Sie ein, diese Produkte auf Wunsch trotzdem mit in das Paket zu legen, und sich so des Altpapiers oder Restmülls zu entledigen. Die Plattform bietet keine Smartphone-App.

Blidad: Wir haben den Ankaufservice nicht selbst getestet. Er bedient jedoch eine interessante Nische, können Sie dort nämlich nur Brettspiele und Bücher verkaufen. Wenn Sie noch viele Gesellschaftsspiele auf dem Boden stehen haben, ist Blidad eine Alternative für Sie. Bei den übrigen Plattformen bekommen Sie diese so gut wie nicht verkauft.

Ankaufplattformen sind nicht die Wohlfahrt

Bedenken Sie bitte: Es hilft, sich in die Perspektive der Ankäufer zu versetzen. In den Fragebögen über die Qualität Ihrer Produkte sollten Sie wahrheitsgetreu antworten. Wenn Sie versuchen zu flunkern, belügen Sie am Ende nur sich selbst. Denn dann kann es sein, dass Ihnen ein neues, deutlich niedrigeres Angebot unterbreitet wird. Das müssen Sie natürlich nicht annehmen. Aber die Enttäuschung hätten Sie sich im Vorfeld ersparen können.

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