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Zölle: AirPods-Hersteller will von China nach Vietnam flüchten

Apple hat keine eigene AirPods-Fabrik sondern lässt die Ohrhörer von chinesischen Unternehmen bauen. Die wollen nun nach Vietnam expandieren, weil sie Trump fürchten und die Nachfrage steigt.

Die Hersteller von Apples AirPods sind Luxshare Precision und Goertek. Die beiden chinesischen Unternehmen wollen nun nach Vietnam expandieren, weil sie nach wie vor den Zollkrieg zwischen den USA und China fürchten und die Nachfrage so hoch ist.

Nach einem Bericht des renommierten Branchenblatts The Information (Paywall) sind Luxshare Precision und Goertek schon in Verhandlungen mit Banken, die die Expansion nach Vietnam finanzieren sollen. Es soll um eine Kreditsumme von mehrere hundert Millionen US-Dollar gehen. Die Verlagerung der AirPods-Produktion nach Vietnam soll bereits getestet worden sein, nennenswerte Produktionskapazitäten gibt es aber nicht.

Eigentlich scheint dieser Schritt angesichts der jüngsten Entspannungssignale aus China überflüssig: Anfang 2020 senkt China die Zölle für US-Importe bei rund 850 Gütern. So sollen zahlreiche Konsumgütern, High-Tech-Geräte, Medikamenten sowie gefrorenes Schweinefleisch mit weniger Zöllen belegt werden. Das ist natürlich keine Garantie, dass auch die Strafzölle abgebaut werden, die die USA und China gegenseitig erheben.

Genau diese Situation sorgt dafür, dass diese beiden chinesischen Firmen nun auf Nummer sicher gehen wollen, und ihre Produktion verlagern möchten. Außerdem liegen dort die Arbeitskosten deutlich niedriger. Dem Bericht nach betragen sie in Vietnam nur ein Drittel dessen, was Arbeiter in China bekommen. Ein weiterer Pluspunkt für Vietnam: Die dortige Regierung subventioniert die Ansiedlung ausländischer Unternehmen.

AirPods sorgen für deutliches Umsatzwachstum bei Apple

Für das Jahr 2020 schätzt Analyst Toni Sacconaghi vom Anlageunternehmen Bernstein, dass Apple seine Umsätze mit Ohrhörern sogar verdoppeln kann. Das berichtete vor kurzem der US-Nachrichtensender CNBC.

2020 müssten nach der Schätzung von Sacconaghi 42,5 Millionen AirPods verkauft werden. Das könnte einen Umsatz von 12 Milliarden US-Dollar mit sich ziehen, schätzt der Analyst. Im Jahr 2019 soll Apple laut Sacconaghi  85 Millionen AirPods verkauft und damit einem Umsatz von 6 Milliarden US-Dollar generiert haben.

Die Wirtschaftsnachrichten Bloomberg schätzt die Verkaufszahlen nicht ganz so positiv ein. Von den Kopfhörern sollen nach Angaben des Wirtschaftsnachrichtendienstes 2019 rund 60 Millionen Stück verkauft werden.


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