Virtualisierungssoftware

Riesenenttäuschung: VMWare will auf Apple Silicon keine x86-Emulation unterstützen

Parallels hat längst seine Virtualisierungssoftware auf Apple Silicon angepasst, doch was ist mit VMWare? Der Hersteller hat sich zu seinem Fortschritt geäußert und enttäuscht hoffnungsvolle Windows-Nutzer auf neuer Mac-Hardware.

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Im Herbst 2020 hatte VMWare mitgeteilt, die eigene Virtualisierungssoftware auch auf auf Apple-Silicon-Macs bereitzustellen. Bis jetzt ist aber nichts passiert. Das Unternehmen hat nun ein Update veröffentlicht, dass nichts gutes verheißt.

Es werde „noch in diesem Jahr“ eine Tech Preview von VMware Fusion für macOS auf Apple-Silicon geben. Das kann bedeuten, dass erst gegen Ende des Jahres die finale Version erscheint, sicher ist das aber nicht.

Der größte Hammer ist aber diese Ankündigung: „Wir planen nicht, die Installation oder Ausführung von x86-VMs auf Macs mit Apple-Silizium zu unterstützen.“

Konkurrent Parallels ist einen anderen Weg gegangen. Mitte April 2021 kam Parallels Desktop 16.5 für Mac auf den Markt. Die Virtualisierungssoftware bietet volle native Unterstützung für Macs mit Apple M1- oder Intel-Prozessoren. Dadurch können M1 Mac-Nutzer:innen nun die Windows 10 on ARM Insider Preview und seine Programme auf Apple M1 Mac-Computern nutzen.

Das hat VMware nicht vor, weil Microsoft derzeit keine Lizenzen von Windows 10 ARM für virtuelle Maschinen anbietet und Insider-Builds von Windows 10 ARM dürfen nur auf Systemen mit einer lizenzierten Version von Windows 10 installiert werden dürfen, die derzeit nicht auf Apple-Hardware verfügbar ist.

Derzeit ist die größte Kundenbasis noch auf Intel-Macs unterwegs, weshalb das Vorgehen nicht unmittelbar schadet, doch immer mehr neue Macs kommen auf den Markt und werden – wenn man Apples jüngste Geschäftszahlen einmal ansieht – auch rege gekauft.

M1-Macs haben eine Virtualisierung – für Intel-Mac-Software

Ähnlich wie bei der Umstellung von PowerPC- auf Intel-CPUs im Jahr 2006 hat Apple eine neue Version von Rosetta eingeführt, um die Ausführung von Intel-Anwendungen auf Apple-Silizium zu unterstützen. In den meisten Fällen funktionieren die Anwendungen einfach, auch wenn sie etwas langsamer sind, doch das merkt die gewöhnlichen Anwender:innen nicht.

Für diejenigen, die ein anderes Betriebssystem wie Linux oder Windows benötigen, unterstützt Rosetta 2 jedoch keine Virtualisierung, und Apple-Silizium-Macs unterstützen kein Boot Camp.

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VMWare braucht kein Mensch. Ich habe alle möglichen Virtualisierungssoftware über Jahre getestet. VMware hatte immer Performance- und Stabilitätsprobleme. Auch die Weiterentwicklung war viel zu langsam. Die ARM Technik ist und bleibt die Zukunft beim Mac. Ich bin mir auch sicher: in der PC- Welt von Microsoft auch. Wenn VMware die Zeichen der Zeit nicht wahrnimmt tut es mir leid. Parallels läuft rasant schnell auf meinem M1 MBP. Windows für ARM wurde in 4min installiert. Es läuft flüssig und Stabil. Alle benötigten Windows-Apps laufen problemlos obwohl sie nicht für ARM programmiert sind.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Auch im Journalismus passieren, Fehler aber es ist schon hart, dass der "Hammer" in diesem Artikel einfach uninformiert und falsch aufgehängt ist.

Zitat aus dem Artikel:
Der größte Hammer ist aber diese Ankündigung: „Wir planen nicht, die Installation oder Ausführung von x86-VMs auf Macs mit Apple-Silizium zu unterstützen.“
Konkurrent Parallels ist einen anderen Weg gegangen.

Konkurrent Parallels macht das doch exakt genau so. Es werden auch hier keine x86-VMs unterstützt. Windows ist ein Betriebssystem, welches typischerweise in x86 Umgebungen ausgeführt wird, aber es geht hier explizit um "Windows for ARM". Und das heißt dann - und man sollte meinen, das sei offensichtlich - dass es auch bei Parallels nicht um x86-VMs geht, sondern um ARM-VMs. Und "Apple-Silizium" nutzt genau diese Architektur und kann sowohl über VMWare als auch über Parallels prinzipiell nur ARM-VMs ausführen ... und keine x86-VMs ...

Lest ihr eigentlich gelegentlich mal durch was ihr so schreibt? Also nur so gelegentlich mal...? Und prüft Inhalt, Logik und Rechtschreibung? Also so basics wie "das" und "dass" (schreibt man nicht nach Gehör, nein, gibt echte Regeln dafür...) oder die Verwendung von "wie" und "als"... Aber Hauptsache gendern, gell, dann passt der Rest schon... und Inhalt und logische Stringenz wird eh überbewertet, oder?
1. Parallels und VMware machen in der Hinsicht exakt das Gleiche, keiner der Beiden unterstützt Windows x86-Code
2. Windows für ARM sollte auf beiden Plattformen als VM laufen, sobald Microsoft es freigibt (was sie derzeit nicht tun)
3. Alles zusammen hat mit Rosetta 2 nicht das Geringste zu tun, 2 völlig andere Baustellen .

ich seh da also keinen Hammer... ausser der fehlenden Stringenz, Sachkenntnis und Rechtschreibkenntnisse. Aber gegendert (schreibt man das jetzt so?) isses natürlich. Toll!

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