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Lange spekuliert

Überraschung: Neues iPad mini 2019 mit Apple-Pencil-Unterstützung enthüllt

Es wurde seit Monaten spekuliert, dass Apple an einem neuen iPad mini arbeitet. Tatsächlich dachten viele Beobachter jedoch, dass Apple die Modellreihe langsam auslaufen lässt, nachdem die letzte Aktualisierung 2015 stattfand. Nun überraschte Apple jedoch mit einer neuen Generation, die es in sich hat. Mit Apple-Pencil-Unterstützung, True-Tone-Display und leistungsstarkem A12 Bionic Chip steht das Leichtgewicht den großen in nichts nach.

Seit 2015 hatte Apple das iPad mini nicht mehr mit neuer Hardware bedacht. Lediglich eine neue Speicheroption wurde eingeführt und kleinere Preisanpassungen waren die einzigen echten Lebenszeichen. Dennoch kam in den letzten Monaten immer wieder das Gerücht auf, dass Apple ein iPad mini 5 plant. Sogar Fotos von Prototypen tauchten auf. Sogar eine Veröffentlichung im Frühjahr wurde spekuliert. Nun haben sich die Gerüchte bewahrheitet und Apple hat die Erwartungen in einigen, wenn auch wenigen, Punkten übertroffen. 

Unverändertes Design, besseres Display

Bereits seit dem ersten iPad mini im Jahr 2012 setzt Apple auf ein typisches Design, das sich auch in der neuesten Generation nicht veränderte. Während beim neuen iPad Air der Rand schmaler und das Display größer wurde, bleibt beim iPad mini 5 alles beim Alten. Also fast. Das Display ist zwar nicht höher aufgelöst oder größer, aber dafür hat sich die Qualität deutlich verbessert. 

Apple hat die Helligkeit erhöht sowie den Farbraum (P3) vergrößert und ermöglicht damit eine bessere Farbtreue. Gleichzeitig führt man auch das True-Tone-Feature ein, welches einen stetigen Weißabgleich vornimmt und dadurch natürlichere Bilder erzeugt. Um auch bei Sonnenlicht etwas auf dem Display erkennen zu können, integrierte Apple nun auch eine Antireflex-Beschichtung, die Spiegelungen deutlich reduzieren soll.

Das iPad mini 5 bei engadget
Das iPad mini 5 bei engadget (Bild: Motiv: CC0, Screenshot: engadget, Montage: Mac Life)

iPad mini 5 ist die Liebeserklärung an alte Fans

Schon an der Überschrift kann man erkennen, dass der Redakteur Chris Velazco vom neuen Mini-Tablet mit Pencil-Unterstützung durchaus angetan ist.

Doch ganz so euphorisch ist Velazco aber nicht. Denn im gleichen Atemzug nennt er das Mini-Tablet nicht mehr „ganz so wichtig“. Er spricht damit auf eine eventuell kleinere Zielgruppe als noch vor Jahren an. In diesem Punkt widerspricht er Carsten von Caschysblog übrigens diametral. Der sieht nämlich im Mini-Tablet einen heimlichen Publikumsliebling.

Der Engadget-Redakteur kritisiert Apple dafür, dass das Unternehmen dem Mini-Tablet freilich nicht genügend „Liebe“ spendierte. Das Gerät sei 2019 immer noch sehr wichtig, obwohl er persönlich der Meinung ist, dass das Gerät nicht wirklich das Tablet für die Massen werden kann.

Auch Velazco kritisiert, dass Apple das Design des Geräts kaum verändert hat. Das Gerät hat auch immer noch einen drückbaren Home-Button und einen Klinkenanschluss. An dieser Stelle ist Apple wohl nicht konsequent genug, hat aber erkannt, dass es manchmal helfen kann, alte Gewänder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Schließlich liefert der A12 sehr viel Leistung, die auch beim Battle-Royale-Shooter Fortnite sehr gut zur Geltung komme. AR-Apps würden zügig laufen und Spaß machen.

Auch wenn das Gerät es leistungstechnisch könnte, würde Velazco allerdings keine 4K-Videos darauf zuschneiden. Das aber nur wegen des kleines Displays.

Fazit von Chris Velazco (Engadget)

Our full review is still in the works, but I can definitively say this: I'm glad the iPad mini still exists, and it packs some crucial updates that make it worth using in 2019. I'm just not convinced it's the right tablet for most people.


Überraschend leistungsstark

Beim normalen iPad zeigte sich Apple bisher sehr konservativ und verpasste den Geräten stets ältere Chips. Umso erstaunlicher ist es daher, dass das iPad mini 5 den aktuellen A12 Bionic erhalten hat, der auch im iPhone XS, iPhone XR und iPad Air (3. Generation) zum Einsatz kommt. Zusammen mit der Neural Engine ist der kleine Chip ein wahres Kraftpaket und verbesserte sowohl die künstliche Intelligenz als auch Leistungsfähigkeit im Multitasking. Laut Apple ist das neue iPad mini bis zu dreimal schneller als der Vorgänger. 

Bei den Anschlüssen macht das Unternehmen dieses Mal jedoch keine Experimente und belässt den Lightning-Port sowie den 3,5-mm-Kopfhöreranschluss an den bekannten Stellen. 

Kameras wie beim iPad Air 3

Einen großen Sprung wie beim Prozessor sollten Sie bei den Kameras jedoch nicht erwarten. Während die Rückkamera wie schon beim iPad mini 4 mit 8 Megapixel auflöst und Videos in 1080p ermöglicht, wurde vor allem die FaceTime HD Kamera verbessert. Apple erhöhte die Auflösung von 1,2 Megapixeln auf 7 Megapixel, sodass die Frontkamera nun auch Videoaufnahmen in Full-HD erlaubt. Damit ist das iPad mini 5 in Bereich der Kamera auf Augenhöhe mit dem neuen iPad Air 3. 

iPad mini 5 bei dpa im Vorab-Test
iPad mini 5 bei dpa im Vorab-Test (Bild: Motiv: CC0, Screenshot: T-Online, Montage: Mac Life)

Mini ist leider nicht in jedem Punkt ebenbürtig

Auf T-Online wurde ein Beitrag der Nachrichtenagentur dpa geteilt. Darin wird ebenfalls ein unter dem Strich positives Bild von Apples neuem Mini-Tablet mit Pencil-Unterstützung gezeichnet, aber eben nur fast. Denn im Unterschied zu den vorher bereits erwähnten Vorab-Testberichten hat derjenige der dpa auch etwas zu kritisieren.

Doch zunächst zum Positiven. Das Mini-Tablet ist „gut gerüstet für Spiele“, und zwar mit deutlich weniger Energiehunger als vorher. Trotz deutlich mehr Leistung reduziert Apple nämlich die Kapazität des integrierten Akkus von 27,6 auf 19,6 Wattstunden, wie der Redakteur der dpa betont.

Dass der Pencil der ersten Generation beim Aufladen als „unpraktisch“ erachtet wird, ist keine neue Feststellung, sondern stammt noch aus der Zeit, als der Stylus aus Cupertino vorgestellt wurde. Das kabellose Aufladen und das magnetisch Anhaften mit dem Pencil der zweiten Generation bleibt leider den Pro-Tablets vorbehalten.

Doch nun zur eigentlichen Kritik. Apple hat zwar das Display renoviert, nicht aber in gleichem Maße die Kameras. Mit dem iPad mini 5 können Sie nämlich, anders als bei modernen iPhones, keine Videos in 4K-Auflösung aufzeichnen.

Fazit der dpa

Das neue iPad mini lässt bei wichtigen Leistungsdaten selbst größere iPads wie das vor einem Jahr vorgestellte 9,7-Zoll-Modell hinter sich und ist auch mit neuen Sensoren für aufwendige Augmented-Reality-Anwendungen gerüstet. Nur bei Foto- und Videoaufnahmen liegt das neue Apple-Tablet nicht ganz auf dem Niveau, das Spitzen-Smartphones inzwischen bieten.

Der stärkere Hauptprozessor, die bessere Grafik, die Unterstützung der Stifteingabe und das neue, gut entspiegelte Display schlagen sich leider auch im Preis nieder. Das neue iPad mini ist 100 Euro teurer als der betagte Vorgänger. Die kleinste Version (64 GB Speicher, WLAN) kostet 449 Euro, die größere Version (256 GB) schlägt mit 619 Euro zu Buche. Die LTE-Option kostet jeweils 140 Euro Aufpreis.


Preise und Verfügbarkeit

Das iPad mini 5 kann ab sofort bei Apple bestellt werden und dürfte in den kommenden Tagen auch bei weiteren Anbietern verfügbar sein. Als Farben stehen Ihnen Silber, Space Grau sowie Gold zur Auswahl. Daneben können Sie sich noch entscheiden, ob Ihnen 64 GB ausreichen oder ob sie mit 256 GB auf Nummer Sicher gehen wollen. Preislich startet das neue iPad mini in der Wi-Fi-Variante ab 449 Euro. Für das Wi-Fi + Cellular-Modell zahlen Sie ab 589 Euro. 

Passend dazu können Sie auch praktische Zubehör erwerben. Apple bieten Ihnen etwa den Apple Pencil (1. Gen.) für 99 Euro sowie ein Smart Cover aus Polyurethan in Anthrazit, Weiß, Sandrosa und Papaya für 45 Euro an.

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Lustigerweise bewerben sie das neue iPad mit dem Apple Pencil der ersten Generation.

Wie oft wurde das Mini von MacLife schon beerdigt und nun sowas :)