Privatsphäre

Tim Cooks Befürchtung bestätigt: Apple soll 12 weitere iPhones knacken

Das hat ja nicht sehr lange gedauert. Rund eine Woche nachdem bekannt wurde, dass das FBI Apple in einem Terrorismus-Fall zum Einbau einer maßgeschneiderten Hintertür in ein iPhone 5c gezwungen hat, fordert das Justizministerium die Hilfe von Apple in gleich zwölf offenbar weniger drastischen Fällen. Dies gibt Tim Cooks Befürchtung, dass die Gerichtsentscheidung einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen würde, auf ganzer Linie Recht.

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Wie sich herausstellt, war Tim Cooks öffentliche Ablehnung eines Gerichtsurteils zum Einbau einer Hintertür in ein iPhone 5c vollkommen gerechtfertigt. Überrascht hat das zwar wohl kaum jemanden, jetzt haben wir es jedoch Schwarz auf Weiß:

Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge möchte das Justizministerium nun Apple dazu auffordern noch zwölf weitere iPhones zu knacken. In allen zwölf zusätzlichen Fällen scheint es sich nicht um Terrorismus zu handeln. Es ist allerdings unklar, weshalb genau gegen die entsprechenden iPhone-Besitzer ermittelt wird oder ob einige sogar bereits verurteilt sind. Das Justizministerium scheint auch in diesen Fällen die Hilfe von Apple gerichtlich unter dem All Writs Act aus dem 18. Jahrhundert erzwingen zu wollen. Weder Apple noch das Justizministerium haben sich zu dem Bericht geäußert.

Vor rund einer Woche wurde bekannt, dass ein Gericht Apple dazu verpflichtet hat, eine Sicherheitslücke in ein iPhone 5c nachträglich einzubauen, um Zugang zu den auf dem Telefon gespeicherten Daten zu erhalten. Apple hat sich öffentlich gegen dieses Vorgehen gewehrt. Das Unternehmen befürchtet zum einen, dass eine solche Hintertür, die zwar nur für ein Gerät gedacht ist, in die falschen Hände gelangen kann und mit entsprechenden Modifikationen auch hunderte Millionen iPhones angewendet werden könne. Zum anderen glaubt Apple, dass das FBI hiermit einen Präzedenzfall schaffen würde, der nicht nur Apple sondern auch jeden anderen Hardware- und Software-Hersteller in den USA bei Kleinigkeiten zu einer ähnlichen Kooperation zwingen würde.

Stattdessen unterstützt Apple die Bildung einer Kommission bestehen aus Politikern, Vertretern von Sicherheitsbehörden, der Technologie-Branche und von Bürgerrechtsvereinigungen, um die Auswirkungen des All Writs Acts im heutigen digitalen Zeitalter zu diskutieren.

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Dann sollte Apple halt nach Europa ziehen. Für die Amis offene durchsichtige iPhones verkaufen. Der Rest der Welt bleibt dann auf der Sicheren Seite. Für die Ferien in die USA braucht man sowieso kein Smartfone. Oder nehnt einfach ein altes iPhone mit das eine alter Firmware hat.

Die wirkliche Diskussion sollte eigentlich lauten: Steht Apple über den Gesetzen? So wie sie hier in einem rechtmässigen Ermittlungsverfahren ihre Mitarbeit verweigern, so schaut es bei APPLE auch aus, wenn Kunden auf ihre Rechte pochen... Da können Urteile gesprochen sein - die Herrschaften machen was sie wollen.

Die wirkliche Diskussion sollte lauten: Steht der Staat oder seine Behörden über den Menschen- und Bürgerrechten?

Ansonsten: Deine weiteren Argumente werden durch die jährlich ermittelte Kundenzufriedenheit zu deinem Unwohl zerschmettert. Bei den allermeisten Firmen sieht es danach deutlich schlechter aus. Aber Fakten werden immer ignoriert, wenn sie nicht ins eigene Schema passen. Viel Vergnügen noch damit.

Wo bitte werde hier Menschen- oder Bürgerrechte verletzt? Die Polizei ermittelt mit Gerichtlicher Anordnung, ist nichts anderes als eine rechtemssige Hausdurchsuchung bei einem Dealers....

" Steht Apple über den Gesetzen?"

Nein, aber ein Gesetz aus dem 18. Jahrhundert sollte evtl. mal überdacht werden!

Gesetze sind nicht gottgegeben sondern die Regeln einer Regierungselite. Und genau diese Elite nimmt sich jegliches Recht, das ihr nützt. In diesem Falle nimmt sie sich das Recht, auch Deine Privatsphäre zu untergraben. Vielleicht hilft einfach, mal darüber nachzudenken, worüber man sich so aufregt. Ich hoffe, Apple bleibt standhaft.

Das FBI hat Apple gezwungen?
Sie haben es versucht - bislang erfolglos!

"Apple habe Ermittlern vier Wege vorgeschlagen, wie man Zugang zu Informationen im Telefon eines der Attentäter von San Bernardino bekommen könnte, auch ohne das Passwort zu knacken, sagten ranghohe Apple-Mitarbeiter in einer Telefonkonferenz mit US-Journalisten"

Also doch nix mit Datensicherheit?

Es geht darum, das Apple selbst nicht an die Daten vom iPhone rankommt.

Die haben andere Wege aufgezeigt, wie man als normaler User an die Daten rankommt. Über die Backup Funktion von der iCloud.
Dann kann man das Password von der iCloud zurücksetzen und so an das Backup herankommen. Aber da haben sich die Leute von FBI selbst ins Knie geschossen, da das iPhone schon gesperrt ist, nachdem die schon mehrmals das falsche Password eingegeben haben.

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