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Steuernachzahlung: Apple und Irland wehren sich gegen die Vorwürfe

Apple soll nach wie vor 13 Milliarden Euro Steuern an Irland nachzahlen - zumindest wenn es nach der EU-Kommission geht. Aus dem Beschluss vom August diesen Jahres ging hervor, dass Apple zu viele Steuervergüngstigungen durch Irland zugesprochen wurden und daher die Steuern nachgezahlt werden sollen. Nicht nur die Kalifornier sind mit dem Urteil nicht einverstanden, sondern auch die Regierung in Dublin hält die EU-Forderung für rechtswidrig. 

Irland lockt seit Jahren große Technologie-Unternehmen mit Steuervergünstigen an. Neben Apple haben daher auch Google, Facebook und weitere Unternehmen dort ihren europäischen Firmensitz. Ein geschickter Schachzug mit denen die EU-Kommission nicht einverstanden ist und daher das prominenteste Unternehmen für eine möglichst große Gegenkampagne an den Pranger stellt. Sowohl den Nordeuropäern als auch den Kaliforniern kritisieren die Entscheidung. Laut dem „Spiegel" gab die irische Regierung folgendes zu Protokoll:

Sie (Anm. d. Red.: die EU-Kommission) habe mit der geforderten Steuernachzahlung von 13 Milliarden Euro „in die nationale Steuerhoheit" Irlands eingegriffen und versucht, „die irischen Steuerregeln umzuschreiben".

Auch Apple-CEO Tim Cook äußerste sich zu der Steuernachzahlung und nannte sie eine „falsche Nummer". Das Urteil sei ebenfalls „totaler politischer Mist". Laut „Welt" hat das Unternehmen nun auch Berufung eingelegt und der Finanzchef der Kalifornier, Luca Maestri, warf EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager vor, dass Sie politische Absichten verfolge. Zusätzlich meldete sich nun auch Apples Berater Bruce Sewell zu Wort:

Die Iren haben eine Expertenmeinung von einem unglaublich angesehenen irischen Steueranwalt eingeholt. Die Kommission hat das nicht nur nicht angegriffen - soweit wir wissen nicht angesprochen -, sondern sie haben es wahrscheinlich nicht einmal gelesen. 

...

Apple ist kein Ausreißer in einem Sinn, der für das Gesetz zählt. Apple ist ein passendes Ziel, weil es viele Schlagzeilen macht. Es erlaubt der Kommissarin Dänin des Jahres 2016 zu werden. (Anm. d. Red.: Den Titel verlieh die Zeitung Berlingske der EU-Kommissarin Vestager im letzten Monat)

Ein Ende des Rechtsstreits wird also nicht allzu bald erwartet, sodass er eher Jahre als Monate andauern wird. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden.

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finde ich ja recht arrogant von Irland das Geld nicht einfordern zu wollen. EU-Gelder haben sie ja auch nicht abgelehnt. Und nun käme mal was zurück - ist doch echt ein Unding!

Wenn man so gar keine Ahnung hat - mitreden?

Schon mal drangedacht, dass wenn Irland das Geld von Apple fordert, dass viele irische Arbeitsplätze verloren gehen, weil Apple nicht mehr auf die Vertrauensbasis bauen kann und sich ein anderes Land aussuchen würde, andere Firmen ihnen folgen würden und viele Irische Arbeitsplätze als auch das hohe Ansehen Irlands wegen der hohen wirtschaftlichen Lage (nicht unbedingt wegen Steuern ;) ) verloren gehen würde.

PS : Das war ( für die Dummen ) eine rethorische Frage u.d. wird keine Antwort erforderlich sein

PS (2) : Euch noch ein frohes Jahr, nen guten Rutsch ins neue Jahr

PS (3) : Man, das werden echt viele PS` aber ich muss sagen ich freue mich aufs nächste Jahr ( lese grad vom ( wahrscheinlichen ) Anschlag in Berlin, und hab echt kein Bock auf noch mehr schlechte Nachrichten im neuen Jahr.