
7. Ping
Apple und Social Media. Eine lange Geschichte voller Missverständnisse. Das zeigt sich eindrucksvoll in Apples eigenem sozialen Netzwerk für iTunes namens “Ping”.
Mit Ping sollten soziale Funktionen in iTunes einziehen. Nutzer konnten einsehen, welche Musik ihre Ping-Freunde kaufen und bewerten. Personalisierte Charts und Konzertempfehlungen gab es ebenfalls. Und natürlich gab es eigene Ping-Profile für Nutzer und Stars. Ping verbuchte zwar bereits eine Million Nutzer innerhalb der ersten 24 Stunden. Doch das Netzwerk konnte nie an Fahrt aufnehmen. Möglicherweise auch durch die Blockierung von Facebook. Auf der Keynote präsentierte Steve Jobs nicht nur Ping, sondern auch eine Integration mit Facebook. Das soziale Netzwerk von Mark Zuckerberg blockierte Ping aber kurzerhand nach dem Start, da Apple und Facebook keine offizielle Vereinbarung zur Integration finden konnten. Damit wurde Ping noch mehr zur isolierten Insel innerhalb von iTunes. Rund zwei Jahre nach dem Start von Ping entfernte Apple das Netzwerk aus iTunes. Stattdessen setzte Apple auf eine offizielle Facebook- und Twitter-Integrationen in iTunes.
Apples Keynotes sind legendär. Besonders Steve Jobs wurde die Fähigkeit nachgesagt, mit seinen Worten und Präsentationen die Realität verbiegen zu können. Seine Keynotes haben bessere Produkte und eine bessere Zukunft versprochen. Doch nicht alle Versprechen konnten gehalten werden. Denn auch unter Jobs und Cook ist nicht alles Gold, was glänzt. Manche Produkte oder Funktionen erstrahlen zwar während der Keynote in vollem Glanz. Die Ergebnisse sind manchmal aber ernüchternd: weniger revolutionär als gedacht, kaum benutzbar, keine Nachfrage auf dem Markt. Und manchmal steht sich Apple auch einfach selbst im Weg.
Wir zeigen Ihnen 11 Produkte, die zwar auf der großen Keynote-Präsentation begeistern konnten, in der Realität aber gescheitert sind. Und einem Fall noch nicht einmal den Weg in die Realität schafften.
