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Optimierte Suchergebnisse: Amazon bevorzugt eigene Produkte 

Nach Apple steht Amazon in der Kritik, mit optimierten Suchergebnissen eigene Produkte zu bevorzugen. Einem Medienbericht zufolge soll sich die Sales-Abteilung bei Amazon über Bedenken der Software-Ingenieure und der Rechtsabteilung hinweggesetzt haben. Denn: Wer den Algorithmus kontrolliert, beeinflusst die Kunden. Produkte der Amazon-Eigenmarken bedeuten doppelten Gewinn, nämlich eigener Umsatz und Marktanteil. 

Wer kennt sie nicht, die Amazon Originals? Das sind Produkte, die Amazon als Amazon-Basics verkauft. Stets preiswerter als gleichwertige Markenprodukte handelt Amazon mit seiner Eigenmarke und – wie das Wall Street Journal dokumentieren kann – auch noch prominent auf Suchseiten und im Warenangebot präsentiert. Durch Eingriffe in den Suchalgorithmus steigert Amazon den eigenen Gewinn. Das kann wegen der Marktmacht von Amazon auch zu einem juristischen Problem für den Online-Händler werden.

Eigenmarken sind im Handel eigentlich nicht ungewöhnlich. So mancher Supermarkt verpackt Butter neutral neben anderen im Kühlregal. Doch mit den Amazon-Basics spielt Amazon seine Marktmacht aus, denn die statistische Auswertung zeigt Amazon das Potenzial auf für Lightning-Kabel und andere begehrte Produkte. Sobald es sich für Amazon lohnt, gibt es eine Amazon-Basics-Alternative. Letztlich zum Gewinn bei Amazon aber teils auch zum Schaden des Marktes. 

Zwischen Apple und Amazon eskalierte die Situation um einerseits minderwertig gefälschte Lightning-Kabel und andererseits von Amazon selbst angebotener iPhone-Kabel, dass Amazon und Apple einen Deal eingingen: Amazon bekommt original Apple-Ware und dafür verschwinden die Clones und die Fälschungen. 

Zuerst konnte die New York Times in einer aufwendigen Recherche Apple mit dem Vorwurf konfrontierten, eigene Apps im App Store prominenter und in Suchergebnissen bevorzugt zu präsentieren. Suchergebnisse der zurückliegenden sechs Jahre wurden protokolliert. Dabei wird deutlich, dass Apple seit einem Jahr an den Schrauben gedreht hat und teils massiv in den Suchalgorithmus eingreift. Apple-Marketing-Chef Phil Schiller verspricht den Kollegen, der Apple Store werde künftig Apps von Dritt-Entwicklern bevorzugen und weigert sich, anzuerkennen, Apple habe einen Fehler gemacht. 

Und so wird es wohl weiterhin auf den aufgeklärten und informierten Konsumenten ankommen. 

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Ich verstehe ehrlich gesagt das Problem nicht! Wenn ich ein Geschäft habe, kann ich die Produkte doch auch hinstellen, wo ich will. Wer meint, Produkte anders sortieren zu müssen, soll er doch bitte selbst eine Internetseite aufmachen????

Da haben Sie absolut recht! Es ist in letzter Zeit aber so chic an allem und jedem rum zu nörgeln, ganz besonders wenn es sich beim Ziel der Attacke um ein großes Unternehmen handelt!