Mehr als nur ein Gerät

NYPD unterhält Labor zum Knacken von iPhones

Erst kürzlich gab die schottische Polizei einen Blick auf die Arbeit mit Cellebrite-Geräten zum Knacken von iPhones. Nun legte das NYPD nach und zeigte sein High-Tech-Labor zum Umgehen von Sicherheitsmechanismen von Smartphones.

Von   Uhr

Auf den Datenschutz und die Privatsphäre seiner Nutzer legt Apple großen Wert und hat daher auch verschiedene Schutzmechanismen in iOS integriert. Während dies den unbefugten Zugriff verhindert, erschwert es die Polizeiarbeit bei der Analyse von bei Verbrechen gefundenen Smartphones. Die schottische Polizei setzt daher auf sogenannte Cellebrite-Geräte, um Daten zu beschaffen. Nun erhielt die Website Fast Company einen exklusiven Einblick in ein Speziallabor der New Yorker Polizei, das mit viel High-Tech ausgestattet ist.

(Bild: Samir Abady for Fast Company)

Bau und Funktion des Labors

Das „High Technology Analysis Unit Lab“  wurde von der Cybercrime-Einheit und dem Bezirksanwalt Cyrus Vance Jr. ins Leben gerufen und kostete rund 10 Millionen US-Dollar. Es wird zudem als „Ground Zero“ im Verschlüsselungskampf bezeichnet und soll Ermittlern beim Finden von Beweisen helfen.

Ausgefeilte Technologien

Anders als in Schottland, setzt die Spezialeinheit in den USA auf mehr als nur einfache Entschlüsselungsgeräte von Unternehmen wie Cellebrite oder Grayshift. Beispielsweise verfügt das Labor über eine abgeschirmte Kammer, die verhindern soll, dass Geräte aus der Ferne gelöscht werden, bevor man Daten sicherstellen konnte. 

(Bild: Samir Abady for Fast Company)

Wie die verantwortlichen Mitarbeiter gegenüber der Website ausführen, lagerten zur Zeit des Besuchs rund 3.000 noch zu knackende Smartphones, die für laufende Ermittlungen von Bedeutung sind. Die Sondereinheit wurde nach dem San-Bernardino-Fall gegründet, bei der Smartphones der Attentäter eine große Rolle spielten. Apple wollte beziehungsweise konne seinerzeit nicht helfen.

Zudem teilte man auch mit, dass mittlerweile vier von fünf Nutzern das Smartphone mit einem Passcode sichern, während es vor fünf Jahren nur etwa die Hälfte der Nutzer war.

(Bild: Samir Abady for Fast Company)

Diskutiere mit!

Hier kannst du den Artikel "NYPD unterhält Labor zum Knacken von iPhones" kommentieren. Melde dich einfach mit deinem maclife.de-Account an oder fülle die unten stehenden Felder aus.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.