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120.000.000-mal zum Mond mit dem iPhone

Erst gestern berichteten wir, dass am Wochenende die Mondlandung das 50. Jubiläum feiert und Apple dazu einen kleinen Ausblick auf die Serie „For All Mankind“ gibt, die ab Herbst bei Apple TV+ laufen wird. Während Apple keine Mühen scheute und das originale Kontrollpanel aus Houston für die Serie kaufte, stellte Professor Graham Kendal von der University of Nottingham einen interessanten Vergleich zwischen der Technologie der ersten Mondlandung und dem iPhone auf.

Am 20. Juli 1969 betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Was damals schon äußert beeindruckend war, ist rückblickend eine wahre Meisterleistung gewesen. Besonders die technische Leistung ist dabei beachtlich, da die Computer- und Funktechnik gerade noch in den Anfängen stand. Raumfüllende Computer waren damals noch gang und gäbe, während heute mehr Rechenleistung in einer Apple Watch steckt als in den alten Computern.

iPhone vs. Apollo Guidance Computer: RAM und ROM

Der Wissenschaftsprofessor Graham Kendal von der University of Nottingham hat daher für The Conversation (via Cult of Mac) einen Vergleich zwischen dem iPhone und dem Apollo Guidance Computer angestellt, den man bei den damaligen Missionen für die Navigation eingesetzte. Dazu konzentrierte er sich auf den Arbeitsspeicher (RAM) sowie den Festspeicher (ROM).

Laut Kendal betrug der RAM des Apollo Guidance Computer 32.768 Bits, während der Festspeicher mit 72 KB beziehungsweise 589.824 Bits größer ausfiel. Da bereits ein Buchstabe wie das „a“ typischerweise acht Bits benötigt, scherzte der Wissenschaftler, dass sein Artikel nicht im Arbeitsspeicher des Navigationscomputers gespeichert werden könnte. Das iPhone bietet mit 4-GB-Arbeitsspeicher (oder 34.359.738.368 Bits) mehr als den millionenfachen RAM des Apollo Guidance Computers. Beim Festspeicher fällt der Unterschied nochmals höher aus, wenn man von einem iPhone mit 512 GB ausgeht. Dann kann dieser sieben millionenmal mehr Daten sichern. 

120.000.000-mal schneller

Die Publikation ZME Science verglich vor wenigen Monaten ein iPhone 6 mit dem Apollo-Computer. Dabei stellte man fest, dass die 1,6 Milliarden Transistoren des A8-Chips etwa 3,36 Milliarden Befehle pro Sekunde ausführen können. Damit wäre bereits das fünf Jahre alte iPhone 6 in der Lage gewesen, um 120.000.000 Apollo-Raumfahrzeuge gleichzeitig zum Mond zu navigieren. Allerdings sieht der Autor Tibi Puiu diese Schlussfolgerung nicht als Schmeichelhaft an, da der technische Fortschritt in den letzten Jahren exponentiell erfolgte und das iPhone sogar IBMs bekannten Supercomputer Deep Blue (1997) in die Tasche steckt. 

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