Technik erklärt

iPhone 12 und MagSafe: So funktioniert die neue Technologie

MagSafe kehrt zurück! Allerdings ist es dieses Mal für das iPhone und nicht für den Mac. Wir verraten dir, was du jetzt über die neue Technologie wissen solltest..

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MagSafe feiert seine Rückkehr. Langjährigen Apple-Nutzern wird der Begriff sicherlich bekannt sein, da ihn Apple lange für den Ladeanschluss seiner MacBook-Modelle verwendete. Das Netzteil verband sich per Magnet mit dem Ladeport. Stolperte man über das Kabel, fiel der Laptop nicht herunter, sondern der Stecker löste sich einfach. Es war quasi ein „MacSafe“. Mit der Einführung von USB-C verschwand der geliebte Anschluss vom Mac und der Name blieb nun einige Jahre ungenutzt. Nun reaktivierte Apple ihn wieder, aber für ein anderes Produkt: das iPhone.

Was ist MagSafe am iPhone?

Mit MagSafe schafft Apple eine neue Zubehörschnittstelle, die äußerst vielseitig ist. Sie lässt sich jedoch ganz leicht erklären. In der Rückseite der Apple-Smartphones befindet sich seit 2017 eine Spule, die das drahtlose Laden erlaubt. In der iPhone-12-Reihe erweiterte sie Apple durch weitere Komponenten wie einen Ring aus Magneten. Außerdem integrierte Apple einen NFC-Leser, der angeschlossenes Zubehör erkennen soll. Der  Magnet soll dafür sorgen, dass das MagSafe-Zubehör, welches ebenfalls mit diesem Magnetring ausgestattet ist, darauf haftet und sich automatisch ausrichtet, damit es perfekt sitzt. Apple zufolge sollen sogar mehrere Accessoires wie eine Hülle und ein Ladegerät übereinander funktionieren.

Ein großer Vorteil für drahtloses Laden

Als einen der ersten Anwendungsbereiche stellte Apple das drahtlose Laden vor. Bislang ist es nicht immer einfach auf einer Qi-Ladematte die richtige Position zu treffen, damit das Gerät richtig lädt. Mit MagSafe will man das Problem umgehen. Wie bei der Apple Watch soll sich der Magnet automatisch an das Gehäuse anziehen und sofort die richtige Position für das beste Ladeerlebnis einnehmen. Dies macht den Ladevorgang besonders effizient, sodass Apple diesem Zubehör auch eine Ladegeschwindigkeit von bis zu 15 Watt erlaubt. Bei normalen Qi-Ladern liegt Apples Grenze bei 7,5 Watt. Während Apple mit dem „MagSafe Ladegerät“ und dem „MagSafe Duo Ladegerät“ in Kürze bereits eigene Produkte anbietet, dürfen auch Drittanbieter wie Belkin die neue Schnittstelle verwenden.

Hüllen und andere Accessoires

Neben der verbesserten Ladefunktion soll auch Zubehör wie Hüllen mit MagSafe funktionieren. Dadurch ist ein schnellerer Wechsel möglich und man muss das Gerät nicht mehr so fest in die Hülle drücken. Apple bietet dazu bereits speziell entwickelte Hüllen an, die ebenfalls über einen Magneten verfügen und dadurch auch weitere Accessoires an der Rückseite erlauben. Unklar ist aktuell, ob auch Hüllen ohne MagSafe die Funktionalität für beispielsweise das MagSafe Ladegerät gewährleisten können. Dies gilt auch für das kleine Leder Wallet, welches sich leicht anbringen lässt, aber vermutlich nicht richtig haftet, wenn zu viel Abstand zwischen dem Zubehör und dem Magneten ist.

Wie bereits erwähnt, haben schon Zubehörhersteller Neuheiten angekündigt. Belkin will etwa ein Multiladegerät für bis zu drei Geräte und eine Halterung für die Lüftung im Auto auf den Markt bringen. In beiden Fällen wird das iPhone magnetisch in der Luft gehalten  – fast wie das iPad Pro vom Magic Keyboard. Allerdings zeigt Apple mit dem Leder Wallet schon die potenziellen Möglichkeiten und wir sind gespannt, was sich die Zubehörhersteller dafür ausdenken.

Was haltet ihr von MagSafe am iPhone 12? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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MagSafe ist so simpel wie genial. Hüllen und Kartenhalter sind wohl nur der Anfang. Damit lässt sich so einiges adaptieren. Man kann das iPhone bald überall befestigen ohne irgendwelche Adapter draufkleben zu müssen.
Es verändert die Welt nicht, ist aber ein kleines pfiffiges Detail!

Hoffentlich gibt es bald einen Zusatzakku, der sich über MagSafe koppelt und laden kann. Ohne den Lightning-Anschluß zu nutzen. Der Akku wäre dann schuppdiwupp dran oder ab.Würde ich sofort kaufen.

Was mit beim Thema Zubehör gleich in den Sinn kommt: der DJI OM4
Statt einen Magneten auf mein iPhone zu kleben, müsste der integrierte Magnet doch genauso gut halten, oder nicht ?
Müsste man mal testen :p

Funktioniert das dann mit CarPlay auch über den MageSafe?

Wie verhält es sich mit dem Magneten an den Hüllen, in denen man Ausweis und Kreditkarte unterbringen kann?
Wie reagiert denn der Magnetstreifen in den Karten auf den Magnetismus, mit gelöschten Daten?

Apple hat gesagt die sind geschützt und da es Apple ist gehe ich auch von einem Ganzheitlichen Gedanken aus..Mit NFC/ Magnet / Sicherheit.

Bei der Keynote war die Apple Card in der Einschubtasche, damit wollten sie sicher symbolisieren, dass EC- und Kreditkarten nichts passiert.

Apple schreibt auf der Produktseite der Magnethüllen im Apple Store, dass die Magnetstreifen der Karten geschützt sein sollen. Ist für mich nicht ganz nachvollziehbar, da das Abschirmen von Magnetfeldern nicht ganz so einfach ist. In diesem Fall evtl. mit Mu-Metall oder ähnlichen Weicheisen Metalle.
Da ich ohnehin Apple Pay verwende, brauch ich diese Hülle nicht für Bankkarten. Für Perso und Führerschein eigentlich die perfekte Lösung, um komplett auf den Geldbeutel zu verzichten...

Naja ich habe eher Angst, dass ich das Handy auf meinen Geldbeutel lege und das Magnetfeld dann alle meine Karten löscht :/

Wie sieht es eigentlich mit dem Kompass im iPhone12 aus. Funktioniert dieser nach der Einführung von magsafe überhaupt noch? Habe eine Hülle mit Haltemagneten, dort funktioniert er nur, wenn das iPhoneX aus der Hülle genommen wird.