Kleine Funktion mit großer Wirkung

Liebes Apple: Darum sollte iOS 13 einen systemweiten Passwortschutz für Apps haben

Es dürfte für Apple eigentlich keine schwere Aufgabe darstellen, dass Nutzer einzelne Apps mit einem Passwort versehen können, ohne dass dies durch den Entwickler integriert werden muss. Allerdings ist Apple mit iOS nicht alleine, sondern auch Googles Android bietet standardmäßig keine solche Option. Im Gegensatz zu Apple erlaubt Google jedoch, dass Drittanbieter die Funktion per separater App systemweit nachliefern können. 

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(Bild: CC0)
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Viele Apps setzen eine Registrierung voraus. Jedoch verlangen danach nur wenig, dass Sie Ihre Identität nochmals bestätigen, wenn Sie die App erneut öffnen. Geben Sie Ihr entsperrtes iPhone dann doch mal aus der Hand, um beispielsweise ein Foto oder Video zu zeigen, können andere schnell unbefugt bestimmte Daten einsehen, einen Status posten oder eine Nachricht versenden – alles in Ihrem Namen. Natürlich könnten Sie einfach die Funktion „Geführter Zugriff“ einrichten und aktivieren, aber dies wird gerne vergessen. Bessere wäre es hingegen, wenn Sie einzelne Apps mit einem Passwort, Touch ID oder Face ID sichern könnten. Gerade durch die beiden letztgenannten Features verzögert sich das Öffnen der App nur wenig und bietet gleichzeitig zusätzliche Sicherheit. 

Apple experimentierte bereits mit dem Passwortschutz in der Notiz-App und erlaubt seit einigen Jahren, dass Sie einzelne Notizen mit einem Passwort versehen können. Weitere Apple-Apps haben die Funkion bisher nicht erhalten. Analog dazu können auch Entwickler Apps mit dem zusätzlichen Schutz ausstatten. Beispielsweise die Messenger Telegram und WhatsApp bieten die Funktion seit geraumer Zeit an. Letztere App hatte allerdings Probleme bei der korrekten Implementierung, sodass der Schutz mit wenigen Handgriffen umgangen werden kann, wenn eine bestimmte Einstellung in der App aktiviert ist. Dies zeigt einmal mehr, dass Apple selbst das Ruder in die Hand nehmen sollte und den Passwortschutz direkt im System integrieren sollte, damit solche Probleme vermieden werden können. 

Daher wäre es denkbar, dass in „Einstellungen > Face ID & Code“ eine entsprechende Funktion integriert wird. Aktuell beherbergt das Menü lediglich eine Auflistung aller Apps, die via Face ID beziehungsweise Touch ID entsperrt werden dürfen. Auch die Verwaltung ist bereits möglich, sodass es doch nur noch ein kleiner Schritt sein kann, um das Feature von hier aus für alle Apps zu managen. 

Daher wäre es wünschenswert, wenn Apple die Funktion für alle Apps unabhängig vom Entwickler in iOS integriert und damit dem Nutzer eine bessere Kontrolle über die eigenen Daten gibt. 

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Ein Zugriff durch Drittanbieter auf Face-ID ist nicht gewünscht. Insofern werden die es auch nicht implementieren können. das dürfte Apple aber nicht davon abhalten, diese Funktion selbst bereit zustellen. Ich wäre jedenfalls dafür.

Könnte aber auch sein, dass dies schon lange gewollt wird, aber durch Unzuverlässigkeiten oder anderen Problemen nicht so geschmeidig wie angenommen.

Egal, wäre jedenfalls toll.

Was labern Sie denn für einen Müll?

Face ID wird seit IOS 12 Drittanbietern zur Verfügung gestellt und auch beinahe jede APP unterstützt dies unterdessen!

Nur Apples eigene APPS unterstützen kein Face-ID!
Was hier mit dem Beitrag von Ben gefordert wird, dass dies Seitens Apple endlich umgesetzt wird!

XD Also mit dem Android System aus Asien alias Miui kann man unter anderem auch das machen =P

Zudem sind Funktionen wie versteckter Ordner oder gar ein 2tes Konto möglich.
Aber hier geht es ja um Apple.... die machen was sie wollen und wenn hier ein Redakteur so ein Thema aufnimmt heißt das noch lange nicht das Apple selbst sich das zu herzen nimmt und auf die Kunden eingeht.
Hier heißt es nur Abwarten.... vielleicht ist ja das eine oder ander dabei was man sich gerne gewünscht hat.

Also, ich finde das aktuell richtig. Ein PW für alle Apps gibt es ja via FID. Ich bin froh... pro App unabhängig etwas vergeben zu können sofern vom Entwickler vorgesehen.

Für die oben beschriebene Situation gibt es Ja den „Geführter Zugriff“ Modus.
Damit ist das Problem gelöst.

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