Datenschutz auf höchstem Level

Facebook im Panikmodus: Auch Verleger fürchten iOS 14

In den vergangenen Wochen warnte Facebook vor den neuen Datenschutz-Optionen in iOS 14. Nun schließen sich erste Verleger an.

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Mit iOS 14 entwickelt Apple das größte Update seit Jahren sein, wenn es um den Datenschutz geht. Neben dem komfortablen Wechsel zu „Mit Apple anmelden“ oder den verbesserten Datenschutzinformationen im App Store liefert Apple mit iOS 14 eine kleine Änderung mit besonders großer Wirkung – für Facebook und andere Entwickler.

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Ab iOS 14 zeigt dir das iPhone an, wenn eine App auf deine Zwischenablage zugreift und damit deine Daten abfängt. Einige App-Entwickler mussten sich schon in den ersten Betas aufgrund intensiver Überprüfung der Zwischenablage verantworten. Für den Nutzer ergibt sich dadurch ein neuer Blick auf die App. Für Entwickler wie Facebook ist die neue Transparenz nur bedingt förderlich.

Mark Zuckerberg springt auf den Monopoly-Zug

Während Epic Games aktuell gegen Apples strenge App-Store-Richtlinien vorgeht, meldete sich laut Buzzfeed News auch Facebook-CEO Mark Zuckerberg zu Wort. Gegenüber seinen 50.000 Mitarbeitern sagte er, dass Apples Monopolstellung schädlich für die Nutzer ist und sowohl Innovationen als auch den Wettbewerb verhindert. Das Unternehmen hat die Entwickler im Würgegriff und gibt sich als Türsteher, der den App Store für überhöhte Abgaben nutzt. Zumindest Letzteres hatte die Richterin bei der ersten Anhörung im Epic-Games-Fall entkräftet und die 30 Prozent als branchenübliche Abgabe.

Allerdings nahm Zuckerberg dies nur als Vorwand und ging anschließend auf den Kern seines Anliegens ein: Werbung. Mit iOS 14 verhindert Apple das für Tracking, um zielgerichtete Werbung anbieten zu können. Dies soll mit dem neuen Update sowohl zwischen Apps als zwischen Websites nicht mehr funktionieren. Facebook geht davon aus, dass man bis zu 50 Prozent weniger Werbeeinnahmen erzielen könnte.

Laut dem Wall Street Journal werden auch Entwickler beziehungsweise Verleger einen großen Einbruch merken, sobald iOS 14 erscheint. Beispielsweise glaubt die Chefin von Weather.com, dass Werbetreibende bis zu 40 Prozent weniger für Werbung in iPhone-Apps bezahlen werden, wenn man diese nicht mehr zielgerichtet steuern kann. Aktuell kann man Nutzer über Websites und Apps hinweg verfolgen und erhält damit ein Bild über Vorlieben und Verhalten, was eine präzise Werbung erlaubt und diese besonders lukrativ macht. Dadurch erhöht sich auch die Kaufwahrscheinlichkeit um ein Vielfaches und daher sieht auch der Verleger DMG (Daily Mail) Apples neue Datenschutz-Option kritisch und hält sie für übertrieben, da sie das Geschäft schädigen kann. 

Allerdings gibt es auch andere Beispiele wie Buzzfeed-CEO Jonah Peretti, der den Datenschutz verteidigt und glaubt, dass sich die Industrie schnell an die Veränderung anpassen wird.

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Wäre für mich DER Grund von Android nachhaltig zu iOS zu wechseln. Werbung (in diesem Ausmaß) ade...

so geht es mir auch!
Wenn es Apple im Herbst nicht versaut, wechsele ich u.U. auch.
Die Restriktionen unter Android werden auch immer stärker.

Ich kenne eigentlich keinen Menschen, der Werbung im Internet gut findet - außer man sucht zielgerichtet nach etwas.
Also aus Endverbraucher-Sicht das beste, was Apple machen kann!!

Super, eine sehr gute Entscheidung von Apple. Ich freue mich das ich Tablet, MacBook und I Phone mein Eigen nennen darf.

Ich finde ja, man muss Apple an der Stelle loben. Wenn man sich betrachtet, mit welch einer Dreistigkeit manche Seitenbetreiber und Werbevermarkter vorgehen, wird es Zeit, das sich jemand der Sache annimmt und die Leute aus der Zwangslage heraus holt. Ich finde, sie sollten noch einen Schritt weiter gehen und Werbung von bestimmten Formaten gleich von vorn herein blockieren und verbieten. Schon allein die Zwangswerbung die viele Seiten anwenden ist eine schallende Ohrfeige in das Gesicht derer, denen Datenschutz und Privatsphäre wichtig sind. Zwangswerbung zeigt nur, das die Firmen nicht fähig sind, ihre Inhalte auf andere Weise in Umsatz umzusetzen, also sind sie wertlos.

Ich finde das Thema sehr wichtig und es wird in nächster Zeit noch viel darüber geschrieben und diskutiert werden, aber da ist noch was anderes:

Bitte, liebe Autoren, tauscht die Texte untereinander vor der Veröffentlichung aus, damit die wiederholt auftretenden und teilweise haarsträubenden Fehler nicht, oder wenigstens nicht ganz so oft auftreten...
Manchmal sind die Texte eine Zumutung.

Hab ich bei dem Text hier auch gedacht. Da fehlen Worte und ein fließendes Lesen ist unmöglich. Schade.

und dann sehe wie man mit Werbung übermüllt wird er mmer ganz schnell wieder aktiviert. Allerdings gibt es auch beim Verhalten des Tracking Schalters eine Unstimmigkeit, die zeigt dass Apple selbst nicht ganz eigeninteressensfrei zu sein scheint. Das gibt auch wieder zu denken. Ich bleibe erst mal beim bisherigen System bis Berichte der Early Birds vorliegen.

und dann sehe wie man mit Werbung übermüllt wird er mmer ganz schnell wieder aktiviert. Allerdings gibt es auch beim Verhalten des Tracking Schalters eine Unstimmigkeit, die zeigt dass Apple selbst nicht ganz eigeninteressensfrei zu sein scheint. Das gibt auch wieder zu denken. Ich bleibe erst mal beim bisherigen System bis Berichte der Early Birds vorliegen.

die Maclife hier ist ein Paradebeispiel für den Einsatz von Blockern. FB etc pp sind bei mir schon längst out of order. Das Leben wird dadurch viel entspannter und bunter :-)

ist es natürlich die Frage, wie sollen die Inhaltsanbieter an Geld kommen. Für nix sollten sie auch nicht werkeln. Nur das Mass scheint seit einiger Zeit verloren gegangen zu sein. Allerdings ist das nicht neu. Die Augen blendenden Sites bei denen man Inhalte suchen muss gab es auch schon früher. Aber kaufe ich deshalb mehr oder gar unüberlegt? No! Eher kaufe ich das beworbene Zeug gerade erst recht nicht. Für mich ist es mehr eine Negativempfehlung. Egal ob durch Werbeeinblendungen ider sogenannte Influenzer. Die sind meist noch schlimmer, das heisst eine noch schlechtere Quelle. Also nö, danke.

„ wie sollen die Inhaltsanbieter an Geld kommen“

Sie haben sich seit Jahren nicht darum gekümmert wie sie ohne Hintertür im Rechtssystem schaffen Werbung zu machen..like Google,FB, Insta usw... wenn ich deren Seiten verwende muss es mir klar sein aber sonst?

Ich nutze das Internet (zumindest in Browsern) ausschließlich mit Werbeblockern. Ich habe schon Ende der 90er Jahre den Webwasher genutzt (schon damals gab es Artikel mit Titeln wie "Werbung im Internet kann ganz schön nerven" – damals aber vor allem wegen der zu übertragenden Datenmenge bei begrenzter Bandbreite).

Nachrichtenportale nutze ich ausschließlich über einen Feed-Reader (ich nutze Feedly). Und ich habe dabei kein schlechtes Gewissen. Angemessene Werbung würde ich nicht schlmimm finden, allerdings übertreiben es die Anbieter maßlos mit ihrem Tracking website-, app- und sogar geräteübergreifend.

Vor allem die fehlende Transparenz finde ich fast schon kriminell. Der Aufschrei der Werbebranche zeigt ja schon deutlich, dass es einiges zu verbergen gibt. Wer bekommt welche Daten woher? Wofür werden sie genutzt? Welche Werbung bekomme ich aus welchem Grund angezeigt? Wer verdient wieviel Geld mit meinen Daten? Und vor allem: Warum bekomme ich davon nichts ab?

Im Real Life wäre das Totalüberwachung vom angezapften Telefon über das Mitlesen der Post- und Bankdaten bis hin zur Beschattung.

Zum Thema Refinanzierung:
Ich bezahle gerne für hochwertige Inhalte. Aber lieber mit Geld, als intransparent mit meinen Daten. Die Anbieter haben aber selbst Schuld, wenn ihnen Einnahmen flötengehen. Seit Jahren hat die Branche es nicht geschafft, ein für den Benutzer einfaches System auf die Beine zu stellen. Durch ihre vielen eigenen Bezahlschranken machen sie es unnötig kompliziert, auf (kostenpflichtige) Inhalte zuzugreifen. Mich interessiert kein Abo der FAZ oder MacLife. Ich lese die interessanten Artikel aus vielen verschiedenen Quellen.

Wo bleibt ein Spotify für Inhalteanbieter?

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