Apple plant offenbar, im März ein neues MacBook vorzustellen, das mit bunten Farben und einem erschwinglichen Preis punkten soll. Laut einem aktuellen Bericht von Bloomberg-Journalist Mark Gurman soll das Gerät auf einer Veranstaltung im kommenden Monat präsentiert werden und in mehreren auffälligen Farbvarianten erhältlich sein.
- Apple plant laut Bloomberg für März die Vorstellung eines günstigen MacBooks mit A18 Pro-Chip aus dem iPhone 16 Pro.
- Das Gerät soll deutlich unter 1.000 US-Dollar kosten und in bunten Farben wie Silber, Blau, Pink und Gelb erhältlich sein.
- Mit 13-Zoll-Display und USB-C-Anschlüssen richtet sich das MacBook an Studierende und preisbewusste Einsteiger.
Ein MacBook für Einsteiger und Studierende
Das neue MacBook richtet sich vor allem an preisbewusste Kundinnen und Kunden, die bisher eher zu Chromebooks oder günstigen Windows-Notebooks gegriffen haben. Mit einem Preis deutlich unter 1.000 US-Dollar – Spekulationen zufolge zwischen 599 und 799 US-Dollar – würde Apple erstmals ein Mac-Notebook anbieten, das günstiger ist als das aktuelle MacBook Air, das bei 999 US-Dollar startet (hierzulande 1.099 Euro).
Die Zielgruppe sind vor allem Studierende, Geschäftskunden und Gelegenheitsnutzende, die hauptsächlich im Web surfen, Dokumente bearbeiten oder leichte Medienbearbeitung betreiben möchten. Das Gerät könnte für viele auch eine Alternative zum iPad mit Tastatur darstellen, bietet aber den Vorteil des vollwertigen macOS-Betriebssystems.
Display und Design: Kompakt und farbenfroh
Das günstige MacBook soll über ein 13-Zoll-Display verfügen, das etwas kleiner ausfällt als das 13,6-Zoll-Display des MacBook Air. Es wird ein Standard-LCD-Panel ohne mini-LED-Technologie oder ProMotion-Bildwiederholrate zum Einsatz kommen, was die Kosten senkt.
Besonders interessant sind die erwarteten Farboptionen: Silber, Blau, Pink und Gelb – ähnlich wie beim aktuellen iMac. Diese fröhlichen Farben würden das Gerät klar als Einsteigermodell positionieren und könnten besonders jüngere Käuferinnen und Käufer ansprechen.
Der A18 Pro ist Apples Prozessor aus dem iPhone 16 Pro, der auf einem 3-Nanometer-Fertigungsprozess basiert. Er verfügt über eine 6-Kern-CPU und bietet eine Leistung, die mit dem M1-Chip in älteren Macs vergleichbar ist. Anders als M-Series-Chips ist er primär für mobile Geräte konzipiert und unterstützt kein Thunderbolt.
Herzstück: Der A18 Pro-Chip aus dem iPhone
Eine der größten Überraschungen ist die Wahl des Prozessors. Statt eines M-Series-Chips, wie er in allen anderen aktuellen Macs zum Einsatz kommt, soll das günstige MacBook mit dem A18 Pro ausgestattet sein – dem gleichen Chip, der auch im iPhone 16 Pro steckt. Dies wäre das erste Mal, dass Apple einen iPhone-Chip in einem Mac verwendet.
Der A18 Pro basiert auf Apples 3-Nanometer-Prozess der zweiten Generation und verfügt über eine 6-Kern-CPU, eine 6-Kern-GPU sowie eine 16-Kern-Neural-Engine. In Benchmarks erreicht der Chip Single-Core-Werte auf dem Niveau des M3 Ultra und Multi-Core-Werte, die über denen des M1-Chips liegen. Auch die Grafikleistung ist vergleichbar mit dem M1.
Mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher würde das MacBook die Mindestanforderungen für Apple Intelligence erfüllen – allerdings weniger RAM bieten als die aktuellen MacBook-Modelle, die alle mit mindestens 16 Gigabyte ausgestattet sind.
Leistung und Anschlüsse: Solide für den Alltag
Der A18 Pro ist leistungsstark genug für alltägliche Aufgaben wie Surfen, Videostreaming, Dokumentenbearbeitung, Fotobearbeitung und sogar leichte Videobearbeitung. Auch Apple-Arcade-Spiele und iPhone- sowie iPad-Apps sollten problemlos laufen. Für anspruchsvolle Gaming-Sessions oder professionelle Videoproduktion ist das Gerät allerdings nicht ausgelegt.
Ein Nachteil: Der A18 Pro unterstützt kein Thunderbolt, sodass das MacBook voraussichtlich nur über reguläre USB-C-Anschlüsse verfügen wird. Diese sehen zwar identisch aus, bieten aber nur Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde. Zudem dürfte das Gerät nativ nur ein externes Display unterstützen – eine Einschränkung, die sich allerdings mit DisplayLink-Adaptern umgehen lässt.
Dank des effizienten A18 Pro und des großzügigen Platzangebots im 13-Zoll-Gehäuse könnte die Akkulaufzeit auf dem Niveau des MacBook Air liegen oder dieses sogar übertreffen. Das MacBook Air hält beim Videoschauen bis zu 18 Stunden und beim Surfen bis zu 15 Stunden durch.
Marktstart und Einordnung
Laut Mark Gurman soll das günstige MacBook im März auf einem Apple-Event vorgestellt werden. Frühere Berichte sprachen von einer Produktion im vierten Quartal 2025 oder ersten Quartal 2026, was zu einer Markteinführung im Frühjahr 2026 passen würde.
Das neue Modell würde keines der bestehenden MacBooks ersetzen, sondern als zusätzliche Option unterhalb des MacBook Air positioniert. Gleichzeitig plant Apple für Anfang 2026 auch Updates des MacBook Air mit M5-Chip sowie neue MacBook-Pro-Modelle mit M5 Pro und M5 Max.
Mit diesem Schritt würde Apple erstmals ernsthaft in den Markt für günstige Notebooks vordringen und direkt mit Chromebooks und Windows-Einsteigergeräten konkurrieren. Ob die Strategie aufgeht, wird sich zeigen – fest steht jedoch, dass Apple damit eine wichtige Lücke im eigenen Portfolio schließen würde.







