Apple hat erstmals offizielle Zahlen zur Verbreitung von iOS 26 veröffentlicht und damit Klarheit über die tatsächliche Akzeptanz des umstrittenen Updates geschaffen. Die Daten basieren auf iPhone- und iPad-Geräten, die am 12. Februar 2026 Transaktionen im App Store durchgeführt haben.
- 66 Prozent aller iPhones und 57 Prozent aller iPads nutzen iOS beziehungsweise iPadOS 26 laut Apple.
- iOS 26 verbreitet sich langsamer als iOS 18, obwohl Apple die Statistiken drei Wochen später veröffentlichte.
- Das umstrittene Liquid Glass Design und längere Unterstützung älterer Systeme könnten Gründe für die Zurückhaltung sein.
Aktuelle Verbreitungszahlen von iOS 26
Laut Apple laufen 74 Prozent aller iPhones, die in den letzten vier Jahren vorgestellt wurden, mit iOS 26. Bei allen iPhones beträgt die Quote 66 Prozent. Bei iPads zeigt sich ein ähnliches Bild: 66 Prozent der in den letzten vier Jahren eingeführten iPads nutzen iPadOS 26, während 57 Prozent aller iPads das aktuelle Betriebssystem installiert haben.
Vergleich mit iOS 18 zeigt langsamere Akzeptanz
Auf den ersten Blick scheinen die Zahlen mit denen von iOS 18 vergleichbar zu sein. Apple hatte im Januar 2025 gemeldet, dass 76 Prozent der in den letzten vier Jahren vorgestellten iPhones iOS 18 nutzten und 68 Prozent aller iPhones das damals aktuelle System installiert hatten. Der Vergleich hinkt jedoch, da Apple die iOS-26-Statistiken deutlich später veröffentlichte als üblich.
Die aktuellen Daten wurden etwa 150 Tage nach der Veröffentlichung von iOS 26 erhoben, während die iOS-18-Zahlen bereits nach 127 Tagen verfügbar waren. iOS 26 hatte somit rund drei Wochen mehr Zeit, sich zu verbreiten. Berücksichtigt man diesen Zeitunterschied, wird deutlich, dass iOS 26 tatsächlich langsamer angenommen wird als sein Vorgänger.
Liquid Glass Design als möglicher Grund für Zurückhaltung
Liquid Glass ist die grundlegende Neugestaltung der iOS-26-Benutzeroberfläche, die Apple auf der WWDC 2025 vorstellte. Statt der traditionellen opaken Oberfläche setzt das Design auf transparente Ebenen, unscharfe Hintergründe und dynamische Tiefeneffekte, die sich durch alle Systemelemente ziehen. Die radikale Designänderung erhielt gemischte Reaktionen und könnte ein Grund dafür sein, dass viele Nutzerinnen und Nutzer mit dem Update zögern.
Die Gründe für die zögerliche Akzeptanz lassen sich nicht eindeutig belegen, doch viele Beobachter vermuten das neue Liquid Glass Design als Hauptfaktor. Diese grundlegende Neugestaltung der Benutzeroberfläche ersetzt große Teile der traditionellen opaken Oberfläche durch transparente Ebenen, unscharfe Hintergründe und dynamische Tiefeneffekte. Bereits bei der Ankündigung auf der WWDC erhielt das Redesign gemischte Reaktionen.
Frühere Schätzungen von Drittanbietern hatten eine noch drastischere Verzögerung bei der Verbreitung suggeriert. Daten von StatCounter zeigten im Januar 2026, dass nur etwa 15 bis 16 Prozent der aktiven iPhones weltweit iOS 26 nutzten, während mehr als 60 Prozent bei iOS 18 verblieben. Die offiziellen Apple-Zahlen zeichnen nun ein deutlich positiveres Bild, bestätigen aber dennoch die langsamere Akzeptanz im Vergleich zu früheren Updates.
Längere Unterstützung älterer Systeme erleichtert Verzicht
Ein weiterer Faktor könnte Apples geänderte Update-Politik sein. Das Unternehmen stellt mittlerweile auch für ältere Betriebssystemversionen Sicherheitsupdates bereit. Nutzerinnen und Nutzer können dadurch auf iOS 18 bleiben, ohne auf kritische Patches verzichten zu müssen. Diese Flexibilität macht es deutlich einfacher, ein größeres Update mit umfassenden Designänderungen zunächst abzuwarten.
Bei iPadOS 26 liegen die Verbreitungszahlen technisch gesehen über denen von iPadOS 18. Auch hier profitierte das aktuelle System jedoch von den drei zusätzlichen Wochen Verfügbarkeit vor der Datenerhebung, sodass kein direkter Vergleich möglich ist.








